Saturn und Mond in Konjunktion im Juli

Im Juli stehen der Ringplanet Saturn und unser Mond nah beieinander. Sie befinden sich in Konjunktion. Wann und wie Sie das beobachten können, erfahren Sie in diesem Beitrag:

Eine Collage aus Mond und Saturn
Eine Collage aus Mond und Saturn. Bildrechte: MDR / NASA

Die Sommermonate eignen sich gut, um zu den Sternen zu schauen – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. In der Nacht vom 24. auf den 25. Juli kann man drei Himmelskörper am südlichen Nachthimmel beobachten. Zwei davon stehen in Konjunktion: Unser Mond und der Ringplanet Saturn stehen dicht beisammen.

Wo befindet sich die Konjunktion?

Damit Sie dies nicht verpassen, müssen Sie aber lange wach bleiben. Die Sonne wird am 24. Juli kurz nach 21 Uhr (mitteleuropäischer Sommerzeit) untergegangen sein. Gegen 22 Uhr werden Saturn und unser Mond am südöstlichen Horizont erscheinen. Eine halbe Stunde später wird auch Jupiter am südöstlichen Horizont auftauchen. Jedoch werden die Himmelskörper zu dieser Zeit noch zu niedrig am Himmel stehen, damit man sie beobachten kann.

Über die Nacht hinweg werden die Himmelskörper zunächst gen Süd wandern. Dort wird der Mond seinen Zenit um zwei Uhr nachts am 25. Juli erreichen. Leicht versetzt und rechtsoberhalb des Erdtrabanten wird man einen hellen Punkt erkennen: Saturn.

Eine schematische Darstellung des Nachthimmels im Juli über Leipzig.
Eine schematische Darstellung des Nachthimmels im Juli über Leipzig. Bildrechte: Stellarium

Jupiter wird sich ein gutes Stück weiter links befinden. Für die Konjunktion ist dieser Planet aber unwichtig. Saturn und der Erdtrabant werden über die Nacht hinweg weiter in Richtung Westen ziehen. Dort werden sie am Morgen auch untergehen. Jedoch wird die Sonne am Morgen des 25. Juli bereits um 5.25 Uhr aufgehen, weshalb man den Untergang von Mond und Saturn nicht mehr erkennen kann.

Beobachtungstipps

Um Sterne, Planeten und sonstige Himmelskörper zu beobachten, sollte es dunkel sein. Das heißt, wer in der Stadt in den Himmel schaut, hat beispielsweise eine schlechtere Sicht auf den Nachthimmel als jemand auf dem Dorf. Der Grund dafür ist die Lichtverschmutzung, die durch dicht besiedelte Gebiete entsteht. Außerdem sollten Sie eine freie Sicht auf den Horizont haben. Berge, Wälder, Gebäude könnten Sie beim Beobachten stören. Zudem sollten Sie sich dem Wetter entsprechend kleiden. Zwar ist es in den Sommernächten meistens lauwarm. Jedoch kann der Wetterbericht Regen vorhersagen.

Übrigens: In der Nacht vom 25. auf den 26. Juli stehen Jupiter und der Mond in Konjunktion. Der Mond wird in beiden Nächsten ziemlich rund sein, denn erst am 24. Juli war Vollmond.

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