Unterwegs in Sachsen-Anhalt | 04.12.2021 | 18:15 Uhr Musikantenfreundliche Wirtshäuser

Seit 2018 läuft die Kampagne "Musikantenfreundliches Wirtshaus" in Sachsen-Anhalt. Victoria Herrmann und Andreas Neugeboren sehen sich einige solcher Wirtshäuser und Kneipen an und werfen außerdem einen Blick auf das Köhlerhandwerk der Region.

Musiker mit Geige und Gitarre spielen für klatschende Gäste.
"Die Letzte Band der Welt" spielt für die klatschenden Gäste in "Tommis Pub" in Wernigerode. Bildrechte: MDR/Stefan Hellem

"Wo man singt, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen haben keine Lieder" – der Spruch dürfte bekannt sein. Etliche Kneipen in Sachsen-Anhalt haben das Motto einfach mal rumgedreht. Bei ihnen heißt es seit 2018: Wo man sich niederlässt, da kann man ruhig auch mal singen.

"Musikantenfreundliches Wirtshaus", so nennt sich die Kampagne, und einer der Vorreiter ist der Harzer Jodelmeister Andreas Knopf. "Am Anfang haben wir nur so für uns gespielt", sagt der Hotelier aus Altenbrak im Harz. "Doch dann wollten die Hotelgäste immer mehr davon." Inzwischen vergeht keine Woche, ohne dass Andreas Knopf mit Partnerin Martina Weber zum Akkordeon greift.

Musiktradition im Harz

Die große Musiktradition des Harzes erleben Victoria Herrmann und Andreas Neugeboren auch ein paar Kilometer weiter, an der Köhlerhütte in Hasselfelde. Auch hier war es eher Zufall, dass sich die Köhlerbrüder Immo und Sascha Feldmer ein musikalisches Standbein schufen. "Vor zehn Jahren haben wir mit dem schlichten Imbisswagen neben unseren Meilern Schluss gemacht", sagt Sascha Feldmer. Eine stattliche Köhlerhütte mit Konzertbühne entstand stattdessen. Genau das richtige Ambiente für ordentlichen "Budenzauber" nach Art des Harzes.

Impressionen vom Dreh

Rauchender Kohlenmeiler
Ein Erdmeiler, wie er wohl schon vor 1.000 Jahren ausgesehen haben mag. Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
Rauchender Kohlenmeiler
Ein Erdmeiler, wie er wohl schon vor 1.000 Jahren ausgesehen haben mag. Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
Mann neben Betonzylinder und Radlader wird gefilmt
Die Harzköhlerei Hasselfelde pflegt das Handwerk als eine der letzten Köhlereien noch ganzjährig. Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
Zwei Männer stapeln Holz und werden gefilmt
Besucher können hier vom Frühjahr bis zum Spätherbst alle Phasen der Köhlerei erleben: vom Meilerbauen bis zum "Ernten" der Holzkohle. Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
Der Köhler Sascha Fellmer und sein Vater Peter Fellmer beim "Holzkohle-Ernten".
Der Köhler Sascha Fellmer und sein Vater Peter Fellmer beim "Holzkohle-Ernten". Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
Der Meiler wird mit einem langen Spitzeisen überprüft.
Der Meiler wird mit einem langen Spitzeisen überprüft. Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
Mann und Frau mit Instrumenten auf einer Bühne werden gefilmt
Seit zehn Jahren betreibt die Köhlerfamilie Fellmer auf ihrem Gelände auch eine Gastwirtschaft, die in Form eines Meilers errichtet wurde. Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
Mann und Frau mit Instrumenten auf einer Bühne
Hier treten regelmäßig Bands auf, wie zum Beispiel die Gruppe "90 Grad" aus Braunlage. Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
Mann und Frau mit Instrumenten auf einer Bühne, davor tanzen Menschen
Victoria Herrmann und Andreas Neugeboren hält es zu deren Harz-Musik nicht auf der Bank. Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
Dreharbeiten mit der Gruppe "90 Grad" (Gitta Lüdicke und Stefan Langner).
Dreharbeiten mit der Gruppe "90 Grad" (Gitta Lüdicke und Stefan Langner). Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
Dreharbeiten mit der Gruppe "90 Grad" (Gitta Lüdicke und Stefan Langner).
Dreharbeiten mit der Gruppe "90 Grad" (Gitta Lüdicke und Stefan Langner). Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
Andreas Knopf und zwei Moderatoren
Ebenso traditionell wie das Köhlern wird im Harz auch das Jodeln betrieben. 44-facher Jodlermeister ist der Hotelier Andreas Knopf. Die Moderatoren lassen sich nach dem Besuch seiner Jodelveranstaltung erklären, worin die Kunst des Jodelns besteht. Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
Die Mitglieder der "Letzten Band der Welt" stammen teilweise aus Wernigerode: Jens Henneberg (Geige), Alex Hunger (Gitarre und Gesang) und "Heidi" Holger Fitzer (Cajon).
Die Mitglieder der "Letzten Band der Welt" stammen teilweise aus Wernigerode: Jens Henneberg (Geige), Alex Hunger (Gitarre und Gesang) und "Heidi" Holger Fitzer (Cajon). Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
Musiker und klatschendes Publikum
Die Musiker sind gern gesehene Gäste in "Tommis Pub". Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
Musiker und klatschendes Publikum
"Tommi" Fessel bekam dafür von uns prompt das Siegel "Musikantenfreundliches Gasthaus" an seine Tür gepinnt. Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
Ein Mann mit kurzen Haaren steht am Tresen eines Pubs.
Thomas "Tommi" Fessel eröffnete sein Pub im Sommer 1991, damals noch als Imbiss. Heute ist er einer der alteingesessensten Wirte in Wernigerode. Auch viele andere Musiker sind bei ihm stets gern gesehen. Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
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Ob Victoria Herrmann und Andreas Neugeboren auch in der altehrwürdigen Fachwerkstatt Wernigerode mit ihren vielen Kneipen musikalisch fündig werden, das berichten sie bei "Unterwegs in Sachsen-Anhalt – in musikantenfreundlichen Wirtshäusern."

Das Moderatoren-Team

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | 04. Dezember 2021 | 18:15 Uhr