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Es muss nicht immer Joggen sein. 11 Minuten leichte Bewegung helfen schon der Gesundheit. Bildrechte: imago/Westend61

Gesundheit11 Minuten mäßig intensive Aktivität am Tag senken Risiko vorzeitig zu sterben

06. März 2023, 09:53 Uhr

Das staatliche Gesundheitssystem in Großbritannien und Nordirland, der National Health Service (NHS), empfiehlt Erwachsenen, sich mindestens 150 Minuten pro Woche mit moderater Intensität oder 75 Minuten mit hoher Intensität zu bewegen. Grund dafür ist, dass körperliche Aktivität das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs nachweislich senkt. Doch nicht alle Menschen schaffen es, dieser Empfehlung nachzukommen.

Eine großangelegte Studie von Forschenden der Universität Cambridge, die im Britisch Journal of Sports Medicine veröffentlicht wurde, stellt nun fest, dass schon elf Minuten mäßige Aktivität am Tag (oder 75 Minuten in der Woche) ausreichen, um das Risiko eines vorzeitigen Todes insgesamt um 23 Prozent zu senken. Konkret heißt das: Dieser Zeitrahmen reicht aus, um das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken, um 17 Prozent und das an Krebs um 7 Prozent zu senken. Die Forschenden errechneten, dass etwa einer von zehn vorzeitigen Todesfällen verhindert werden könnte, wenn die Menschen mindestens 75 Minuten pro Woche mäßig intensiven körperlichen Aktivitäten nachgehen würden.

Getreu dem Motto "ein wenig Aktivität ist besser als keine Aktivität" sind die Forschenden positiv gestimmt, denn Menschen, die die vom NHS empfohlene Bewegungszeit nicht umsetzen können, könnten mit elf Minuten pro Woche beginnen, um gesundheitliche Vorteile daraus zu ziehen. Anschließend könnten sie sich im Optimalfall steigern.

Mäßige intensive Aktivitäten lassen die Herzfrequenz leicht ansteigen. Dazu zählen zum Beispiel Bewegungen wie zügiges Spazieren, Wandern oder Rad fahren.

MDR WISSEN News

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