Unterwegs in Sachsen-Anhalt | 09.11.2019 | 18:15 Uhr Auf jüdischen Spuren in Halberstadt

Reste der Synagoge von 1712
Reste der Halberstädter Synagoge von 1712. Bildrechte: MDR/Stefan Hellem

Seit dem Ende des Dreißigjährigen Krieges entwickelte sich in Halberstadt eine der bedeutendsten jüdischen Gemeinden in Deutschland. Die tolerante Judenpolitik des Großen Kurfürsten hatte daran ihren Anteil, aber auch das Wirken des Hofjuden Berend Lehmann, einer der bedeutendsten jüdischen Persönlichkeiten in Europa um 1700.

Richard Wagners "Fliegender Holländer"

Victoria Herrmann und Andreas Neugeboren haben sich unterhalb des Petershofs, des ehemaligen Bischofspalasts, auf Spurensuche begeben, dort, wo einst das Judenviertel in Halberstadt war. Trotz Naziterror, Krieg und DDR-Verlusten haben sich erstaunliche Spuren jüdischen Lebens in Halberstadt erhalten. Was das alles mit dem "Fliegenden Holländer" von Richard Wagner zu tun hat, erzählen sie bei "Unterwegs in Sachsen-Anhalt – Auf jüdischen Spuren in Halberstadt".

Impressionen vom Dreh

Modell der 1938 abgerissenen barocken Synagoge im Museum in Halberstadt
Das Modell der 1938 abgerissenen barocken Synagoge im Museum am ehemaligen Standort in Halberstadt. Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
Modell der 1938 abgerissenen barocken Synagoge im Museum in Halberstadt
Das Modell der 1938 abgerissenen barocken Synagoge im Museum am ehemaligen Standort in Halberstadt. Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
Victoria Herrmann und Andreas Neugeboren im Berend-Lehmann-Museum in Halberstadt
Victoria Herrmann und Andreas Neugeboren im Berend-Lehmann-Museum in der "Klaussynagoge" mit einem Bogen von einer Thorarolle sowie einem Thorazeiger. Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
Kamerateam dreht auf dem ältesten jüdischen Friedhof in Halberstadt
Das MDR-Kamerateam dreht auf dem ältesten jüdischen Friedhof in Halberstadt. Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
Ein Grabstein auf einem jüdischen Friedhof in Halberstadt
Grabsteine auf einem jüdischen Friedhof in Halberstadt. Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
Probe zum Fliegenden Holländer des Nordharzer Städtebundtheater in Halberstadt
Besuch der Proben zum "Fliegenden Holländer" im Nordharzer Städtebundtheater Halberstadt. Die Premiere ist am 9. November. An der großen Halberstädter Wagnertradition um 1900 – Wagner-Festpiele für die Arbeiter – haben dortige Juden maßgeblichen Anteil gehabt. Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
Mahnmal für die deportierten letzten jüdischen Halberstädter
Am Mahnmal für die 1942 deportierten letzten jüdischen Halberstädter – am Domplatz. Von den in zwei Schüben 1942 nach Theresienstadt und Auschwitz deportierten Juden kehrte niemand zurück. Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
Zwei Exemplare der ältesten in Deutschland gedruckten Talmudausgabe von Berend Lehmann
Zwei Exemplare der ältesten in Deutschland gedruckten Talmudausgabe von Berend Lehmann – um 1700. Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
Reste der Synagoge von 1712
Rest der Synagoge von 1712 – Mauerreste eines Anbaus aus dem 19. Jahrhundert. Sie wurde – anders als die meisten Synagogen in Deutschland – in der Reichspogromnacht nicht angezündet, sondern nur verwüstet, da die Nazis im engbebauten Halberstadt ein Übergreifen auf andere Gebäude befürchteten. Doch ungefähr 90 unschätzbar wertvolle Thorarollen wurden auf der Bakenstraße verbrannt. Die Synagoge wurde dann aus "Sicherheitsgründen" auf Kosten der jüdischen Gemeinde abgerissen. Bildrechte: MDR/Stefan Hellem
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Quelle: MDR/jr,ap

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | 09. November 2019 | 18:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. November 2019, 09:51 Uhr