Mitteldeutsche Kandidatinnen in der nächsten Runde Wer wird die erste deutsche Frau im All?

Wollen sie ins Weltall? Auf diesen Aufruf einer privaten Initiative haben sich 400 Frauen aus ganz Deutschland beworben. 86 von ihnen sind eine Runde weiter im Astronautinnen-Casting. Unter ihnen auch Christiane Heinicke aus Bitterfeld und Thorid Zierold aus Chemnitz.

"Mal sehen, was draus wird“, sagte Christiane Heinicke gestern den Kollegen von MDR Sachsen-Anhalt. Heute kam nun die Bestätigung, die Geophysikerin aus Bitterfeld, die gerade ein einjähriges NASA-Mars-Experiment auf Hawaii beendet hat, ist in der nächsten Runde. Genau wie Thorid Zierold. Die Kustodin des Chemnitzer Naturkundemuseums gehört ebenfalls zu den letzten 86, die zum offiziellen Auswahlverfahren des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) zugelassen wurden.

Das bestätigte heute die Initiative "Die Astronautin“ dem MDR. Claudia Kessler, Initiatorin des Projektes, sieht dem weiteren Auswahlverfahren mit Spannung entgegen: "Wir haben hunderte von Lebensläufen gewälzt und Gespräche geführt und fantastische, hoch qualifizierte Frauen ausgewählt, die nun das Auswahlverfahren durchlaufen werden. Mir bleibt jetzt nur noch, den 86 Frauen viel Erfolg zu wünschen. Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse des DLR.“

DLR unterstützt die Initiative

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. unterstützt die Auswahl mit psychologischen und medizinischen Untersuchungen, insbesondere zu eigenen wissenschaftlichen Forschungszwecken. Denn bisher gibt es in Deutschland keine Daten von Frauen, die ins Weltall geschickt werden können. Am 20. Oktober beginnen beginnen die psychologischen Untersuchungen in Hamburg. Im Januar 2017 werden dann die medizinischen Untersuchungen in Köln folgen. Dabei stehen das Wissen und die kognitiven Fähigkeiten der Kandidatinnen, sowie deren Persönlichkeit und Gesundheit auf der Tagesordnung.

Zuletzt aktualisiert: 18. September 2017, 17:10 Uhr