Unterwegs in Sachsen | MDR FERNSEHEN | 06.06.2020 | 18:15 Uhr Auf den Spuren der Saxonia

Der Nachbau von Deutschlands erster Dampflokomotive "Saxonia" fährt am Samstag (12.07.2008) in Dresden während eines Eisenbahnfestes mit Gästen auf dem Führerstand. Anlass ist der 200. Geburtstag ihres Erfinders in diesem Jahr. Professor Johann Andreas Schubert gilt auch als Erbauer der Göltzschtalbrücke und des Dampfschiffes "Königin Maria". Die ursprünglische "Saxonia" wurde in Dresden gebaut und war am 8. April 1839 bei der Eröffnung der ersten deutschen Ferneisenbahn zwischen Leipzig und Dresden unterwegs.
Nachbau von Deutschlands erster Dampflokomotive "Saxonia" Bildrechte: dpa

"Kein Monarch der Erde ist früher so schnell und zugleich so glatt gefahren", notiert Pfarrer Wehrhan 1840 voller Begeisterung am Ende seiner Dampfwagenfahrt nach Leipzig. Das Eisenbahnzeitalter war angebrochen. Nicht mehr drei Tage, sondern nur noch drei Stunden brauchte man von Dresden in die Messemetropole.

Eisenbahnprofessor Schubert wurde zur Legende

Der Mann, der mit der "Saxonia" die erste deutsche Lokomotive auf die Schiene stellte, starb vor 150 Jahren in Dresden: Johann Andreas Schubert. In Sachsen ist er gleichsam zur Legende geworden.

Moderatorin Beate Werner erinnert an den Eisenbahnprofessor, dessen Name für herausragende Entwicklungs- und Ingenieurleistungen steht. Das erste Elbe-Dampfschiff "Königin Maria" und die größte Ziegelsteinbrücke der Welt, die "Göltzschtalbrücke", gehören ebenso zu Schuberts Lebenswerk.

Spurensuche in Dresden

Außenansicht des Verkehrsmuseums im Johanneum zu Dresden.
Spurensuche im Dresdner Verkehrsmuseum Bildrechte: MDR/L. Müller

Beate Werner begibt sich in Dresden auf Spurensuche. Bekannte Straßen und Plätze - Orte, an denen Schubert lebte und arbeitete, vermitteln neue Facetten. Gemeinsam mit Kustos Sven Bracke wird die Moderatorin die originalgetreu nachgebaute "Saxonia" im Dresdner Verkehrsmuseum in Augenschein nehmen.

Der Besuch im Maschinenraum eines historischen Raddampfers der Weißen Flotte lässt ahnen, warum Schubert der Sicherheit von Dampfkesseln größte Bedeutung zukommen ließ. Und auf der Laubegaster Werft gibt es einen besonders seltenen Blick zu erhaschen: ein  Dampfschiff "von unten".

Erzählen wird die Moderatorin auch, warum Johann Andreas Schubert vom sächsischen König erst im hohen Alter gewürdigt wurde und was Dresdner Eierschecke, Sommertheater an der Elbe und "Zappelschränke" mit dem Professor zu tun haben.

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MDR FERNSEHEN Sa, 06.06.2020 18:15 18:45

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Auf den Spuren der Saxonia

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