Covid-19 Corona Wildtyp, Delta und Omikron: Schnelltest bei allen Varianten zuverlässig

Eine neue Studie aus den USA bestätigt: Corona-Schnelltests erkennen eine Infektion relativ zuverlässig, obwohl sich das Virus seit vergangenem Jahr weiterentwickelt hat. Nur die Viruslast spielt eine Rolle.

Corona Antigen-Schnelltests
Corona-Schnelltests zeigen bisher bei allen Virusvarianten zuverlässige Testergebnisse, heißt es in einer neuen Studie aus den USA. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO / Wolfgang Maria Weber

Zu Beginn der Omikron-Welle wurden Zweifel laut: Können die im Handel verfügbaren Schnelltests eine Infektion mit dem Coronavirus noch genauso zuverlässig erkennen wie zuvor? Seitdem haben bereits Forscher beim deutschen Paul-Ehrlich-Institut festgestellt, dass die Evolution des Virus offenbar keinen negativen Einfluss auf die Schnelltests hatte. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt auch eine neue Studie aus den USA.

Vergleich der Zuverlässigkeit von Schnelltests während Alpha, Delta und Omikron

Im Fachblatt JAMA Network Open berichtet ein Team um Paul Drain von der Universität in Seattle von einer Reihe von Tests im Landkreis Kings County im US-Bundesstaat Washington. Dabei nahmen die Forscher bei insgesamt 802 Testpersonen jeweils zwei Abstrichproben und nutzten eine für einen Schnelltest (eingesetzt wurden zwei in den USA gängige Testmarken) und die andere für einen vergleichenden PCR-Test. Alle Teilnehmer hatten seit mindestens zwei Tagen Symptome der Infektion (Durchschnittsalter 37,3 Jahre, Frauenanteil 58,2 Prozent, Impfquote über den gesamten Zeitraum gemittelt 52,9 Prozent).

Die Forscher führten diese Vergleiche in insgesamt drei Testperioden durch, zunächst zwischen Februar und April 2021 (in der Zeit vor der Deltavariante), dann zwischen September und November 2021 (während der Dominanz von Delta) und schließlich zwischen Dezember 2021 und Januar 2022, also während des Beginns von Omikron.

Schnelltest in allen Phasen der Pandemie relativ zuverlässig

Außer, dass die Impfrate im Lauf der Zeit zunahm, konnten die Forschenden keine starken Veränderungen beobachten. Bei positiven Testergebnissen stimmten PCR und Schnelltest in allen drei Testphasen in 81,2 bis 90,7 Prozent der Fälle überein. Hier war vor allem die Viruslast entscheidend. Schnelltests reagierten eher positiv, wenn die Viruslast laut dem PCR-Test vergleichsweise hoch war. Bei negativen Testergebnissen stimmten PCR- und Schnelltests sogar in 99,8 Prozent der Fälle ein.

Die Forschenden schließen, dass Schnelltests weiterhin ein gutes Mittel zur Eindämmung der Virusausbreitung darstellen, weil sie Erkrankte auf eine Infektion hinweisen und sie so zur Selbstisolation bewegen können.

(ens)