Die laute Republik Unser Problem mit dem Lärm

Lärm nervt. Lärm ist teuer. Lärm macht krank. Doch Lärm ist nicht alternativlos. Zum internationalen Tag gegen Lärm widmen wir uns den störenden Geräuschen, ihren Folgen und was man gegen Lärm tun kann.

Im Bild sieht man eine Autobahn im Regen sowie den Satz: "Willkommen in der lauten Republik."
Bildrechte: MDR/Max Heeke

Die Lärmgebeutelten

Wenn es um das Thema Lärm geht, hat die Gemeinde Kabelsketal ihren 8.800 Einwohnern viel zu bieten. Sie liegt auf halber Strecke zwischen Leipzig und Halle und ist umgeben von Lärmquellen. "Wir haben nicht nur den Flughafen Leipzig/Halle. Wir haben im Osten die A9, im Norden die A14. Landesstraßen und Bahntrassen gehen quer durch unsere Gemeinde. Wir haben eine gute Infrastruktur, die natürlich auch Auswirkungen auf die Lärmsituation hat. Wir sind eine lärmgebeutelte Gemeinde", schildert Kurt Hambacher - bis April 2018 Bürgermeister der Gemeinde - die Situation.

Wir sind eine lärmgebeutelte Gemeinde.

Kurt Hambacher 1994-2018 Bürgermeister von Kabelsketal
Ein Mann sieht in die Kamera
War 24 Jahre Bürgermeister einer Gemeinde, die zahlreichen Lärmquellen ausgesetzt ist: Kurt Hambacher. Bildrechte: MDR/Max Heeke

Besonders der Flughafen Leipzig/Halle sticht als Lärmquelle hervor. Er ist Ausgangspunkt erholsamer Urlaubsreisen und die deutsche Nummer zwei in Sachen Frachtverkehr. Mehr als eine Million Tonnen Fracht wurden hier 2017 umgeschlagen und er soll weiter wachsen. Ein Segen für die wirtschaftliche Entwicklung Mitteldeutschlands und ein Fluch für manchen Bewohner von Kabelsketal.
"Es geht ja meistens darum, dass so um Mitternacht die Anflüge erscheinen und dann früh so gegen vier meistens die Abflüge. Das ist schon heftig", klagt ein Anwohner. Aktuelle Zahlen des sächsischen Landesamtes für Umwelt zeigen, dass mehr als 1.100 Einwohner, also jeder Achte, der kleinen Gemeinde von Lärmpegeln betroffen sind, die negative gesundheitliche Folgen haben können. Dauerhafter Lärm kann unzählige schlechte Auswirkungen auf unseren Organismus haben.

Was ist Lärm?

Lärm ist ein psychoakustisches Phänomen. In Form von Schallwellen erreichen Geräusche aller Art unsere Ohren und werden in Signale umgewandelt, die an unser Gehirn weitergeleitet werden. Der Schalldruck lässt sich messen und wird in Dezibel (dB) beschrieben. Der für Menschen hörbare Bereich beginnt bei Werten um die null Dezibel. Die Schwelle, ab der unmittelbar irreparable Hörschäden entstehen, liegt zwischen 120 und 140 dB. Neben dem Schalldruck spielt noch die Geräuschfrequenz (gemessen in Hertz) eine entscheidende Rolle für das Hörempfinden. Geräusche mit sehr hohen Frequenzen werden als unangenehmer empfunden als solche mit tiefen Frequenzen. Der springende Punkt beim Lärm ist unsere Empfindung oder Wahrnehmung der Geräusche: Erst unsere Einstellung zum Klang macht ein Geräusch zu Lärm. Ein Beispiel: Tagsüber können uns die Autos, die an unserer Wohnung vorbeifahren, herzlich egal sein. Doch nachts, wenn wir schlafen wollen, können sie uns um Schlaf und Verstand bringen. "Lärm ist Schall, der stört, der soziale Situationen unterbricht und der krank machen kann", so die Psychoakustikerin Brigitte Schulte-Fortkamp von der Technischen Universität Berlin. Sie hat vor einundzwanzig Jahren mit anderen Akustikern den alljährlichen Tag gegen Lärm ins Leben gerufen.

Lärm ist Schall, der stört, der soziale Situationen unterbricht und der krank machen kann.

Brigitte Schulte-Fortkamp Psychoakustikerin an der TU Berlin und Mitinitiatorin des Tages gegen Lärm

Viel Lärm, viel Leid

Man unterscheidet zwei Arten von Lärm: Direkten und indirekten, oder chronischen Lärm. Direkter Lärm ist das Geräusch des Presslufthammers auf einer Baustelle (ca. 100 dB) oder ein startendes Flugzeug in unmittelbarer Nähe (ca. 120 dB) – ungesund für die feinen Haarzellen in unserem Gehör und Tinnitus fördernd. Indirekter oder chronischer Lärm ist der Lärm, der in der Regel wesentlich leiser ist, aber den gesamten Organismus krank machen kann. Wenn wir Geräusche als Lärm wahrnehmen, uns also gestört fühlen, dann bildet unser Körper Stresshormone aus und der Cortisonspiegel steigt.

Der Kardiologe Thomas Münzel erforscht seit gut einem Jahrzehnt die körperlichen Reaktionen auf Lärm. Sein Arbeitsplatz, das Uniklinikum Mainz, liegt in der Einflugschneise des Flughafens Frankfurt am Main: "Wenn wir Lärm in einer Größenordnung von 50 bis 60 Dezibel haben, dann wird unsere Kommunikation gestört, dann wird der Schlaf gestört. Dadurch entstehen Stressreaktionen und wenn wir chronischen Stress haben, dann geschehen Dinge in unserem Körper, dass wir selber Risikofaktoren ausbilden, das heißt der Blutzucker wird hochgehen, der Blutdruck geht hoch, die Herzfrequenz geht hoch und wenn wir das über Jahre haben, dann entstehen richtige Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie zum Beispiel die koronare Herzerkrankung, die Herzschwäche, der Schlaganfall."

Dann entstehen richtige Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Herzschwäche oder Schlaganfälle.

Thomas Münzel Kardiologe am Uniklinikum Mainz.

Folgen von Fluglärm

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland und Lärm kann diese Krankheiten begünstigen. In seinen Studien hat Thomas Münzel gesunde und bereits vorerkrankte Probandinnen und Probanden über Kopfhörer mehrere Nächte lang Fluglärmgeräuschen ausgesetzt.

Ein Mann mit Brille sieht in die Kamera
Professor Thomas Münzel forscht am Uniklinikum Mainz zum Thema Lärmwirkungen. Bildrechte: Peter Pulkowski

Ergebnis: Der Körper gewöhnt sich nicht an den Lärm, sondern zeigt verstärkt Reaktionen wie eine erhöhte Herzfrequenz oder erhöhten Blutzucker – bei gesunden wie auch vorerkrankten Menschen. Es spielt auch laut Münzel keine Rolle, ob man sich mit den Geräuschen abgefunden hat, der Körper reagiert dennoch auf den Lärm. Über Jahre kann das zu Gefäßverkalkungen und den genannten Erscheinungen wie Herzschwäche oder Herzinfarkten führen. Nach aktuellem Stand des Wissens gelten Dauerschallpegel von mehr als 55 Dezibel in der Nacht und 65 Dezibel am Tag als gesundheitsgefährdend. Die Weltgesundheitsorganisation WHO setzt viel niedrigere Werte an, denen Menschen tagsüber und nachts ausgesetzt sein sollen. Die WHO empfiehlt, dass es nachts nicht lauter als 40 dB und tagsüber nicht lauter als 55 dB sein soll. Sie sieht Lärm außerdem als zweitgrößtes Umweltproblem in Europa an, neben Schadstoffen in der Luft.

Was ist wie laut? Das Rauschen der Blätter in einem Wald fernab von Verkehr liegt bei 10 dB. Wer dann noch atmet (25 dB) und flüstert (35 dB), der macht die Umgebung schon lauter. Ein normales Gespräch kommt auf ca 50-60 dB. Ein Staubsauger hat 70 dB, ebenso ein PKW in unmittelbarer Nähe. Starker Verkehr kommt auf 80-90 dB, ein in wenigen Metern Abstand vorbeifahrender Lkw erzeugt ebenso einen Pegel von 80-90 dB. Ein sattes Konzert kommt auf 100 dB, ebenso eine Disco. Der Knall eines Artilleriegeschützes erzeugt einen Schalldruckpegel von 160 dB.

Ein Brückengeländer
Studien weisen seit Jahren auf die negativen Folgen von Verkehrslärm hin. Bildrechte: MDR/Max Heeke

Nicht nur das Herz und seine Gefäße werden durch Lärm angegriffen. Es konnte auch ein Zusammenhang zwischen Lärm und Depressionen gefunden werden. Dauerhafter Lärm erhöht die Risiken für depressive Symptome wie Antriebslosigkeit, Desinteresse und Angststörungen. Auch Kinder werden durch übermäßigen chronischen Lärm negativ beeinflusst, wie eine Studie rund um Deutschlands größten Flughafen Frankfurt am Main zeigt: Kinder mit höherer Geräuschbelastung (59 dB) liegen mit ihrer Lesefähigkeit mehrere Wochen hinter den Kindern, an deren Schulen es leiser ist (39 dB). Studien zeigen außerdem, dass die Menschen dem Verkehrslärm gegenüber empfindlicher geworden sind: Es muss nicht unbedingt lauter geworden sein an Hauptverkehrsstraßen oder in der Nähe von Großflughäfen. Aber die Einstellung zum Verkehr hat sich gewandelt. Die subjektive Komponente beim Lärm ist nicht zu unterschätzen.

Der Kampf gegen Lärm

Fluglärm, dem die Einwohner von Kabelsketal ausgesetzt sind, ist bei weitem nicht das größte Lärmproblem. Zahlen einer europaweiten Berechnung aus dem Jahr 2012 zeigen: Etwa 27.000 Menschen sind in Deutschland von Fluglärm in einer Weise betroffen, die krank machen kann. Viel mehr, nämlich fast zwei Millionen, sind durch Schienenverkehrslärm belastet. Paradebeispiel für extreme Schallpegel von der Trasse ist das Mittelrheintal rund um Koblenz. Hier erreichen die Frachtwaggons Spitzenpegel von bis zu 100 dB, Nacht für Nacht. Und die Nummer Eins? Eindeutig Lärm von der Straße, erklärt René Weinandy vom Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau:

Die Hauptlärmquelle in Deutschland ist der Straßenverkehr. Wir sind ein dicht besiedeltes Land mit einer sehr weit entwickelten Infrastruktur, wir haben sehr viele Straßen und sehr viele Pkw in Deutschland, sodass es auch logisch ist, dass die allermeisten Menschen von Straßenverkehrslärm beeinträchtigt sind. Das ist also ein Phänomen, was sehr weit verbreitet ist in unserem Land.

Dr. René Weinandy
Im Bild sieht man eine Autobahn im Regen sowie den Satz: "Lärmquelle Nummer Eins ist der Straßenverkehr."
Bildrechte: MDR/Max Heeke


Man muss nicht in Kabelsketal mit seinen multiplen Lärmquellen leben, um vom Verkehr gestört zu sein. Lärm begegnet und nervt an vielen Orten, auch abseits der Ballungsräume. Das zeigen auch repräsentative Umfragen, die das Umweltbundesamt seit Jahren regelmäßig mit mehr als 2.000 Personen durchführt.

Lärm ist ein sehr weit verbreitetes Phänomen in unserem Land.

Dr. René Weinandy Lärmexperte vom Umweltbundesamt Dessau-Roßlau

Wie laut ist es bei mir?

Ein Mann sieht in die Kamera
René Weinandy leitet die Fachabteilung 'Lärmminderung im Verkehr' am Umweltbundesamt. Bildrechte: MDR/Max Heeke

Auf Platz eins steht der Straßenverkehrslärm: Drei von vier Deutschen fühlen sich durch Lärm von der Straße belästigt. Lärm von Nachbarn kommt auf Platz zwei. Immerhin mehr als die Hälfte der Befragten fühlt sich von der Musik der Nachbarn und dem, was nebenan noch so getrieben wird, gestört. Danach folgen Industrie-, Flug- und Schienenlärm. Ein anderer Datensatz stammt aus einer europäischen Richtlinie: Alle fünf Jahre müssen die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union Lärmkarten erstellen. Diese Karten zeigen für Straßen, Schienenstrecken und die Gegenden rund um Flughäfen an, wie hoch die Schallpegel sind. Sie können online bei den entsprechenden Umweltbehörden eingesehen werden. Karten für den Flughafen Leipzig/Halle hält etwa das sächsische Landesamt für Umwelt bereit. Großstädte wie Leipzig, Halle oder Dresden haben eigene Karten, auf denen die Geräuschpegel sämtlicher Lärmarten eingetragen sind.

Aus diesen Karten lässt sich ableiten, wie viele Menschen von ungesunden Schallpegeln betroffen sind: Vom Straßenverkehr sind laut Daten von 2012 nachts fast drei Millionen Menschen von Schallpegeln über 55 Dezibel belastet, beim Schienenverkehr sind es die oben genannten knapp zwei Millionen und beim Flugverkehr immerhin 27.000. Sie sind damit zumindest potenziell einem gesundheitlichen Risiko durch Lärm ausgesetzt.

Diese Zahlen umfassen nicht die subjektive Haltung der Menschen zu den Schallpegeln. Sie geben aber einen Eindruck darüber, wie und vor allem wo Lärmprobleme auftreten können. Mehr zu den Daten, ihrer Aussagekraft und dem Preis des Lärms – denn Lärm verursacht hohe Kosten – finden Sie hier:

Leiser machen

Neben den Lärmkarten müssen Gemeinden, Städte und Länder auch Lärmaktionspläne erstellen: "Erst wird kartiert und je nachdem ob ein Lärmproblem besteht, wird ein Lärmaktionsplan in Zusammenarbeit mit der betroffenen Bevölkerung erarbeitet", erklärt Lärmexperte René Weinandy. Die Beteiligung der Bürger beim Kampf gegen Lärm sei zentral, erklärt auch Brigitte Schulte-Fortkamp von der TU Berlin: "Gibt es Möglichkeiten, das Schallaufkommen zu reduzieren? Da muss man mit den Erkenntnissen von den Menschen arbeiten, die in diesen Bereichen  leben, um daraus zu lernen, was mögen die Menschen gerne und was können sie absolut nicht ertragen."

Man kann nicht jedes Geräusch entfernen, aber man kann es unter Umständen in den Lebensraum integrieren.

Brigitte Schulte-Fortkamp

Es geht darum, bei der Planung neuer Straßen und Verkehrswege oder bei großen Änderungen die Bevölkerung Schritt für Schritt mit einzubeziehen. Die europäische Richtlinie sieht diese Möglichkeiten direkt vor: Bürgerinnen und Bürger können ihren Gemeinden mitteilen, welche Gegenden sie zu laut empfinden und auch konkrete Vorschläge machen.

Wie lässt sich Lärm frühzeitig vermeiden?

Wirksame Aktionen gegen Lärm gibt es viele. Man kann Lärm direkt an der Quelle vermindern, also Autos, Züge und Flugzeuge leiser machen. Bei Zügen der deutschen Bahn etwa werden Schritt für Schritt leisere Bremssysteme eingesetzt. Die Vermeidung an der Quelle sei die effektivste Möglichkeit Lärm zu vermindern, aber auch die teuerste, erklärt Lärmexperte Weinandy. Eine simple und für Kommunen kostengünstige Aktion ist das Installieren von Tempo-30 Schildern. Man sagt, dass eine Verringerung der Geschwindigkeit von 50 auf 30 km/h die Lautstärke auf der Straße halbiert. Teurer sind dagegen schon Schallschutzwände, die punktuell den Lärm vermindern können. Viel wichtiger als einzelne Lösungen seien aber gesamtheitliche Ansätze: "Eine wichtige Möglichkeit ist Verkehrsvermeidung, indem wir das Aufkommen des Verkehrs verringern. So wie Verkehr organisiert ist, ist ein Wachstum auch immer mit einer Zunahme von Lärm verbunden", so Weinandy. Der Umgang mit dem Thema Lärm berührt auch die entscheidende Frage, wie wir uns in Zukunft fortbewegen wollen: Mit dem Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln, mit (autonom fahrenden) E-Autos, weiter wie bisher oder doch ganz anders?

Gerade in unserer Gesellschaft ist Verkehr und die Organisation des Verkehrs ein ganz wichtiger Punkt. Wenn wir den Verkehr besser organisieren können, werden wir auch die Lärmprobleme mindern.

René Weinandy

Das Potential der leisen Umgebung

Eine Frau mit Brille in einem Hörsaal
Professorin für Psychoakustik an der Technischen Universität Berlin: Brigitte Schulte-Fortkamp Bildrechte: MDR/Max Heeke

Wenn Verkehr anders organisiert wird und weniger Lärm entsteht, können die akustischen Umgebungen, in denen wir leben, auch ganz andere Potentiale entfalten, erklärt die Psychoakustikerin Brigitte Schulte-Fortkamp. Sie verfolgt den Ansatz, dass wir in Klanglandschaften leben, denen wir nicht ausgeliefert sind, sondern die wir aktiv mitgestalten können. Richtig gestaltet, könnten die Klanglandschaften in unseren Wohnvierteln sogar erholsam sein, ähnlich wie ein Aufenthalt im Grünen: "Wenn man in guten akustischen Umgebungen lebt, kann das vielleicht auch einen Beitrag zum Wohlbefinden leisten, der dann unter Umständen zum Stressabbau führen kann. Ich glaube, man kann die Lebensqualität erhöhen durch eine angenehme akustische Umgebung."

Eine angenehme akustische Umgebung kann die Lebensqualität erhöhen.

Brigitte Schulte-Fortkamp Psychoakustikerin, Mitinitiatorin des Tages gegen Lärm

Neben der großen Frage, wie wir als Gesellschaft unsere Mobilität organisieren wollen, betrifft das Thema Lärm letztendlich auch das Verhalten jedes Einzelnen: "Lärm ist zwar immer Lärm der Anderen, aber letztlich verursachen wir auch immer Lärm. Das heißt also z.B. durch die Art wie wir Auto fahren, können wir Lärm auch vermindern. Wenn sie also zurückhaltender fahren, verursachen sie weniger Lärm. Die Frage, wie oft sie ihr Fahrzeug benutzen ist auch etwas, was natürlich lärmrelevant ist. Gegenseitige Rücksichtnahme und immer wieder auch darüber nachdenken, das wir selber auch Lärmverursacher sind und durch unser Verhalten auch immer zur Lärmminderung beitragen können", sagt Weinandy.

Lärm ist zwar immer Lärm der Anderen, aber letztlich verursachen wir auch immer Lärm. Wir können durch unser Verhalten auch immer zur Lärmminderung beitragen.

René Weinandy Leiter der Fachabteilung 'Lärmminderung im Verkehr' am Umweltbundesamt

"Laut war gestern" lautet die Botschaft des Tages gegen Lärm, mit dem Bürgerinitiativen, Umweltvereine und die Deutsche Gesellschaft für Akustik jedes Jahr im April auf die störenden Geräusche und ihre Folgen aufmerksam machen.

Apropos Lärm: Was ist eigentlich mit Kabelsketal, der lärmgebeutelten Gemeinde zwischen Leipzig und Halle? Sie ist 2017 gewachsen, um 15 Einwohner, also 0,2 Prozent – trotz all der Lärmquellen. (Klicken Sie auf die blaue Fläche oder die Flugzeuge, um mehr zu erfahren.)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN LexiTV | 25. April 2018 | 15:00 Uhr