Zwei Mountanbiker haben angehalten, um sich etwas auf einem Smartphone anzusehen.
Bildrechte: IMAGO

200. Geburtstag Das Fahrrad - eine fast perfekte Erfindung

Die Form des Fahrradrahmens war von Anfang an so perfekt, dass sie heute noch aussieht wie am 12. Juni 1817, als der technikbegeisterte Forstmeister Karl Freiherr von Drais sich zu seiner ersten Radtour aufmachte: Wie ein Diamant. Drumherum hat sich aber vieles verändert. Einige dieser Innovationen stammen aus unserer Region.

Zwei Mountanbiker haben angehalten, um sich etwas auf einem Smartphone anzusehen.
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Rahmen aus Carbonfasern für geringes Gewicht, eine aerodynamische Form für mehr Geschwindigkeit und elektrische Schaltungen für mehr Effizienz - auch im Fahrradbau wird an allen Stellschrauben gedreht, um noch das Letzte herauszuholen, vor allem für den Leistungssport. Wäre das Mindestgewicht für ein Rennrad beim Wettkampf nicht auf 6,8 Kilogramm reduziert, würden die Rennradler inzwischen vielleicht schon beinahe fliegen. Aber auch Freizeitradler wissen den Trend zur Leichtigkeit zu schätzen.

Mit rasierten Beinen schneller als der Wind

Das Guiness Buch der Rekorde bestätigt einen Fahrradgeschwindigkeitsrekord von 268,8 Stundenkilometern. Ein Fahrrad mit Düsenantrieb konnte sogar mit 333 km/h einen Ferrari abgehängen. Bei solchen Rekordversuchen hatten die Fahrradfahrer definitv rasierte Beine, um auch das letzte Quäntchen für den Rekord herauszuholen. Auch wenn das lediglich eine Energieersparnis von 0,6% bringt.

Radfahren ist gesund, aber nur mit Helm und auf sicheren Wegen

Menschen, die oft mit dem Rad fahren, sind im Schnitt vier Kilogramm leichter als Leute, die meist mit dem Auto unterwegs sind. Das sagt eine europaweite Studie. Und sie sind statistisch gesehen auch ein Drittel weniger krank als Radfahrmuffel. Aber: Nur 34 Prozent der Fahrradfahrer tragen einen Helm und damit ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Denn im Falle eines Falles zieht der Radfahrer den Kürzeren. Die Fehde zwischen Radlern und Autofahrern gibt es wahrscheinlich, seit sich beide die Straßen teilen. In Sachsen gibt es Pläne, dem Problem zumindest punktuell zu begegnen:

Der gemeine Fahrraddieb ist männlich

In Deutschland gibt es 72 Millionen Fahrräder. Pro Tag werden in Deutschland etwa 12 300 Fahrräder verkauft und davon 720 gleich wieder geklaut. Dabei scheint es regionale Unterschiede geben. Hier bei uns ist Magdeburg das Mekka der Fahrraddiebe. Und auch die Aufklärungsrate der Diebstähle ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich: In Halle sind es sieben Prozent, in Erfurt neun, in Dresden elf und in Magdeburg immerhin zwanzig Prozent. Die Statistik sagt übrigens, dass der typische Fahrraddieb jung und männlich ist.

Über dieses Thema berichtete der MDR im Radio: Aktuell | 07.03.2017 | 06:01 Uhr
Kultur | 08.06.2017 | 18:00-19:00

Zuletzt aktualisiert: 11. Juni 2017, 15:43 Uhr