Covid-19 Neuer Protein-Impfstoff aus China soll globale Impfkampagne vorantreiben

Clover Biopharmaceuticals aus China hat einen neuen Protein-Corona-Impfstoff angekündigt, der im klinischen Test 80 Prozent Wirksamkeit gegen Delta gezeigt hat. Er könnte die globale Impfkampagne voranbringen.

Impfung
Eine Spritze mit Impfstoff wird aufgezogen. (Archivbild) Bildrechte: dpa

China bringt einen weiteren Corona-Impfstoff auf den Markt, der das Arsenal der Impfangebote gegen Covid-19 um eine vielversprechende Option erweitert. Der Impfstoffkandidat von Clover Biopharmaceuticals basiert auf dem Spikeprotein des Coronavirus und funktioniert ähnlich wie das von Novavax angekündigte Vakzin. Die Spikeproteine werden zusammen mit Impfverstärkern (Adjuvanzien) gespritzt. Wie das Unternehmen der Presse mitteilte, hätten die klinischen Tests 79 Prozent Schutz gegen die Deltavariante von SARS-CoV-2 gezeigt.

Protein-Impfstoff hat Vorteile gegenüber mRNA-Vakzinen

An den Versuchen nahmen rund 30.000 Erwachsene und Senioren teil, sie wurden auf den Philippinen, in Brasilien, Kolumbien, Südafrika und in Belgien durchgeführt. Gegen die vor allem in Kolumbien zirkulierende Mu-Variante sei die Impfung noch zu 59 Prozent wirksam gewesen. Diese Mutation des Virus zeigte damit die stärkste Resistenz gegen den Impfstoff. Insgesamt habe der Impfstoff zu 67 Prozent gegen jegliche (also auch asymptomatische) Coronainfektionen mit allen Varianten geschützt.

Ein Protein-Impfstoff hat verschiedene Vorteile gegenüber den vor allem in Europa, den USA und Israel eingesetzten mRNA-Impfstoffen: Er muss nicht tiefgekühlt werden, sondern kann bei Kühlschranktemperaturen lagern. Wie die meisten bereits eingesetzten Impfstoffe werden zwei Impfdosen im Abstand von 21 Tagen verabreicht.

Chinas Beitrag zur globalen Impfkampagne

Wenn er zugelassen wird, könnte er Chinas Beitrag zur globalen Impfkampagne weiter vergrößern. Wie das Magazin Science berichtet, hat das Land bereits über drei Milliarden Impfdosen für den Einsatz außerhalb von China produziert. Clover will der UN-Impfstoffinitiative COVAX bis zu 414 Millionen Impfdosen liefern.

(ens)

5 Kommentare

Lyn vor 1 Wochen

Reaktionen auf Impfungen kenne ich bestimmt.
Die auf die Thyphus Impfung im Frühjahr war auch recht leicht.
Keinerlei Probleme.
Das Immunsystem muss ja reagieren, sonst hat man keinen Schutz.
Aber es gab schon einiges, bei dem mein Hausarzt mir dringend abgeraten hat. Wegen schwerer Nebenwirkungen, wegen problematischer Wechselwirkungen mit meiner täglichen Medikation.
Da kann man dann nichts machen.
Das betraf zB Gelbfieber; das bedeutet im Klartext, dass ich in kein Land reisen kann, in dem diese Impfung angebracht oder gar gefordert ist. Hat sich erledigt. Schlicht und ergreifend.

Lyn vor 1 Wochen

@MDR

Nun, ich bin geimpft, aber es gibt andere bei denen das problematischer ist als bei mir.

Ich bin bewusst das Risiko eingegangen, 3 Tage mit schweren Nebenwirkungen im Bett zu verbringen, denn die anderen Möglichkeiten sind schlimmer.

MDR-Team vor 1 Wochen

Hallo @Lyn,
es gibt Empfehlungen, diese können Sie am Besten mit ihrer/ihrem behandelnden Hausärztin/-arzt besprechen. Zudem kennt er Sie so, dass er mit Ihnen eine Risiko-Nutzen-Abwägung durchgehen kann.
Weitere Informationen erhalten Sie hier:

https://www.impfen-info.de/mediathek/fragen-antworten.html?tx_sschfaqtool_pi1%5Bfaq%5D=4660&tx_sschfaqtool_pi1%5Btag%5D=&tx_sschfaqtool_pi1%5Baction%5D=list&tx_sschfaqtool_pi1%5Bcontroller%5D=FAQ&cHash=1dc3029ff05c85accfde35ec7ce2b2d4

Liebe Grüße