Vom Panoramazimmer des Zinnwalder Hotels Lugsteinhof  bietet sich der Blick über den Kamm des Osterzgebirges.
Bildrechte: MDR/Heike Riedel

Unterwegs in Sachsen | MDR FERNSEHEN | 07.12.2019 | 18:15 Uhr ... auf der Hohen Tour zwischen Schellerhau und Schöna

Vom Panoramazimmer des Zinnwalder Hotels Lugsteinhof  bietet sich der Blick über den Kamm des Osterzgebirges.
Bildrechte: MDR/Heike Riedel

Wenn der erste Schnee fällt oder Raureif die Ebereschen und Lärchen verzaubert, dann sind die sächsischen Wintersportler nicht mehr zu halten und so manch einer entschließt sich zur "Hohen Tour" im Osterzgebirge. Moderatorin Beate Werner hat sich diese Mittelgebirgsroute vorgenommen - von Schellerhau nach Schöna.

Erstbefahren wurde die Strecke 1958 von Dresdner Bergsteigern. Start war im beliebten Urlauberort Schellerhau, denn dort gab es viele Pensionen und Gehöfte, wo man Quartier nehmen konnte. Der FDGB brachte pro Gästebelegung 1.700 Urlauber in den Ort. In nahezu jedem Haus wurde vermietet.

Das höchstgelegene Hotel im Osterzgebirge

Auch das Ministerium für Staatssicherheit hatte ein Interesse an der Gegend und errichtete ein modernes Urlauberheim in Zinnwald-Georgenfeld. In nur zwei Jahren wurde das Ferienheim "Am Lugstein" trotz widriger Wetterbedingungen hochgezogen. Heute wirbt es als Hotel Lugsteinhof damit, das höchstgelegene Hotel im Osterzgebirge zu sein. Und wenn es im Winter schneit, dann ganz sicher am Lugstein - wissen auch die hiesigen Mitglieder vom Wetterverein Zinnwald-Georgenfeld zu berichten.

Winterwanderung im erzgebirgischen Advent

Warm eingepackt absolviert Beate Werner einige Abschnitte auf der 60 km langen Hohen Tour. Wegen ihrer Wetterexponiertheit birgt die Tour durchaus Gefahren. Einen Kompass hatten die Wanderer in den fünfziger Jahren übrigens immer in der Skihose ...
Warm eingepackt absolviert Beate Werner einige Abschnitte auf der 60 km langen Hohen Tour. Bildrechte: MDR/Heike Riedel

Auf ihrer Wanderung entlang der deutsch-tschechischen Grenze besucht Beate Werner das Grenzdorf Fürstenau, backt Plätzchen mit dem ehemaligen Fürstenauer Bürgermeister Hellmuth Günther und schaut im exklusiven Ferienhaus Bergwiese vorbei.

Die "Hohe Tour" streift so markante Gipfel wie den Mückenberg, den Schneeberg und den Zirkelstein, bevor sie an der Elbe in Schöna endet. Eine lange, stimmungsvolle Winterwanderung in den erzgebirgischen Advent.

Unser Vorgucker

Beate Werner und Wanderleiter Gerd Heinrich 1 min
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Bilderstrecke

Unterwegs in Sachsen | 07.12.2019 | 18:15 Uhr Bildergalerie ... auf der Hohen Tour zwischen Schellerhau und Schöna

Beate Werner erfährt vom  Wanderleiter Gerd Heinrich, wie sich der Fremdenverkehr um 1880 im Gebirgsdorf Schellerhau entwickelte. Zur Wanderroute 'Hohe Tour' brechen Dresdner Bergsteiger seit 1958 Jahr für Jahr auf, weil man in Schellerhau mit den vielen Wanderquartieren schon damals auf Urlauber eingerichtet war.
Beate Werner erfährt vom Wanderleiter Gerd Heinrich, wie sich der Fremdenverkehr um 1880 im Gebirgsdorf Schellerhau entwickelte. Die Hohe Tour liefen erstmals Dresdner Bergsteiger im Jahr 1958. Weil sie eine Unterkunftshütte in Schellerhau besaßen, starteten sie von dort. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Beate Werner erfährt vom  Wanderleiter Gerd Heinrich, wie sich der Fremdenverkehr um 1880 im Gebirgsdorf Schellerhau entwickelte. Zur Wanderroute 'Hohe Tour' brechen Dresdner Bergsteiger seit 1958 Jahr für Jahr auf, weil man in Schellerhau mit den vielen Wanderquartieren schon damals auf Urlauber eingerichtet war.
Beate Werner erfährt vom Wanderleiter Gerd Heinrich, wie sich der Fremdenverkehr um 1880 im Gebirgsdorf Schellerhau entwickelte. Die Hohe Tour liefen erstmals Dresdner Bergsteiger im Jahr 1958. Weil sie eine Unterkunftshütte in Schellerhau besaßen, starteten sie von dort. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Die 'Schöne Aussicht' in Schellerhau  ist nur wenige Meter vom Gasthaus Sachsenruh entfernt und bietet sich für Dreharbeiten hervorragend an.
Die "Schöne Aussicht" in Schellerhau ist nur wenige Meter vom Gasthaus Sachsenruh entfernt und bietet sich für Dreharbeiten hervorragend an. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Pfarrer David Keller ist es eine Herzensangelegenheit, über die Geschichte der Exulantenkirche in Zinnwald zu berichten.
Pfarrer David Keller ist es eine Herzensangelegenheit, über die Geschichte der Exulantenkirche in Zinnwald zu berichten. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Vom Panoramazimmer des Zinnwalder Hotels Lugsteinhof  bietet sich der Blick über den Kamm des Osterzgebirges.
Die Landesgrenze wurde nach 1620 auch eine Glaubensgrenze. Von Hinter- und Vorderzinnwald - dem heutigen Cínovec und Přední Cínovec flohen die Luther-Anhänger und fanden in Georgenfeld Zuflucht. Die Siedlung wurde nach Johann Georg II benannt. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Vom Panoramazimmer des Zinnwalder Hotels Lugsteinhof  bietet sich der Blick über den Kamm des Osterzgebirges.
Vom Panoramazimmer des Zinnwalder Hotels Lugsteinhof bietet sich der Blick über den Kamm des Osterzgebirges. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Hotelchef Jochen Löbel berichtet, warum das Ministerium für Staatssicherheit ausgerechnet auf dem Kamm des Erzgebirges in Grenznähe zur damaligen ČSSR ein Ferienheim für seine Mitarbeiter errichtete.
Hotelchef Jochen Löbel berichtet, warum das Ministerium für Staatssicherheit ausgerechnet auf dem Kamm des Erzgebirges in Grenznähe zur damaligen ČSSR ein Ferienheim für seine Mitarbeiter errichtete. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Warum steht in Zinnwald bei amtlich verbrieften 222 Nebeltagen eine Sonnenuhr?
Warum steht in Zinnwald bei amtlich verbrieften 222 Nebeltagen eine Sonnenuhr? Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Der Ski-Tage-Zaun mit seinen 48 Sportskiern lässt uns exakt die Abfolge schneearmer und schneereicher Winter in Zinnwald-Georgenfeld seit 1970/71 nachvollziehen. Jedes Jahr kommt ein Skie hinzu. Dieser international einmalige Wetterlebnispfad des Zinnwalder Wettervereins macht neugierig auf das Wettergeschehen auf dem Kamm.
Der Ski-Tage-Zaun mit seinen 48 Sportskiern lässt uns exakt die Abfolge schneearmer und schneereicher Winter in Zinnwald-Georgenfeld seit 1970/71 nachvollziehen. Jedes Jahr kommt ein Ski hinzu. Dieser international einmalige Wetterlebnispfad des Zinnwalder Wettervereins macht neugierig auf das Wettergeschehen auf dem Kamm. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Warm eingepackt absolviert Beate Werner einige Abschnitte auf der 60 km langen Hohen Tour. Wegen ihrer Wetterexponiertheit birgt die Tour durchaus Gefahren. Einen Kompass hatten die Wanderer in den fünfziger Jahren übrigens immer in der Skihose ...
Warm eingepackt absolviert Beate Werner einige Abschnitte auf der 60 km langen Hohen Tour. Wegen ihrer Wetterexponiertheit birgt die Tour durchaus Gefahren. Einen Kompass hatten die Wanderer in den fünfziger Jahren übrigens immer in der Skihose ... Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Lenka Navrátilová ist in der komfortablen Lage, auch dienstlich mit der stadteigenen Sesselbahn fahren zu dürfen. Seit 1836 gab es drei Anläufe, die Sesselschwebebahn zu bauen. Baustart war dann im Jahr 1951. Heute ist sie die längste ihrer Art in Tschechien. Sie fährt auch im Winter.
Lenka Navrátilová aus Krupka ist in der komfortablen Lage, auch dienstlich mit der stadteigenen Sesselbahn fahren zu dürfen. Seit 1836 gab es drei Anläufe, die Sesselschwebebahn zu bauen. Baustart war dann im Jahr 1951. Heute ist sie die längste ihrer Art in Tschechien. Sie fährt auch im Winter. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
In der Küche des Fürstenauer Wohnhauses bei Familie Günther erfährt Beate Werner,  wie bis 1989 die Staatsgrenze zwischen der DDR und ČSSR gesichert wurde. Der langjährige Bürgermeister Hellmuth Günther kannte die Grenzsoldaten auch persönlich.
In der Küche des Fürstenauer Wohnhauses bei Familie Günther erfährt Beate Werner,  wie bis 1989 die Staatsgrenze zwischen der DDR und ČSSR gesichert wurde. Der langjährige Bürgermeister Hellmuth Günther kannte die Grenzsoldaten auch persönlich. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Die Kamera muss nach ihrem Einsatz in Schnee und Kälte auf dem Ofen erst einmal gewärmt werden.
Die Kamera muss nach ihrem Einsatz in Schnee und Kälte auf dem Ofen erst einmal gewärmt werden. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Die Hohe Tour führt auch zum  Děčíner Schneeberg. Der 723 hohe Sandsteingipfel ist der längste Tafelberg in der Sächsisch-böhmischen Schweiz.
Die Hohe Tour führt auch zum Děčíner Schneeberg. Der 723 hohe Sandsteingipfel ist der längste Tafelberg in der Sächsisch-böhmischen Schweiz. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Auf dem Gipfelplateau des Děčíner Schneebergs berichtet Sven Czastka über die Aktivitäten, die seine Agentur anbietet, wie Klettertouren, Radwanderungen oder Bootstouren auf der Elbe. Keine Angst, Sven Czastka spricht hervorragend deutsch.
Auf dem Gipfelplateau des Děčíner Schneebergs berichtet Sven Czastka über die Aktivitäten, die seine Agentur anbietet, wie Klettertouren, Radwanderungen oder Bootstouren auf der Elbe. Keine Angst, Sven Czastka spricht hervorragend deutsch. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
Den Zirkelstein streift man als letzten markanten Gipfel auf der Hohen Tour. Die scharfe  kühle Höhenluft ist nun mildem Föhn gewichen. Rund 650 Höhenmeter durchschreitet der Hohe-Tour-Geher auf der gut 60 km langen Strecke.
Den Zirkelstein streift man als letzten markanten Gipfel auf der Hohen Tour. Die scharfe  kühle Höhenluft ist nun mildem Föhn gewichen. Rund 650 Höhenmeter durchschreitet der Hohe-Tour-Geher auf der gut 60 km langen Strecke. Bildrechte: MDR/Heike Riedel
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Unterwegs in Sachsen

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