Pläne im All


Welche Nationen planen neue Mondmissionen?

China gelang am 3. Januar 2019 ein spektakuläres Manöver. Die Volksrepublik landete mit einer Sonde auf der erdabgewandten Seite des Mondes. Es ist der jüngste Höhepunkt der Raumfahrt zum Mond. Eine ganze Reihe weiterer Missionen sind geplant. 2028 sollen Astronauten wieder auf dem Mond landen, sogar eine dauerhaft bewohnte Basis ist geplant. Zuvor will Indien mit einem Landemodul und einem Rover auf dem Mond landen, Start soll noch im Januar 2019 sein. Als nächstes will SpaceIL aus Israel mit einer Sonde auf dem Mond aufsetzen. Das soll im Frühjahr 2019 passieren. Weitere Orbiter und Lander werden aktuell von Japan, den USA, China, Südkorea und Russland vorbereitet.


Welche neuen Raumfahrtakteure starten demnächst?

In den vergangenen 20 Jahren gab es einen regelrechten Boom von Firmengründungen, nicht nur in den USA sondern auch in China und anderen Staaten. Die kommerzielle Raumfahrt könnte bald zur Regel werden. Einerseits sind Unternehmen wie SpaceX zunächst Dienstleister der Raumfahrtagenturen wie NASA und Co.. Doch bald wollen sie auch Touristen ins All bringen oder Bergbau im All betreiben.


Wann könnten Menschen den Mars betreten?

Eine bemannte Mission zum Mars liegt noch in weiter Ferne, auch wenn sich beispielsweise die NASA dieses Ziel fest gesetzt hat. Es müssen allerdings zahlreiche enorme Probleme überwunden werden, wovon der lange Aufenthalt der Astronauten im All beim Hin- und Rückflug eines der größeren ist. Einerseits sind die Menschen in jeweils 250 Tagen des Hin- und Rückflugs enormen Dosen kosmischer Strahlung ausgesetzt, die schwere gesundheitliche Schäden nach sich ziehen können. Zum anderen degenerieren Muskeln bei langem Aufenthalt in Schwerelosigkeit, so dass schon die im Vergleich zur Erde leicht schwächere Anziehungskraft des Mars zur echten Herausforderung werden könnte. Ein drittes Problem ist das Immunsystem. Aktuelle Experimente in der Antarktis legen nahe, dass ein längerer Aufenthalt in einer sauerstoffarmen Umgebung zu starken allergischen Reaktionen der Immunabwehr führt.


Was sind die wichtigsten Projekte für die Weltraumforschung?

Um mehr über das Weltall, seine Entstehung und Leben auf anderen Planeten herauszufinden, muss die Menschheit nicht unbedingt hinfliegen. Neue Teleskope wie das James Webb Weltraumteleskop der NASA oder das Extremely Large Teleskope der Europäischen Südsternwarte werden ganz neue Einblicke über Planeten im Orbit fremder Sterne liefern. So sollen beispielsweise Beobachtungen möglich werden, ob andere, erdähnliche Planeten eine Atmosphäre haben und falls ja, wie diese Gashüllen zusammengesetzt sind. Wird dort beispielsweise Sauerstoff gefunden, wäre das ein deutlicher Hinweis darauf, dass auf einer Welt Leben möglich ist.


Gibt es Leben auf anderen Planeten?

Bislang gibt es keine nachgewiesenen Beobachtungen außerirdischen Lebens. Allerdings haben Wissenschaftler auf einigen auf die Erde abgestürzten Meteoren Aminosäuren entdeckt, die nicht von unserer Welt stammen. Aminosäuren sind die Bausteine für Eiweiße, also die Elemente, aus denen jedes Lebewesen auf der Erde zusammengesetzt ist. Es ist also durchaus wahrscheinlich, dass diese Bausteine auch auf anderen Planeten vorhanden sind und sich zu Leben zusammensetzen, wenn die Bedingungen stimmen.

Diese Voraussetzungen wiederum sind allerdings ziemlich hoch: Beispielsweise müssen die Temperaturen aus der Oberfläche stimmen. Das geht nur, wenn ein Planet seinen Stern im richtigen Abstand umkreist. Auch darf seine Masse nicht zu groß sein, weil ansonsten seine Anziehungskraft zu stark ist und alle Lebewesen praktisch an der Oberfläche kleben würden. Und ohne Magnetfeld ist ein Planet Sonnenstürmen ausgesetzt, die Leben regelmäßig vernichten würden. Das Magnetfeld selbst wiederum hängt von der Rotation ab.