Chipsletten - Kandidat für Mogelpackung des Jahres
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Umschau Das ist die Mogelpackung des Jahres!

Jedes Jahr kürt die Verbraucherzentrale Hamburg die "Mogelpackung des Jahres". In diesem Jahr sind die "Chipsletten" von Lorenz klarer Sieger. Wir erklären, warum und welche Produkte noch nominiert waren.

Chipsletten - Kandidat für Mogelpackung des Jahres
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Die "Mogelpackung des Jahres" steht fest: Die "Chipsletten" von Lorenz lagen bei der Abstimmung der Verbraucherzentrale Hamburg vorn und haben den Titel errungen. Warum? Stillschweigend wurde die Füllmenge pro Dose reduziert von 170 auf 100 Gramm. Am Preis hat sich nichts geändert. Das entspricht einer Verteuerung von ca. 70 Prozent.

Die Kandidaten für die Mogelpackung des Jahres
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Solange sich am Preis nichts ändert, fällt vielen nicht auf, wenn Hersteller den Inhalt einer Ware heimlich reduzieren. Wem so etwas allerdings nicht entgeht, ist die Verbraucherzentrale Hamburg. Seit fünf Jahren kürt sie jedes Jahr die "Mogelpackung des Jahres". Nominiert waren fünf Produkte, bei denen die Hersteller die Preiserhöhung besonders dreist und raffiniert  versteckt haben. 39.633 Verbraucher beteiligten sich an der Wahl. Mit 23.279 Stimmen (58,7 Prozent) machten sie die "Chipsletten" zum klaren Sieger. Die übrigen vier Kandidaten konnten zwischen 4,8 und 17,6 Prozent der Stimmen auf sich vereinen.

Die folgende Bildergalerie zeigt, welche fünf Kandidaten zur Wahl  stehen:

Chipsletten - Kandidat für Mogelpackung des Jahres
"Chipsletten" von Lorenz. Hier wurde die Füllmenge von 170 auf 100 Gramm pro Dose reduziert – eine Verteuerung bis zu 70 Prozent. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Chipsletten - Kandidat für Mogelpackung des Jahres
"Chipsletten" von Lorenz. Hier wurde die Füllmenge von 170 auf 100 Gramm pro Dose reduziert – eine Verteuerung bis zu 70 Prozent. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Mogelpackung des Jahres
"Smarties Riesenrolle" von Nestlé: Bei gleichem Preis werden statt 150 nur noch 130 Gramm verkauft – eine verdeckte Preissteigerung von mehr als 30 Prozent. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Babybel - Kandidat für Mogelpackung des Jahres
"Mini Babybel" von Bel: Der Hersteller packt ein Käsestück weniger ins Netz – eine Preiserhöhung von bis zu 20 Prozent. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Truthahnsalami - Kandidat für Mogelpackung des Jahres
"Truthahnsalami Light 1A" (Lidl): Im Vergleich zur normalen Salami des Herstellers enthält diese statt 200 Gramm nur 100 Gramm pro Packung – was sie um 33 Prozent teurer macht. Obendrein enthält sie sogar noch mehr Fett als die Nicht-Light-Salami. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Apfelkraut - Kandidat für Mogelpackung des Jahres
"Obstwiese Rheinisches Apfelkraut" von Grafschafter: Hier hat der Hersteller die Füllmenge um 130 Gramm gesenkt und, damit es nicht so auffällt, auch noch den Namen geändert. Die Preissteigerung liegt bei 41 Prozent. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Umschau | 22. Januar 2019 | 20:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Januar 2019, 11:08 Uhr