Woche der Bürgerwissenschaft Projekte zum Mitforschen

Nie war es für Wissenschaftler so einfach wie heute, die Schwarmintelligenz tausender Freiwilliger zu nutzen, um mit ihren Daten Forschung zu betreiben. „Citizen Science“ nennt sich diese Form der Bürgerbeteiligung. Hier die 5 Projekte:

Ein Mann mit Fernglas steht in der Natur.
Bildrechte: Colourbox.de

Volkszählung für Insekten

Was krabbelt und brummt denn da? Beim „Insektensommer“ des Naturschutzbund Deutschland sind Bürger dazu aufgerufen, eine Stunde lang auf Erkundungstour zu gehen und Sechsbeiner – ob Hummel, Marienkäfer oder Wanze – zu zählen.

Feinstaub messen

HackAIR ist ein Forschungsprojekt des Bund für Umwelt und Naturschutz, bei dem Bürger mit selbstgebauten Messgeräten Feinstaubdaten sammeln können. Dadurch soll ein immer feiner werdendes Netzwerk zur Luftqualitätsmessung aufgebaut werden.

Mitmachen: www.bund.net

Wetter beobachten

Niederschläge, Sonnenstunden, Höchst- und Tiefsttemperaturen. Um diese Zahlen wirklich aus jedem Winkel Mitteldeutschlands zu bekommen, ist der DWD auf ehrenamtliche Helfer angewiesen, die Niederschlagsmengen bestimmen und Temperaturen melden. Hier gibt es sogar eine kleine Aufwandsentschädigung.

Mitmachen: www.dwd.de

Schimpansen zählen

Um mehr über das Leben von Schimpansen zu erfahren, haben Forscher über 1000 Kamerafallen in den Urwäldern Afrikas aufgestellt. Inzwischen sind tausende Stunden Videomaterial aufgezeichnet worden. Für die Auswertung setzen die Biologen des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie auf die Hilfe tausender Freiwilliger.

Mitmachen: www.chimpandsee.org

Tagfalter bestimmen

In ganz Deutschland erfassen Freiwillige tagaktive Schmetterlinge in ihrer Umgebung. Damit unterstützen sie die Biologen am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig/Halle bei der Dokumentation der Falterpopulationen in ganz Deutschland.

Über dieses Thema berichtet MDR KULTUR | 07.08.2018 | 18:00 Uhr