Ein Meteor streift über den Nachthimmel über der Geisterstadt Rhyolite in der Nähe von Las Vegas.
Bildrechte: imago/ZUMA Press

Die Orioniden

Vom Abend des 21. Oktober bis zum Morgengrauen des nächsten Tages sind bei klarer Sicht die Orioniden zu sehen. Warum sie zu den fünf aktivsten Meteorschauern gehören und wie sie am besten zu bestaunen sind:

Ein Meteor streift über den Nachthimmel über der Geisterstadt Rhyolite in der Nähe von Las Vegas.
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Vom 2. Oktober bis zum 7. November sieht man sie am Himmel: Die Orioniden. In diesen Wochen quert die Erde wie jedes Jahr die Umlaufbahn des Halleyschen Kometen. Dessen Splitter verglühen in unserer Atmosphäre und ziehen einen leuchtenden Schweif nach sich. Seinen Namen verdankt dieser weltweit sichtbare Meteorstrom dem Sternbild Orion. In diesem Sternbild scheint er seinen Anfang zu nehmen.

Die meisten Sternschnuppen gibt es in der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober: Da können Sie bis 30 Meteore in jeder Stunde sehen, die mit 60 km/s besonders schnell über den Himmel flitzen. Allerdings auch nur, wenn Sie früh aufstehen, denn die Orioniden sind eher was für die Lerchen unter den Sternguckern, als für Nachteulen: Zwischen Mitternacht und fünf Uhr gilt als beste Beobachtungszeit.

Eine Sternenkarte des Nachthimmels über Deutschland mit der Verortung der Orioniden in Richtung Osten, zwischen den Sternenbildern Zwilling und Orion.
Die Orioniden am Nachthimmel über Deutschland Bildrechte: MDR/Patrick Klapetz

Kleiner Wermutstropfen: Auch 2019 gilt unter Astronomen wieder nicht als optimales Jahr zum Beobachten der Orioniden, weil der Mond in den frühen Morgenstunden am Himmel steht. Durch seine Helligkeit sind die Orioniden schwerer sichtbar. Doppelt so viele Meteore werden dafür auf der Südhalbkugel der Erde zu sehen sein. Wer aber nicht mal eben gen Süden fliegen kann, um die Orioniden zu zählen, sollte sich einen möglichst dunklen Ort suchen - optimale Bedingungen bieten beispielsweise Nordsee-Inseln oder die mecklenburgische Seenplatte. Oder Sie versuchen es in den letzten, mondfreien Oktobernächten noch einmal.

Der Meteorstrom der Orioniden ist laut chinesischen Aufzeichnungen schon im 3. Jahrhundert beobachtet worden. Dass er sogar jährlich auftritt, ist seit 1840 bekannt. Der Radiant des Schauers befindet sich im Sternbild Orion, daher rührt auch der Name des Sternschnuppenregens.