❌ Stimmt nicht: mRNA-Impfstoffe sind Form der Gentherapie

Geprüft von der MDR WISSEN-Redaktion am 29.11.2022.

Faktencheck Gentherapie
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Die Gentherapie wird eingesetzt, um durch die Veränderung der Erbinformation eines Menschen genetisch bedingte Krankheiten zu behandeln oder diesen vorzubeugen. Mittels rekombinanter Nukleinsäuren wird die Nukleinsäuresequenz beim Menschen gezielt reguliert, repariert, ersetzt, hinzugefügt oder entfernt. Das heißt: Der Mensch erhält gezielt veränderte Gene, die als therapeutisch wirksamer Stoff dienen. Der Gentransfer kann sowohl außerhalb als auch innerhalb des Körpers erfolgen. Impfstoffe gegegen Infektionskrankheiten gelten nicht als Gentherapeutikum. Hier werden keine menschlichen Gene verändert. RNA kann genetische Informationen übertragen und diese in Proteine umsetzen. Der Corona-Impfstoff löst die Produktion des Spikeproteins, also des SARS-CoV-2-Antigens, aus. Aufgrund dieses Antigens produziert das Immunsystem Antikörper. Die mRNA gelangt nicht in den Zellkern.

Quellen: RKI; PEI; Wissenschaftliche Dienste des Bundestags; Charité; vfa Artikeltext

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