Umschau | 16.10.2012 | 20:15 Uhr Gefährliche Doppelgänger

Beim Pilzesuchen ist Vorsicht geboten. Denn immer wieder werden essbare Pilze mit Giftpilzen verwechselt. Eine Pilzvergiftung kann den Körper erheblich schädigen. Im schlimmsten Fall endet sie tödlich.

Der Herbst hat den Tisch gedeckt. Im Wald wachsen Pilze und Früchte und bei herrlichem Wetter macht es zudem Spaß, sie zu suchen, zu sammeln oder zu pflücken. Allerdings ist Vorsicht geboten, denn nicht alles ist uneingeschränkt genießbar. Immer wieder kommt es zu Vergiftungen. So kann zum Beispiel der Perlpilzes (Amanita rubescens) mit dem giftigen Pantherpilz (Amanita pantherina) leicht verwechselt werden. Üblicherweise treten Vergiftungserscheinungen ein bis vier Stunden nach der Pilzmahlzeit auf. Anfangs kann ein Gefühl der Trunkenheit oder des Schwebens auftreten. In schweren Fällen kommt es zu Wahrnehmungsstörungen, Verwirrtheit mit Halluzinationen, Muskelzuckungen, Krampfanfällen. Im weiteren Verlauf kann länger anhaltende Bewusstlosigkeit eintreten. Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sind selten.

Was der Pilzsammler nicht kennt, isst er besser nicht

Vor dem Verzehr selbst gesammelter Pilze, über deren Identität keine Klarheit besteht, wird eindrücklich gewarnt! Bei selbst gesammelten Pilzen sollten zur Sicherheit immer einige Exemplare oder zumindest Putzreste über 48 Stunden aufbewahrt werden. Im Vergiftungsfall ist unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen

Giftnotruf, Kontakte zu Pilzberatungen Tel.: 0361-730730

Zuletzt aktualisiert: 16. Oktober 2012, 15:46 Uhr