Forschungsmodul "Mengtian" China sendet drittes Modul zu seiner neuen Raumstation

Das chinesische Forschungsmodul "Mengtian" ist erfolgreich an der Weltraumstation "Tiangong" angedockt. Der "Himmelspalast" ist damit fast komplett – für Chinas Raumfahrtprogramm ein weiterer Meilenstein.

Labormodul Mengtian dockt Raumstation Tianhe an
Das chinesische Labormodul "Mengtian" ist am Montag erfolgreich an die Weltraumstation "Tiangong" angedockt. Bildrechte: IMAGO / Xinhua

Dazu startete am Montag (31.12.2022) eine Rakete vom Typ "Langer Marsch 5B" vom Weltraumbahnhof Wenchang auf der südlichen Insel Hainan und brachte das Modul "Mengtian" (auf Deutsch "Himmelstraum") zu der rund 400 Kilometer von der Erde entfernten Raumstation Tiangong. Das berichtete der staatliche Sender "CCTV". Dort ist "Mengtian" an das Kernmodul "Tianhe" angedockt, das im vergangenen Jahr ins All gebracht worden war. Bereits im Juli hatte das Labor-Modul "Wentian" an den "Himmelspalast" angedockt.

Teil einer langfristigen chinesischen Weltraum-Strategie

Derzeit arbeiten und wohnen drei Raumfahrer in der Station. Voraussichtlich noch in diesem Jahr ist ein weiterer bemannter Flug geplant. Dann sollen sich vorübergehend sechs Astronauten in der neuen Raumstation aufhalten. Die am Ende 66 Tonnen schwere, T-förmige Station soll dann fertiggestellt werden und ihren regulären Betrieb aufnehmen.

"Tiangong" soll mindestens zehn Jahre lang in Betrieb sein. Sie ist Teil einer ehrgeizigen Weltraum-Strategie Chinas, mit der die Volksrepublik zu den USA und Russland aufschließen will. Dazu hat sie in den vergangenen Jahren Milliardensummen in ihre Raumfahrtprogramme gesteckt. 2029 will die chinesische Regierung erstmals Menschen zum Mond schicken.

cdi/dpa/afp