Apogäum: Mond fernab der Erde im Januar

Am 14. Januar steht der Mond der Erde am fernsten, er befindet sich dann im Apogäum – dem erdfernsten Punkt. Warum das so ist und um wie viel Uhr das sein wird, erklären wir Ihnen hier:

Schematische Darstellung der ellipsenförmigen Umlaufbahn des Mondes um die Erde mit Apogäum (Erdferne) und Perigäum (Erdnähe).
Schematische Darstellung der ellipsenförmigen Umlaufbahn des Mondes um die Erde mit Apogäum (Erdferne) und Perigäum (Erdnähe). Bildrechte: NASA; Gerald, Perschke, Jens, Ernst, MDR

Am Morgen des 14. Januars wird der Mond um 10.25 Uhr (mitteleuropäischer Zeit) seinen erdfernsten Punkt für diesen Monat einnehmen. Er befindet sich dann in seinem ersten Apogäum für das Jahr 2022. Zwischen der Erde und dem Trabanten werden dann 405.805 Kilometer liegen, wobei hier von Mittelpunkt zu Mittelpunkt gemessen wird. 

Der durchschnittliche Abstand zwischen den beiden Himmelskörpern beträgt 384.405 Kilometer. Da der Mond aber keine kreisrunde Umlaufbahn um die Erde hat, sondern einen elliptischen Orbit besitzt, befindet er sich der Erde an manchen Tagen näher und an anderen Tagen ferner. Wenn er dem blauen Planeten am fernsten ist, befindet er sich im Apogäum. In diesem Jahr wird der Trabant 13 Mal den erdfernsten Punkt einnehmen. 

Wenn sich der Mond aber am erdnächsten befindet, steht er im Perigäum. Das wird dieses Jahr 14 Mal der Fall sein. Da der Mond für eine volle Mondphase ungefähr 28 Tage benötigt, wird der Mond mindestens 13 Mal pro Jahr im Perigäum sowie Apogäum stehen. 

Eine Infografik zum allmonatlichen Apogäum, dem erdfernsten Punkt des Mondes zur Erde. Die Grafik zeigt den jeweiligen Abstand mit dem dazugehörigen Datum und der Uhrzeit.
Eine Infografik zum allmonatlichen Apogäum, dem erdfernsten Punkt des Mondes zur Erde. Die Grafik zeigt den jeweiligen Abstand mit dem dazugehörigen Datum und der Uhrzeit. Bildrechte: MDR, P. Klapetz

WARUM EIGENTLICH MINI- UND SUPER-MOND?

Wenn der Mond sich von der Erde entfernt oder ihr nähert, dann ändert sich auch seine scheinbare Größe und Helligkeit für uns. Diese kann man zwar nur mit astronomischen Gerätschaften messen, dennoch beträgt der Größenunterschied vom Mond zwischen dem erdfernsten und erdnächsten Punkt 14 Prozent. Während des Perigäums leuchtet der Mond sogar bis zu 30 Prozent heller als während des Apogäums.

Außerdem nennt man den Mond, wenn er weiter als 405.000 Kilometer von der Erde entfernt ist, einen Minimond. Wenn er sich dagegen mehr als 360.000 Kilometer der Erde annähert, dann nennt man in Supermond. Wenn das alles auch noch auf einen Vollmondtag fällt, dann steht am Himmel entsprechend ein Super- oder Mini-Vollmond.

DER MOND IM PERIGÄUM FÜR 2022

Dieses Jahr befindet sich der Mond 13 Mal im Apogäum. Im Juni wird es sogar zweimal der Fall sein. Seinen maximalen Abstand zur Erde wird der Mond am 29. Juni mit einem Abstand von 406.580 Kilometern zwischen den beiden Mittelpunkten der Himmelskörper erreichen. Wann sich der Mond sonst noch an seinem erdfernsten Punkten in 2022 befindet:

11. Februar um 3.37 Uhr 
11. März um 0.03 Uhr 
7. April um 21.10 Uhr (MESZ seit dem 27.03.)
5. Mai um 14.46 Uhr 
2. Juni um 3.13 Uhr
29. Juni um 8.08 Uhr (Maximum für 2022)
26. Juli um 12.21 Uhr 
22. August um 23.52 Uhr 
19. September um 16.43 Uhr 
17. Oktober um 12.19 Uhr 
14. November um 7.40 Uhr (MEZ seit dem 30.10.)
12. Dezember um 1.28 Uhr 

Ein kleiner Ausblick: Das letzte Apogäum erfolgte am 18. Dezember 2021, der letzte Vollmond war am 19. Dezember am Himmel zu sehen und im Perigäum befand sich der Mond zuletzt am 1. Januar 2022. Wenige Tage später erreichte die Erde auch ihr Perihel, den sonnennächsten Punkt. Den nächsten Vollmond und somit Wolfsmond kann man am 18. Januar betrachten und im nächsten Perigäum wird der Mond am 30. Januar stehen.

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