Finanzen des MDR

Hörfunk- und Fernsehprogramme zu veranstalten und Online-Angebote zu produzieren, kostet Geld. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, also auch der MDR, bekommen es durch den Rundfunkbeitrag von der Gemeinschaft.

Symbolbild Finanzen des MDR
Bildrechte: Colourbox/MDR

Hörfunk- und Fernsehprogramme zu veranstalten und Online-Angebote zu produzieren, kostet Geld. Sender und Studios müssen gebaut und unterhalten, Leitungen angemietet, Filmmaterial und Tonträger beschafft, Webseiten und Mediatheken entwickelt und gepflegt werden. Spielfilme und Übertragungsrechte, etwa von Sportveranstaltungen sind zu erwerben, Urheberrechte abzugelten, die Arbeit der festangestellten und freien Mitarbeiter zu vergüten.

Finanzierung durch die Gemeinschaft

Das für diese Leistung notwendige Geld bekommt der öffentlich-rechtliche Rundfunk, also auch der MDR, von denjenigen, für die er es verwaltet: von der Gemeinschaft. Sie finanziert mit ihren Rundfunkbeiträgen zu einem überwiegenden Teil den freien gemeinsamen Rundfunk in Deutschland, also auch die Arbeit der Landesrundfunkanstalten. Erträge aus Programmverwertung, Rundfunkwerbung oder Sponsoring machen nur einen geringen Prozentsatz aus.

Landesparlamente entscheiden über den Rundfunkbeitrag

Die Höhe der Rundfunkbeiträge können die Rundfunkanstalten nicht selbst bestimmen. Sie wird von den Landesparlamenten in Form eines Staatsvertrags aller Bundesländer festgelegt. Basis dafür ist eine Empfehlung der unabhängigen Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF).

Enge Grenzen für Werbung und Sponsoring

Die Möglichkeiten, aus Radio- und TV-Werbung sowie aus Sponsoring Einnahmen zu erzielen, sind eng begrenzt und in einer gesonderten Vereinbarung der drei Staatsvertragsländer Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt geregelt. Im Online-Bereich darf der MDR keine Werbung ausspielen.

Zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2019, 15:48 Uhr