Der zweite Supervollmond 2020

Am 8. April erreicht der Mond seine monatliche Opposition, besser bekannt als Vollmond. Dieses mal ist er besonders groß und wird als Supervollmond bezeichnet. Warum das so ist, erklären wir hier.

Mondvergleich
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Am Mittwoch, dem 8. April, ist Vollmond. Doch nicht irgendein Vollmond. Es ist Supervollmond. An diesem Tag nähert sich der Erdtrabant seinem Heimatplaneten auf weniger als 360.000 Kilometer. Damit ist er nicht nur näher an der Erde dran als üblich: Er ist sieben Prozent größer.

Das liegt vor allem an seiner Umlaufbahn. Diese ist nämlich nicht kreisrund, sie ist elliptisch. Der Mond eiert somit wie ein hart gekochtes Ei um die Erde herum. Im März ist er ihr näher. Doch dann gibt es auch Tage, wo er sich von seinem Mutterplaneten entfernt. Wie sich der Erdmond um den blauen Planeten bewegt, sehen Sie im nachfolgenden Video.

Den erdnächsten Punkt (Perigäum) in 2020 erreicht unser Begleiter am 7. April, dann sinkt seine Distanz sogar auf 356.906 Kilometer. Was für ein Glück, dass am nächsten Tag Vollmond ist. Dieser erscheint dann besonders groß und leuchtstark. Der Supervollmond am 8. April ist um etwa sieben Prozent größer am Himmel zu sehen sein. Dabei erscheint er auch um 30 Prozent heller, da er mehr Licht reflektieren kann. Der Größenunterschied alleine wird mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen sein. Helfen würde ein zweiter Mond als Vergleichswert.

Übrigens: Seinen erdfernsten Punkt, das Apogäum, hatte er am 24. März erreicht. Dann entfernte er sich auf 406.692 Kilometer. Dadurch nimmt seine scheinbare Größe ebenfalls ab. Zwischen dem erdnächsten und erdfernsten Punkt können somit zwischen zwölf und 14 Prozent scheinbarer Größenunterschied liegen.

Manchmal kann dieser Unterschied aber selbst mit astronomischen Messinsturmenten nicht vermessen werden - zumindest von der Erde aus. Darunter zählen die Phänomene des Super-Neumondes und des Mini-Neumondes. Dann befindet sich unser Begleiter nämlich auf einer Linie zwischen Erde und Sonne. Dies passiert alle 29,53 Tage. Nach Neumond wandert der natürliche Satellit um die Erde herum und steht nach zirka einer Woche neben uns. Fast eine Woche später befindet er sich dann hinter der Erde. Somit wechseln sich Vollmond und Neumond alle 14,76 Tage ab. Ein perfekter Mondzyklus.

Mondphasen 1 min
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29,53 Tage braucht der Mond, um die Erde einmal zu umrunden. Von uns aus wirkt es so, als nehme der Mond zu, erstrahle dann rund und voll und nehme wieder ab.

Fr 28.06.2019 10:04Uhr 01:24 min

https://www.mdr.de/wissen/astrokalender/Mondzyklus-Mondphasen-100.html

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Video

Dass der Vollmond nicht regelmäßig vom Schatten der Erde verdeckt wird, verdanken wir dem Umstand, dass die Mondumlaufbahn um etwa 5 Grad zur Erde geneigt ist. Während sich die Erde um die Sonne bewegt, rotiert der Mond nicht auf der selben Achse. So kommt es nur etwa zwei Mal im Jahr zu einer Mondfinsternis. Dann steht er genau in einer Linie mit Sonne und Erde und wird deshalb vom Planeten verschattet.