Sojus-MS-22 bringt neue Besatzungsmitglieder zur ISS

Eine Sojus-2-Rakete der russischen Regierung bringt am 21. September drei neue Besatzungsmitglieder zur Internationalen Raumstation. Sie startet vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan aus.

Rakete auf einer Startrampe
Eine Sojus 2.1-Rakete auf der Startrampe des Baikonur-Kosmodroms in Kasachstan. Bildrechte: IMAGO / ITAR-TASS

Die internationale Raumstation ISS hat ihre Position im Orbit durch eine sechsminütige Triebwerkszündung verändert. Damit ist die Raumstation besonders gut für das Sojus-MS-22-Raumschiff erreichbar, das am 21. September vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan aus zur ISS aufbricht. Eine Sojus-2.1-Rakete der russischen Regierung bringt drei neue Besatzungsmitglieder zur Internationalen Raumstation. Der Nasa-Astronaut Frank Rubio wird gemeinsam mit den Kosmonauten Dmitri Petelin und Sergey Pokopyev aufbrechen – letzterer leitet die Mission.

Nasa und Roskosmos arbeiten weiter zusammen

Trotz politischer Spannungen zwischen Nasa, Esa und der Weltraumorganisation der Russischen Föderation, Roskosmos, seit der russischen Invasion in der Ukraine, halten die Organisationen an solchen "integrierten Besatzungen" mit russischen Kosmonauten auf Crew-Dragon-Raumschiffen und amerikanischen Astronauten auf Sojus-Raumschiffen fest. Nur so könne man sicherstellen, dass sich jederzeit entsprechend ausgebildete Besatzungsmitglieder an Bord der ISS für Wartungsarbeiten und Weltraumspaziergänge befänden, hieß es von der Nasa.

Zwei Ingenieure und ein Arzt

Nasa-Astronaut Frank Rubio wurde 2017 zum Astronauten ausgebildet, arbeitete zuvor für das US-Militär. Er ist Pilot und Arzt. Kosmonaut Sergey Pokopyev war bereits 2018 für knapp 200 Tage im All gewesen und arbeitete dort als Flugingenieur. Dmitri Petelin ist ebenfalls Ingenieur – seine Astronautenausbildung machte er 2012 im Juri-Gagarin-Kosmonautentrainingszentrum.

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