Super-Mini-Vollmond im September

Am 14.09. ist Vollmond im September. Alle Infos zur Frage, wie der Mond die Erde genau umkreist und wann es zu besonderen Ereignissen wie Mondfinsternis und Blutmond kommt:

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29,53 Tage braucht der Mond, um die Erde einmal zu umrunden. Von uns aus wirkt es so, als nehme der Mond zu, erstrahle dann rund und voll und nehme wieder ab.

Fr 28.06.2019 10:04Uhr 01:24 min

https://www.mdr.de/wissen/astrokalender/Mondzyklus-Mondphasen-102.html

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Am 14. September erreicht der Mond seine monatliche Opposition, besser bekannt als Vollmond. Das bedeutet, unsere Erde steht genau zwischen Sonne und Mond. Dadurch können wir die gesamte, uns zugewandte Seite beleuchtet sehen. Von jetzt an wirkt es so, als schrumpfe die runde Scheibe zur schmalen Sichel, bis sie schließlich gänzlich verschwindet. Danach wächst der Mond erneut von einer Sichel zu einem Vollmond heran. In Wirklichkeit rotiert er in 29,53 Tagen einmal um die Erde.

Etwa eine Woche nach Vollmond steht der Trabant von der Sonne aus gesehen neben uns. Wir können seine beleuchtete Hälfte nur von der Seite aus sehen, deshalb erscheint er uns als Sichel. 14,76 Tage später ist Neumond. Hier steht der Mond nun zwischen Sonne und Erde. Weil er uns jetzt nur seine dunkle Rückseite zeigt, können wir ihn nicht sehen.

Was sind nochmal Perigäum und Apogäum?

Der Vollmond in der Nacht zum 14. September 2019 hat eine Besonderheit. Er erscheint besonders klein (siehe Foto). Das liegt daran, dass er sich gerade im Apogäum befindet, dem erdfernsten Punkt. Er ist ca. 407.000 Kilometer entfernt. Beim Perigäum, dem erdnächsten Punkt, beträgt die Entfernung 365.500 Kilometer. Der sichtbare Durchmesser ist dann um 14 Prozent und die sichtbare Fläche um 30 Prozent größer als in der kommenden Nacht.

Der Mond hat eine sogenannte gebundene Rotation. Er dreht der Erde stets die gleiche Seite zu. Da er aber um die Erde rotiert wird bei Neumond seine eine und bei Vollmond seine andere Seite beleuchtet. Mondtage und Mondnächte dauern also jeweils so lang, wie die Zeit zwischen diesen beiden Stellungen, nämlich etwa 14,76 Tage.

Übrigens: Dass der Vollmond nicht regelmäßig vom Schatten der Erde verdeckt wird, verdanken wir dem Umstand, dass die Mondumlaufbahn um etwa fünf Grad zum Orbit der Erde um die Sonne geneigt ist. So kommt es nur etwa zwei Mal im Jahr zu einer Mondfinsternis. Dann steht er genau in einer Linie mit Sonne und Erde und wird deshalb vom Planeten verschattet.

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