30. Oktober 2005 MDR begleitet die Weihe der wiederhergestellten Frauenkirche

Nach 12 Jahren Bauzeit erhält Dresden mit der originalgetreu wiederhergestellten Barockkirche sein Wahrzeichen wieder. Fernsehen, Hörfunk und Internet informieren ausführlich über das glanzvolle Ereignis in Dresden.

Die Sandsteinquader der wiederaufgebauten Frauenkirche zu Dresden strahlen im Sonnenschein. Viele Menschen flanieren im sanierten Altstadtzentrum rund um die Frauenkirche.
Bildrechte: MDR/Nadine Jejkal

Am Wochenende schaut die Welt auf Dresden. Dann wird mit der Weihe der Frauenkirche vollendet, was viele Menschen im In- und Ausland als Wunder empfinden: Nach 12 Jahren Bauzeit erhält Dresden mit der originalgetreu wiederhergestellten Barockkirche sein Wahrzeichen wieder. Nur 1.800 Menschen können diesen historischen Moment direkt in der Kirche erleben, Zehntausende auf dem Neumarkt vor der Kirche. Der MDR sorgt dafür, dass Millionen Menschen per Fernsehen, Radio und Internet die Weihe mitverfolgen und die Geschichte des Wiederaufbaus nachvollziehen können.

Wunder Frauenkirche - Filmdokument, Gottesdienst und Festakt

Schon am Vorabend des festlichen Ereignisses erinnert Gunther Emmerlich in der Sendung "Wunder Frauenkirche - … als ob sie immer dagestanden hätte“ (29. Oktober, 20.15 bis 21.45 Uhr) im MDR FERNSEHEN noch einmal an Stationen des Wiederaufbaus und trifft Menschen, die dieses gewaltige Bauvorhaben möglich machten: Ludwig Güttler, den Initiator des "Rufes aus Dresden", aber auch Künstler und Handwerker, die dem Inneren der Kirche ein neues "altes" Gesicht gaben. Der "Ruf aus Dresden" löste 1990 eine gewaltige Spendenaktion aus, die den Wiederaufbau erst möglich machte. Jahr für Jahr folgten nun kleine Wunder wie die Freilegung der Katakomben, der Fund einer Glocke, die Bergung des zerstörten Turmkreuzes, die Rekonstruktion des Altars aus tausenden Einzelteilen, der Neubau der Orgel und schließlich das Aufsetzen der kupfernen Turmhaube im Jahr 2004. Seit dem Baubeginn 1993 bis zur Fertigstellung 2005 ist der MDR mit der Kamera dabei. "Wunder Frauenkirche -12 Jahre für die Ewigkeit" (29. Oktober, 22 bis 01.15 Uhr) ist ein einmaliges Filmdokument dieser Jahrhundertbaustelle mit teilweise unveröffentlichtem Material aus den Jahren des Wiederaufbaus.

Am Tag der Weihe beginnt die Fernsehberichterstattung mit der Sendung "Wunder Frauenkirche - Gottesdienst und Festakt live" (30. Oktober, 9 bis 13 Uhr). Angela Elis und Andreas Brückner begrüßen im gläsernen Studio am Dresdner Neumarkt viele von denen, die die neue Frauenkirche Realität werden ließen. Von 10.00 bis 12.00 Uhr sind die MDR-Zuschauer dann live beim Gottesdienst und Festakt dabei, der unter anderem vom Kreuzchor, dem Blechbläserensemble Ludwig Güttler und den Chören der Frauenkirche gestaltet wird. Im Anschluss daran fragen MDR-Reporter Ehrengäste wie Bundespräsident Horst Köhler, Ministerpräsident Georg Milbradt und Alan Russell vom Dresden-Trust nach ihren Eindrücken. In der Sendung "MDR extra: Weihe der Frauenkirche" (30. Oktober, 16.05 bis 16.30 Uhr) werden die Ereignisse des Vormittags in Bildern und in Gesprächen zusammengefasst.

Am gläsernen Studio direkt neben der Frauenkirche: Gunther Emmerlich.
Am gläsernen Studio direkt neben der Frauenkirche: Gunther Emmerlich. Bildrechte: MDR/Heinrich

Am Abend meldet sich Gunther Emmerlich aus dem gläsernen MDR-Studio direkt neben der Frauenkirche, um "Wunder Frauenkirche – Das Fest zur Weihe"(30. Oktober, 20.15 bis 21.15 Uhr) live vom Dresdner Neumarkt zu präsentieren. Der Moderator feiert gemeinsam mit den Dresdnern und ihren Gästen und trifft u.a. die Menschen, die aus der Frauenkirche ein Symbol der Versöhnung gemacht haben, wie den Herzog von Kent, der in Großbritannien Spenden für das Turmkreuz gesammelt hat. In der Sendung "Wunder Frauenkirche – Entdeckungen bei Nacht" (30. Oktober, 23.30 bis 01.00 Uhr) können die MDR-Zuschauer dann mitverfolgen, wie die Dresdner die Frauenkirche für sich entdecken. MDR-Kameras zeigen die ersten nächtlichen Eindrücke aus der imposanten Steinkuppel. Zu den Live-Bildern liefern die Moderatoren Anja Koebel und Jens Hänisch interessante Informationen von all denen, die ihren Anteil am "Wunder Frauenkirche" haben.

Nichts als ein Haufen Schutt - Der Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche

Am Montag setzt das MDR FERNSEHEN seine Berichterstattung fort. Die Dokumentation "Nichts als ein Haufen Schutt - Der Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche" (31. Oktober, 9 bis 9.30 Uhr, bereits am 30. Oktober, 17.30 Uhr im Ersten) lässt fünf Dresdner zu Wort kommen, die mit der Frauenkirche auf besondere Weise verbunden sind. In „Wiedersehen nach 60 Jahren – die alte Gemeinde und die neue Frauenkirche“ (31. Oktober, 9.30 bis 10 Uhr) steht die ehemalige Gemeinde der Frauenkirche im Mittelpunkt, die an diesem Morgen zum ersten Mal das Reformationsfest in der neuen Frauenkirche feiert. Einige der alten Gemeindemitglieder haben die Kuppel mit eigenen Augen einstürzen sehen. Für sie war die Ruine ein Ort schmerzlicher Erinnerung, aber auch ein Ort, der als Mahnmal verteidigt wurde. Sie erzählen, was ihnen der Wiederaufbau bedeutet.
Auch die Sendung "MDR extra: Willkommen in der Frauenkirche" (31. Oktober, 19.50 bis 20.15 Uhr) blickt zurück auf die Ereignisse der Nacht. Jens Hänisch spricht u.a. mit Pfarrer Stephan Fritz und mit ehemaligen Gemeindemitgliedern.

Der MDR-Hörfunk ist mit zwei Ü-Wagen vor Ort. MDR FIGARO, das Kulturradio des Mitteldeutschen Rundfunks, überträgt Gottesdienst und Festakt zur Weihe der Frauenkirche live (30. Oktober, 10 bis 13 Uhr). Im FIGARO-Radio-Café widmet sich Mechthild Baus dem Thema "Eventkirche oder die Rückkehr zum Religiösen? "(30. Oktober, 15 bis 16.30 Uhr). Am Abend sendet das Kulturradio "Die Wiedergewinnung der Frauenkirche", einen Essay von Friedrich Dieckmann (30. Oktober, 19.05 bis 19.30 Uhr), um 21.30 Uhr wird die neue Orgel der Frauenkirche vorgestellt. Sie erklingt auch auf einer von MDR FIGARO aufgenommenen CD. Außerdem sendet MDR FIGARO "Geschichten vom Retten und Bewahren der Trümmer" (29. Oktober, 9.05 bis 9.35 Uhr).

MDR 1 RADIO SACHSEN berichtet am Tag der Weihe im Vormittags- und Nachmittagsprogramm von den Ereignissen des Tages. Am Abend sind Prominente am Mikrofon, die ihre ganz persönlichen Erinnerungen an den Dresdner Barockbau wiedergeben (30. Oktober, 20 bis 22 Uhr). Anschließend wird das Feature "Die Geschichten vom schwarzen Stein - das Wunder Frauenkirche" von Wolfram Nagel gesendet (30. Oktober, 23 bis 23 Uhr).

Mit Live-Berichten vom Ort des Geschehens informiert auch MDR INFO seine Hörer. Der Sender hat bereits die ganze Woche über Geschichten von der Frauenkirche ausgestrahlt.

Bilder des Bauprojekts

Ruine der Frauenkirche, 1990
Ruine der Frauenkirche, 1990 Bildrechte: IMAGO

MDR.DE dokumentiert unter www.mdr.de/frauenkirche die Geschichte des Gotteshauses sowie seinen Wiederaufbau. So kann der Nutzer beispielsweise im Zeitraffer die Neuerschaffung der Frauenkirche nacherleben oder sich in einer Bildergalerie über den Verlauf des Bauprojekts informieren. Zudem erlaubt eine Webcam den aktuellen Blick auf die Frauenkirche. Darüber hinaus berichtet MDR.DE sowohl im Vorfeld als auch am Tag der Weihe ausführlich über die Veranstaltungen in Dresden. Dazu zählt auch die Gottesdienstübertragung per Livestream in die ganze Welt. Außerdem gibt es noch einmal einen Überblick über alle Sendungen des MDR zur Frauenkirche.