Die Leoniden

Vom Abend des 16. November bis zum Morgengrauen des nächsten Tages sind bei klarer Sicht die Leoniden zu sehen. Woher sie kommen und wie sie am besten zu bestaunen sind:

Der Leonid Meteorschauer über dem Poseidon-Tempel am Kap Sounio außerhalb von Athen.
Der Leonid Meteorschauer über dem Poseidon-Tempel am Kap Sounio außerhalb von Athen. Bildrechte: imago/ZUMA Press

Die Leoniden sind Sternschnuppen, die scheinbar aus dem Sternbild Löwe kommen. Ihr Maximum erreichen sie in der Nacht zum 18. November. Mit etwa 15 Sternschnuppen pro Stunde sind sie allerdings ein relativ schwacher Strom. Wer sie beobachten will, muss genau hinsehen, denn diese Sternschnuppen sind extrem schnell. Grund dafür ist ihr Mutterkörper, der Komet Tempel-Tuttle.

Er gehört zu den wenigen Himmelskörpern im Sonnensystem, die sich in der zur Erde entgegengesetzten Richtung um unseren Stern drehen. Daher haben seine Trümmerteile eine extrem hohe Geschwindigkeit, wenn sie in die Erdatmosphäre fallen. Sie legen dann etwa 72 Kilometer pro Sekunde zurück, also fast 260.000 Kilometer pro Stunde.

Was Beobachter als Leoniden-Sternschnuppe sehen, ist genaugenommen leuchtende Luft. Die entsteht durch die hohe Geschwindigkeit der Teilchen, die starke Reibungsenergie bei ihrem Fall durch die Atmosphäre erzeugen.