50. Jahrestag der Apollo 13 Mission

Vor 50 Jahren startete die Apollo 13 Mission zum Mond. Doch noch während des Fluges gab es eine Explosion, die eine Mondlandung unmöglich machte. In den nächsten Tagen sollte sich entscheiden, ob die Astronauten gesund zur Erde zurück kehren können oder nicht. Mehr zum dramatischen Ereignis in der Raumfahrtgeschichte, erfahren Sie im Weltraumkalender:

Kontrollzentrum der Raumfahrtmission Apollo dreizehn.
Im NASA-Kontrollzentrum der Raumfahrtmission Apollo 13: Der Leiter der Flugbesatzung Deke Slayton (im schwarzen Hemd, links von der Mitte) und Chester M. Lee geben sich die Hand, während der Apollo 13-Kommandant Jim Lovell auf dem Bildschirm zu sehen ist. Bildrechte: NASA

"Houston, we‘ve had a problem", mit diesen sechs Worten gehen der NASA-Astronaut Jim Lovell und das Unglück der dritten bemannten Mondmission in die Geschichte ein. Am 11. April 1970 brach die Apollo 13 zum Erdtrabanten auf. Der Start verlief glimpflich. Doch nach 56 Stunden geschieht das undenkbare: Eine Explosion!

Mittlerweile feiert das Ereignis seinen 50. Jahrestag. Die drei Astronauten Jim Lovell, Jack Swigert und Fred Haise waren damals aber nicht in Feierstimmung. Als das Unglück geschah, befanden sich die US-Amerikaner irgendwo zwischen Erde und Mond. Um sie herum herrschte Dunkelheit.

Dramatische Stunden

Ein lauter Knall schreckt die Astronauten auf. Zu der Zeit wussten sie noch nicht, dass einer der beiden Tanks, die mit Flüssigsauerstoff gefüllt waren, im Servicemodul explodiert war. Kurz darauf kontaktieren sie die Bodenkontrollstation in Houston, Texas.

Kommandant Lovell funkte an das Bodenkontrollzentrum: "Okay, Houston, we’ve had a problem here." Sofort kommt die Reaktion: "This is Houston. Say again, please." "Houston, we’ve had a problem", wiederholt Lovell - der Kommandant unterrichtet die Kontrollstation in Houston, dass sie ein Problem haben, worauf diese eine Bestätigung der Nachricht haben wollte. Daraufhin bestätigte Lovell mit: "Houston, wir hatten ein Problem."

Wie schlimm das Problem tatsächlich war, war den Astronauten jedoch nicht bekannt, bis Lovell aus dem Fenster schaute: Aus dem hinteren Ende des Raumschiffes entwich Sauerstoff ins Weltall. Nun war der Überlebensinstinkt der Astronauten und von Ground Control aktiviert.

Ihr einziger Rettung: Das Mondlandemodul. Auf engstem Raum verbrachten sie dort weitere 88 Stunden. Das eigentliche Ziel, der "Fra Mauro" Mondkrater, wäre eine Landung ohne Wiederkehr geworden. Zusammen mit der Bodenkontrolle in Houston feilten sie an einem Wendemanöver um den Mond. Währenddessen nahm die an Bord installierte Videokamera hochauflösendes Bildmaterial auf, dass die NASA in dieser Qualität erst Ende Februar 2020 veröffentlicht hatte.

Das damalige Wendemanöver ist Lovell, Swigert, Haise und dem Team aus Houston geglückt. Am 17. April 1970 landen die drei Männer im Südpazifik, wo sie anschließend unversehrt geborgen wurden. Schon einen Tag später haben die beiden Astronauten Jim Lovell und Fred Haise bei der Jubiläumsfeier im Kennedy Space Center in Cap Canaveral ihren ersten großen Auftritt. Noch heute bewegt die Geschichte die Menschen. Und selbst die Hollywood-Verfilmung feiert inzwischen ein Jubiläum - vor 25 Jahren (am 19. Oktober 2019 in Deutschland) kam sie in die Kinos.

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