Venus mit maximaler Helligkeit im Februar

Im Februar erreicht die Venus ihre maximale Helligkeit am morgendlichen Himmel. Zwischen dem 8. und 12. Februar sind es -4,54 mag. Doch was bedeutet das genau?

Planet Venus als Computergrafik mit NASA-Texturen
Bildrechte: imago/blickwinkel

Einen der inneren Gesteinsplaneten unseres Sonnensystems kann man im Februar gut am Morgen erkennen: die Venus. Ihren Planetenlauf haben wir bereits an anderer Stelle erörtert. Im Februar erreicht sie aber auch ihre maximale Helligkeit. Dann zwischen dem 8. Februar und dem 12. Februar wird sie mit -4,54 mag leuchten. 

So hell muss ein Objekt am Himmel leuchten, um es noch zu erkennen

Mag ist die Abkürzung für Magnitude und beschreibt in der Astronomie die scheinbare Helligkeit eines Planeten, Sterns oder eines künstlichen Himmelskörpers. Anders als vielleicht zunächst angenommen, ist ein Himmelskörper um so heller, je niedriger sein Wert ist. Die Sonne leuchtet beispielsweise mit -26,73 mag und der Vollmond mit -12,73 mag. Wobei der Mond hierbei nicht selbst strahlt oder leuchtet. Er reflektiert das Licht der Sonne. 

Der Polarstern leuchtet mit +1,97 mag am Himmel, bei der Andromeda-Galaxie sind es +3,4 mag und der Zwergplanet Pluto leuchtet mit +13,9 mag und ist somit eigentlich nur mit astronomischen Gerätschaften sichtbar. In der Großstadt oder an anderen Orten mit einer hohen Lichtverschmutzung kann man Objekte mit bis zu +4 mag noch mit dem bloßen Auge erkennen. 

In abgelegeneren Orten mit wenig Lichtverschmutzung sind Objekte mit einer Helligkeit von bis zu +6 mag sogar noch sichtbar. An den wenigen Orten auf der Welt ohne Lichtverschmutzung, dort, wo der Nachthimmel schwarz ist und man die Sterne sehr gut erkennen kann, kann man Objekte mit einer Leuchtkraft von bis zu +8 mag erkennen – wobei es hier auch immer ein wenig auf die eigene Sehstärke ankommt.

Die Helligkeit der Venus

Die Venus kann eine maximale Helligkeit von bis zu -4,67 mag erreichen. Ganz so hell wird sie im Februar nicht werden. Anfang Februar erreicht sie eine Helligkeit von -4,51 mag bis -4,53 mag. Am 8. Februar erreicht sie ihre maximale Helligkeit mit -4,54 mag und leuchtet in dieser Stärke die nächsten Tage. Bis zum 12. Februar kann man sie so hell am morgendlichen Himmel erkennen. 

Der Blick sollte dabei zum südöstlichen Horizont gerichtet werden. Anfang Februar taucht die Venus zwischen 5.30 und 6.00 Uhr (mitteleuropäischer Zeit) am Horizont auf. Ende Februar ist es zwischen 5.00 und 5.30 Uhr. Dann wird der Planet noch mit einer Leuchtkraft von -4,45 mag am Himmel stehen. Wobei die Angaben für den Laien kaum relevant sind. Mit dem bloßen Auge wird man kaum einen Unterschied wahrnehmen – dafür braucht man schon astronomische Messgeräte. 

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