Die Venus verabschiedet sich als Morgenstern

Die Venus wird 2021 nur kurz als Morgenstern am Himmel zu sehen sein. Bereits nach der ersten Woche wird sie am Horizont verschwinden. Wann Sie rausgehen sollten und wo sie den Planeten finden können, erfahren Sie hier:

Aufnahme der Venus
Bildrechte: NASA/JPL-Caltech

Die Venus steht in den ersten Januartagen noch als heller Morgenstern am Himmel. Dabei kommt sie nicht über den niedrigen Horizont hinaus. Wer sie noch sehen möche, sollte sich sputen. Bis zum 7. Januar hat man Zeit, danach ist es unwahrscheinlich, die Venus noch einmal als Morgenstern 2021 zu sehen.

Das Neujahr mit der Venus beginnen

Am 1. Januar wird die Venus kurz vor sieben Uhr morgens (MEZ) am südöstlichen Horizont erscheinen. Sie wird sich über den Tag hinweg in südliche Himmelsrichtung bewegen. Jedoch wird es dann zu hell sein, um sie zu beobachten. Die Sonne wird an diesem Tag um 8.15 Uhr aufgehen.

In dieser schematischen Darstellung sieht man die Venus als Morgenstern am 1. Januar 2021.
In dieser schematischen Darstellung sieht man die Venus als Morgenstern am 1. Januar 2021. Bildrechte: Jörg Schwulst / Stellarium / MDR

Ohnehin wird es schwer, den Planeten zu Gesicht zu bekommen. Carolin Liefke ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Haus der Astronomie (in Heidelberg). Sie weiß, wann die Venus am Himmel steht:

Die Venus kann Anfang Januar noch kurz vor Sonnenaufgang am Morgenhimmel sehen. Dann verschwindet sie und taucht ab Mai wieder abends auf. Sie steht dann aber für den Rest des Jahres relativ tief am Horizont und ist nicht leicht zu beobachten.

Die Venus in den ersten Januartagen

Wer die Venus dennoch sehen möchte, soll die Morgen bis zum 7. Januar gut nutzen. Gegen sieben Uhr wird der Planet am südöstlichen Horizont erscheinen – jeden Tag etwas später. Die Sonne wird dagegen von Tag zu Tag etwas früher aufgehen. Am 7. Januar wird die Sonne um 8.13 Uhr aufgehen.

Dabei wird sich die Venus am niedrigen Horizont befinden. Über das Jahr hinweg wird sich das nicht ändern, erklärt Liefke und führt aus:

Leider schafft die Venus es das ganze Jahr hindurch nicht besonders hoch über den Horizont. Dafür leuchtet sie Anfang Dezember besonders hell, verschwindet zum Jahresende dann aber auch vollkommen.

Um den inneren und zweiten Planeten unsere Sonnensystems zu beobachten, sollte man eine freie Sicht auf den Horizont haben. Jeder Baum, jedes Gebäude kann die Sicht verhindern.

Eine künstlerische Darstellung der Venus am 5. Januar 2021. Der Morgenstern steht sehr nah am Horizont.
Eine künstlerische Darstellung der Venus am 5. Januar 2021. Der Morgenstern steht sehr nah am Horizont. Bildrechte: Jörg Schwulst / Stellarium / MDR

Je voller der Mond, desto schlechter die Sicht

Ein weiteres Hindernis ist unser Mond. Am 30. Dezember war Vollmond. Deswegen wird er in den ersten Januartagen ziemlich rund sein. Da der Erdtrabant sehr hell ist, wird es am Morgen nicht all zu dunkel sein. Zumindest ist er in den ersten Januartagen ein abnehmender Mond.

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