Unterwegs in Sachsen-Anhalt | 09.05.2020 | 18:15 Uhr Im Land der 1000 Gräben

Im Frühling erkunden unsere Unterwegs-Moderatoren Victoria und Andreas das größte Sumpfgebiet Sachsen-Anhalts. Im Naturpark Drömling im Nordwesten des Landes kümmern sich Ranger inmitten unberührter Natur auch um Fledermäuse.

Dreharbeiten, Andreas steht mit Kescher in Tümpel
Andreas Neugeboren bei den Dreharbeiten Bildrechte: MDR/Christian Voigt

Während Gänse und Störche, ja selbst Frösche jetzt im Frühling eng beieinander hocken, muss das "Unterwegs"-Team Abstand wahren. Wo kann das besser gelingen, als im Land der 1000 Gräben, in einer dünn besiedelten Landschaft, im größten Niedermoor Sachsen-Anhalts.

Noch vor 300 Jahren war der Drömling ein Sumpfgebiet ohne Pfade. "Wenn man nur 10 bis 20 Schritte hineinkommt, weiß man nicht mehr, wo man ist. Ein Fremder vermag sich weder hineinzufinden noch herauszukommen", schreibt 1737 der Chronist Samuel Walter. Das ändert sich erst mit Friedrich dem Großen. Er lässt das zwischen Gardelegen und Wolfsburg gelegene Gebiet entwässern, Gräben ziehen, preußisch exakt, wie auf dem Reißbrett. Eine von Menschenhand angelegte Kulturlandschaft und doch ein Eldorado für Pflanzen und Tiere.

Auf der Spur der Fledermäuse im Naturpark Drömling

Seit knapp einem Jahr ist der Naturpark Drömling anerkannt als Biosphärenreservat. Ranger betreuen u.a. auch Fledermäuse. Da möchte man Junior-Ranger sein. Sie schauen in die Wochenstube des kleinen Abendseglers und sind ganz Ohr, was der Fachmann erzählt. "Die Mädchen werden immer auf der linken Seite beringt... mal gucken, ob sich alles ordentlich bewegt. Eine berühmte Fledermaus ist ja mal von den Hellbergen bis nach Spanien geflogen und wieder zurück, über 2.000 Kilometer, mal sehen ob das unsere auch schafft – später mal."

Unterwegs in Sachsen-Anhalt: Im Land der 1000 Gräben Impressionen von den Dreharbeiten

Dreharbeiten an Flusslandschaft mit Gedenkstein
Diesmal gings für das Unterwegs-Team in den Drömling im Nordwesten Sachsen-Anhalts. Auch das größte Sumpfgebiet des Landes hat ein Deutsches Eck. Bildrechte: MDR/Ute Feudel
Dreharbeiten an Flusslandschaft mit Gedenkstein
Diesmal gings für das Unterwegs-Team in den Drömling im Nordwesten Sachsen-Anhalts. Auch das größte Sumpfgebiet des Landes hat ein Deutsches Eck. Bildrechte: MDR/Ute Feudel
1: Dreharbeiten Frau hackt Holz im Freien 2: Dreharbeiten an Flusslandschaft 3: Zwei Frauen in einer Nähstube 4: Park mit Bänken, Skulpturen und Springbrunnen 5: Dreharbeiten an Flusslandschaft 6: Blick auf Flusslandschaft Quelle/Rechte: MDR/Ute Feudel +++ 7: Dreharbeiten Mann steht mit Kescher in Tümpel Quelle/Rechte: MDR/Christian Voigt +++ 8: Dreharbeiten Menschen stehen auf Wiese und winken Quelle/Rechte: MDR/Andrey Paneff
Gedreht wurde in viel unberührter Natur – Blick auf die Flachwasserzone bei Piplockenburg. Bildrechte: MDR/Ute Feudel
Blick auf Flusslandschaft
Die Region ist ein Paradies für Gänse, Kraniche und Seeadler. Bildrechte: MDR/Ute Feudel
Dreharbeiten, Andreas steht mit Kescher in Tümpel
Im Kämkerhorst ging's für Andreas ans Tümpeln. Bildrechte: MDR/Christian Voigt
Dreharbeiten, Vicky beim Holzhacken
Im Wiesencafé Breiteiche half Victoria beim Holzhacken. Bildrechte: MDR/Ute Feudel
Zwei Frauen in einer Nähstube 4: Park mit Bänken, Skulpturen und Springbrunnen 5: Dreharbeiten an Flusslandschaft 6: Blick auf Flusslandschaft Quelle/Rechte: MDR/Ute Feudel +++ 7: Dreharbeiten Mann steht mit Kescher in Tümpel Quelle/Rechte: MDR/Christian Voigt +++ 8: Dreharbeiten Menschen stehen auf Wiese und winken Quelle/Rechte: MDR/Andrey Paneff
Auch der Nähzirkus auf dem Kreativhof Kunrau wurde von unseren Moderatoren besucht. Bildrechte: MDR/Ute Feudel
Dreharbeiten Menschen stehen auf Wiese und winken
Einen herzlichen Empfang gab es auch auf dem Mariannenhof der Evangelischen Stiftung Neinstedt. Bildrechte: MDR/Andrey Paneff
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Victoria Herrmann und Andreas Neugeboren sind mit Neugier und allem derzeit gebotenen Abstand unterwegs im Land der 1000 Gräben! Sie besuchen die abgelegenen Gehöfte, die hier Kolonie oder Horst heißen, und schauen, wie die Menschen, die sonst für den Tourismus leben, mit der neuen Situation klarkommen.

Unsere Moderatoren

Quelle: MDR/agz

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | 09. Mai 2020 | 18:15 Uhr