Unterwegs in Sachsen | MDR FERNSEHEN | 05.02.2022 | 18:15 Uhr Im Marienberger Schneegestöber

Marienberg
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Der Marienberger Ortsteil Kühnheide vermeldet immer wieder Kälterekorde. Und auch die Erzgebirgsstadt Marienberg selbst kann sich im Winter oft über weiße Pracht auf ihren Plätzen und in den Gassen freuen. Deshalb kennt hier die Begeisterung für den Wintersport keine Grenzen. Über 100 km gezogene Loipenspuren laden ein bis hinauf auf den Erzgebirgskamm und bieten Winterspaß, den sich auch Moderatorin Beate Werner nicht entgehen lassen möchte.

Das Ortseingangsschild Kühnhaide, einem Ortsteil der sächsischen Stadt Marienberg im Erzgebirgskreis.
Bekannt für seine Kälte-Rekorde: Kühnhaide, ein Ortsteil der sächsischen Stadt Marienberg im Erzgebirgskreis. Bildrechte: dpa

Erinnerungen an die Spartakiade 1974

Sie trifft sich mit dem Marienberger Nordischen Kombinierer Gunter Schmieder. Der zweifache Teilnehmer an den Olympischen Winterspielen 1980 in Lake Placid und 1984 in Sarajevo hat am 891 m hohen Hirtstein seine Skier dabei und erklärt der Moderatorin so manch nützlichen Kniff im Skilanglauf. Und er erinnert sich noch gut an den Trubel zur X. Kinder- und Jugendspartakiade 1974, als die Betten für 400 Spartakiade-Gäste hergerichtet, Verpflegungsbeutel gepackt und Skispur und Sprungschanze präpariert werden mussten. Jeder Betrieb der Kreisstadt schickte Mitarbeitende, um die Spartakiade abzusichern.

Mit dem Eiskunstläufer Jan Hoffmann als Fahnenträger an der Spitze (r) zieht die DDR-Mannschaft beim Einmarsch der Nationen zur feierlichen Eröffnung der XIII. Olympischen Winterspiele in das Stadion von Lake Placid ein. 1980
Erinnerungen werden wach: Die Wintersportler aus der DDR beim Einmarsch zur feierlichen Eröffnung der Olympischen Winterspiele 1980 in Lake Placid. Bildrechte: dpa

Faszinierende Luftaufnahmen

Gegründet wurde Marienberg vor 500 Jahren als Bergstadt. Gediegenes Silber wartete im Marienberger Revier darauf, gefördert zu werden. Der sächsische Herzog Heinrich der Fromme legte die Stadt 1521 für die vielen Bergleute und Bergbeamten an. Wie Gästeführerin Marie der Moderatorin berichtet, verpflichtete der sächsische Herzog den Universalgelehrten und Arzt Ulrich Rühlein von Calw als Stadtplaner. Am Reißbrett entworfen, wuchs die Stadt rasant, wovon das vierstöckige Bergmagazin mit seiner reichen Museumssammlung Zeugnis ablegt. Faszinierende Luftaufnahmen im Schnee lassen die Konturen des quadratisch angelegten Marktes hervortreten.

Außergewöhnlich reizvolle Winter

Im tief eingeschnittenen Tal der "Schwarzen Pockau" haben die Winter einen außergewöhnlichen Reiz. Beate Werner findet die Stellen, wo sich Eis und Schnee besonders hartnäckig halten, bewundert die bizarr aufragenden Felsen am Katzenstein und trifft auf ein gastfreundliches Feriendorf mit Kälte liebenden Stuten. Ohne Winter wäre es hier auch, aber anders schön.

Die Kirche und Häuser von Kühnhaide sind von Schnee umgeben.
Reizvoll und erholsam: Kühnhaide versinkt im Schnee Bildrechte: dpa

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MDR FERNSEHEN Sa, 05.02.2022 18:15 18:45
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