Die Quadrantiden

Quadrantiden treten jährlich in der ersten Januarwoche auf. Ihr scheinbarer Ursprung liegt im Sternbild Bärenhüter (lat. Bootes). Zum Maximum in der Nacht zum 4. Januar fallen bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde. Woher die kleinen Meteoriten in Wirklichkeit kommen und warum sich das Schauspiel jedes Jahr wiederholt:

Quadrantiden
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Die ersten Quadrantiden fallen bereits ab dem 28. Dezember zur Erde, ihren Höhepunkt erreichen sie in der Nacht zum 4. Januar. Dann fallen in manchen Jahren bis zu 200 Sternschnuppen pro Stunde, was sie neben den Perseiden (Juli/August), den Leoniden (November) und den Geminiden (Dezember) zu den aktivsten Meteorströmen im Jahr macht.

Allerdings sind die Quadrantiden nicht ganz leicht zu beobachten. Einerseits sind sie nicht besonders hell, andererseits stehen sie in den Abendstunden noch dicht über dem Horizont. Erst zwischen Mitternacht und Morgendämmerung steigt der Radiant von 30° auf 70 bis 80° Höhe.

Der Ursprung der Quadrantiden ist wahrscheinlich der große, auseinander gefallene Komet C/1490 Y1, der vor 500 Jahren in China beobachtet wurde wurde. An unserem Himmel scheint die Quelle (bzw. der Radiant) der Sternschnuppen im Sternbild Bärenhüter zu liegen. Der lateinische Name dafür lautet Bootes, weshalb sie auch Bootiden genannt werden.

Sternschnuppen entstehen, wenn viele kleine Brocken aus dem Weltraum in die Erdatmosphäre fallen. Dort reiben sie sich mit hoher Geschwindigkeit an der Luft und verglühen dabei. Was wir als Sternschnuppe sehen ist aber nicht der verglühende Brocken, sondern die Luft, die sich durch die Reibung so erhitzt hat, das sie zu leuchten beginnt.