Der Jeschken leuchtet mit seinem Fernsehturm und integriertem Hotel schon aus weiter Ferne. Lausche und Jeschken liegen nur 45 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt.
Bildrechte: MDR/Heike Riedel

Unterwegs in Sachsen | MDR FERNSEHEN | 14.09.2019 | 18:15 Uhr … auf dem Kammweg durchs Lausitzer Gebirge

Der Jeschken leuchtet mit seinem Fernsehturm und integriertem Hotel schon aus weiter Ferne. Lausche und Jeschken liegen nur 45 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt.
Bildrechte: MDR/Heike Riedel

Als vor über hundert Jahren Sommerfrischler und Wanderer die Berge erklimmen und der Fremdenverkehr sich entwickelt, wird auch die Sehnsucht geweckt, die Gebirge in großen Distanzen zu überschreiten. Die Voraussetzungen sind gut, denn auf vielen Gipfeln wie der Lausche oder dem Jeschken existieren bereits Wanderherbergen und lokale Rundwege.

Ein Kamm mit vier Zinken: Der Kammweg Jeschken-Rosenberg

Aber es bedarf der gemeinsamen Anstrengung von vier Gebirgsvereinen aus Nordböhmen, der Lausitz, der Böhmischen Schweiz, sowie dem Jeschken- und Isergebirge, diesen Höhenweg letztendlich anzulegen. 1904 ist es vollbracht. Die einheitliche Wandermarkierung - ein Kamm mit vier Zinken - kennzeichnet eindeutig den Kammweg Jeschken-Rosenberg.

Ein kleines Paradies in Nordböhmen

Moderatorin Beate Werner wandert ein Stück auf dem historischen Kammweg zwischen der Lausche und dem Jeschken. Mit dem Waltersdorfer Baudenwirt Ralf Fichte steigt sie aufs E-Bike. Sie lernt, was die bildschönen Umgebindehäuser mit Kaffee zu tun haben, darf bei den böhmischen Glasbläsern in Lindenau selbst eine Vase formen und entdeckt kurz vor dem Ziel ein kleines Paradies zum Urlaub machen: Kryštofovo Údolí, deutsch Christophsgrund, gilt als eines der schönsten Bergdörfer Nordböhmens. 

Panoramablick vom Jeschken

Der Fernsehturm, Jeschken
Ausflugsziel für Wanderer: Der Jeschken (1.010 m) Bildrechte: Colourbox.de

Höhepunkt der Tour ist der weithin sichtbare 1.010 m hohe Jeschken. Der markante, futuristisch anmutende Fernsehturm auf seinem Gipfel ist jedes Jahr Ziel für tausende Wanderer. Beate Werner genießt mit ihnen den herrlichen Panoramablick und kann von hier noch einmal zurückschauen zur Lausche, dem Ausgangspunkt ihrer Reise. 

Zuhause ist es am schönsten finden die Unterwegs-Moderatorinnen aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Und deshalb ist die Sendung eine Fundgrube für Leute, die in Mitteldeutschland neue Attraktionen, spannende Geschichten und pure Idylle erleben wollen. Entdeckungen, die nicht in jedem Reiseführer stehen.

Unsere Vorgucker

Bilderstrecke

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Mit dem Naturparkexpress reist Beate Werner durchs Zittauer Gebirge. Vom Doppeldeckerbus hat sie eine ausgezeichnete Sicht auf die lieblichen Gebirgsorte wie Oybin, Johnsdorf und Waltersdorf.
Mit dem Naturparkexpress reist Beate Werner durchs Zittauer Gebirge. Vom Doppeldeckerbus hat sie eine ausgezeichnete Sicht auf die lieblichen Gebirgsorte wie Oybin, Johnsdorf und Waltersdorf. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Mit dem Naturparkexpress reist Beate Werner durchs Zittauer Gebirge. Vom Doppeldeckerbus hat sie eine ausgezeichnete Sicht auf die lieblichen Gebirgsorte wie Oybin, Johnsdorf und Waltersdorf.
Mit dem Naturparkexpress reist Beate Werner durchs Zittauer Gebirge. Vom Doppeldeckerbus hat sie eine ausgezeichnete Sicht auf die lieblichen Gebirgsorte wie Oybin, Johnsdorf und Waltersdorf. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Der 3,3 Kilometer lang gestreckte Ort Waltersdorf ist für Freizeitradler schon eine Herausforderung, denn es geht immer bergauf.
Der 3,3 Kilometer lang gestreckte Ort Waltersdorf ist für Freizeitradler schon eine Herausforderung, denn es geht immer bergauf. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Auch mit dem Rad kann man den Kammweg befahren. Auf der Teilstrecke Waltersdorf- Myslivny/Jägerdörfel rollen die Drahtesel von Beate Werner und vom Sonnebergbaudenwirt  Ralf Fichte wie von selbst.
Mit dem Rad auf dem Kammweg. Auf der Teilstrecke Waltersdorf-Myslivny/Jägerdörfel radeln Beate Werner und Sonnebergbaudenwirt Ralf Fichte. Bildrechte: Heike Riedel
Die Lausche als höchste Erhebung im Zittauer Gebirge ist schon vor hundert Jahren ein beliebtes Ausflugsziel. Der 1904 eröffnete Kammweg Jeschken-Rosenberg führte über die Lausche, wo Fernwanderer damals auch in einer der beiden Bauden gut übernachten konnten.
Die Lausche als höchste Erhebung im Zittauer Gebirge ist schon vor hundert Jahren ein beliebtes Ausflugsziel. Der 1904 eröffnete Kammweg Jeschken-Rosenberg führte über die Lausche, wo Fernwanderer damals auch in einer der beiden Bauden gut übernachten konnten. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Auf dem Lausche-Gipfel steht Jana Mottlová aus Großschönau. Der Berg hat für sie einen besonderen Stellenwert. So wie die Lausche halb deutsch und halb tschechisch ist, so fühlt sich die Deutsch-Tschechin hier immer an ihre zweigeteilte Biographie erinnert.
Auf dem Lausche-Gipfel steht Jana Mottlová aus Großschönau. Der Berg hat für sie einen besonderen Stellenwert. So wie die Lausche halb deutsch und halb tschechisch ist, so fühlt sich die Deutsch-Tschechin hier immer an ihre zweigeteilte Biographie erinnert. Bildrechte: Heike Riedel
Die Sonnenbergbaude in Neuwaltersdorf ist auf die Anfragen der Fernwanderer oder Radwanderer bestens vorbereitet. Vor vier Jahren wurden die ersten 60 Kilometer des historischen Kammweges wieder neu beschildert und der Höhenwanderweg erlebt seine Renaissance.
Die Sonnenbergbaude in Neuwaltersdorf ist auf die Anfragen der Fernwanderer oder Radwanderer bestens vorbereitet. Vor vier Jahren wurden die ersten 60 Kilometer des historischen Kammweges wieder neu beschildert und der Höhenwanderweg erlebt seine Renaissance. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Auch der Naturparkbeauftragte Peter Pachl aus Waltersdorf setzte sich für die Wiederbelebung des historischen Kammwegs Jeschken-Rosenberg ein. Die Landkreisverwaltung in Görlitz und das Kreisamt in Liberec zogen an einem Strang. Weitere Streckenabschnitte wie der im  Iser- bzw. im Riesengebirge werden derzeit markiert.
Auch der Naturparkbeauftragte Peter Pachl aus Waltersdorf setzte sich für die Wiederbelebung des historischen Kammwegs Jeschken-Rosenberg ein. Die Landkreisverwaltung in Görlitz und das Kreisamt in Liberec zogen an einem Strang. Weitere Streckenabschnitte wie der im  Iser- bzw. im Riesengebirge werden derzeit markiert. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Der Jeschken leuchtet mit seinem Fernsehturm und integriertem Hotel schon aus weiter Ferne. Lausche und Jeschken liegen nur 45 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt.
Der Jeschken leuchtet mit seinem Fernsehturm und dem Hotel schon aus weiter Ferne. Lausche und Jeschken liegen nur 45 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Auf dem Jeschken-Plateau herrscht Trubel. Bei sengender Hitze wird das Gespräch mit der jungen Hotelmanagerin Milena Lanska vorbereitet. Sie spricht über die Geschichte des Funkturms und welch innige Beziehung die Menschen in Lieberec verbindet. Der Turm wurde vom inzwischen verstorbenen tschechischen Architekten Karel Hubáček von der Firma  SIAL aus Liberec entworfen.
Auf dem Jeschken-Plateau herrscht Trubel. Bei sengender Hitze wird das Gespräch mit der jungen Hotelmanagerin Milena Lánská vorbereitet. Sie spricht über die Geschichte des Funkturms und welch innige Beziehung die Menschen in Liberec verbindet. Der Turm wurde vom inzwischen verstorbenen tschechischen Architekten Karel Hubáček von der Firma SIAL aus Liberec entworfen. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Am Fuße des Jeschkengebirges liegt die Sommerfrische  Kryštofovo Údolí/Christophsgrund. Ursprünglich lebten hier Bergleute, um 1700 gab es im langgestreckten Dorf 111 Wirtschaften. Gästeführerin Jitka Alberti führt Beate Werner durch den Ort.
Am Fuße des Jeschkengebirges liegt die Sommerfrische Kryštofovo Údolí/Christophsgrund. Ursprünglich lebten hier Bergleute, um 1700 gab es im langgestreckten Dorf 111 Wirtschaften. Gästeführerin Jitka Alberti führt Beate Werner durch den Ort. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
In Christophsgrund erfreuen die zahlreichen, gut erhaltenen bis zu 300 Jahre alten Umgebindehäuser, die Besucher. Hier dominiert die klassische Farbgebung in schwarz/weiß.
In Christophsgrund erfreuen die zahlreichen, gut erhaltenen bis zu 300 Jahre alten Umgebindehäuser, die Besucher. Hier dominiert die klassische Farbgebung in schwarz/weiß. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Wie es sich zutrug, dass in eine ehemalige Textilfabrik nun Glasbläser eingezogen sind und weltweit gefragte Kronleuchter herstellen, erfährt Beate Werner in  in der Glasfabrik Lasvit Ajeto in Lindava.
Wie es sich zutrug, dass in eine ehemalige Textilfabrik nun Glasbläser eingezogen sind und weltweit gefragte Kronleuchter herstellen, erfährt Beate Werner in in der Glasfabrik Lasvit Ajeto in Lindava. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
23 Glasbläser und Glasschleifer arbeiten in Lindava. Neugieriges Publikum ist ausdrücklich erwünscht. Auf einer umlaufenden Galerie können die Schaulustigen  den Glasmachern  über die Schulter schauen.
23 Glasbläser und Glasschleifer arbeiten in Lindava. Neugieriges Publikum ist ausdrücklich erwünscht. Auf einer umlaufenden Galerie können die Schaulustigen den Glasmachern über die Schulter schauen. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Exklusive Kronleuchter aber auch Siegertrophäen für die Teilnehmer der diesjährigen Tour de France fertigt Lasvit Ajeto. Diese meisterhaft gefertigten Pokale aus Kristallglas  mit ihren regelmäßigen Quadraten bekamen die diesjährigen Radprofis in Paris überreicht. Beate Werner hält eines der Muster in ihren Händen.
Exklusive Kronleuchter aber auch Siegertrophäen für die Teilnehmer der diesjährigen Tour de France fertigt Lasvit Ajeto. Diese meisterhaft gefertigten Pokale aus Kristallglas mit ihren regelmäßigen Quadraten bekamen die diesjährigen Radprofis in Paris überreicht. Beate Werner hält eines der Muster in ihren Händen. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Vom Schloss Lemberk/Lämberg hat der Besucher einen der schönsten Blicke auf das Lausitzer/ Zittauer Gebirge.
Vom Schloss Lemberk/Lämberg hat der Besucher einen der schönsten Blicke auf das Lausitzer/Zittauer Gebirge. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
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