"Commercial Lunar Payload Services" Nasa will ab Dezember "Pakete" zum Mond schicken

Es soll ein Lieferdienst der besonderen Art werden: In Kooperation mit 14 Firmen will die US-Raumfahrtbehörde Nasa Frachtgut zum Mond befördern. Das soll auch bei der wissenschaftlichen Untersuchung des Erdtrabanten helfen. Erster Start ist laut Nasa der 22. Dezember.

Künstlerische Darstellung des Mondlanders Astrobotics Griffin, der die NASA-Mission VIPER im Jahr 2023 zum Südpol des Mondes tragen soll
In Zukunft könnte es eine Art Paketdienst zum Mond geben. Bildrechte: imago images/Cover-Images

Im November 2018 startete die Nasa das Projekt "Commercial Lunar Payload Services" (Kommerzieller Mond-Nutzlast-Service, CLPS) mit dem Ziel, den Mond im Rahmen des Artemis-Programms noch besser erschließen zu können. Dazu ging die Raumfahrtbehörde eine Kooperation mit zuerst neun Unternehmen, zu denen sich später noch fünf weitere gesellen sollten. Darunter befindet sich unter anderem Astrobotic, das zusammen mit der deutschen DHL Pakete zum Mond bringen will. Zu den neueren Firmen gehört beispielsweise Intuitive Machines, das sich auf Drohnen, Raumfahrzeuge und autonome Dienste spezialisiert hat.

Gesamtbudget in Höhe von 2,6 Milliarden US-Dollar

Am Ende sollen mit dem Nutzlast-Service vor allem kleinere Roboter und Rover zum Mond transportiert werden, die vor Ort nach natürlichen Ressourcen suchen und wissenschaftliche Untersuchungen vornehmen – und damit auch Artemis unterstützen. Der Vorteil liegt dabei im umfangreichen Know-how der Firmen, das die Nasa allein nicht aufbringen könnte. Laut der Raumfahrtbehörde können sich Unternehmen noch bis 2028 für Verträge im Rahmen von CLPS bewerben, das Gesamtbudget für das Programm liegt bei 2,6 Milliarden US-Dollar.

Die Nasa hat jetzt die ersten Startdaten bekanntgegeben. Danach soll am 22. Dezember die erste Falcon 9-Rakete Richtung Mond abheben. An Bord Nutzlasten von Intuitive Machines. Welche genau, darüber gibt es derzeit noch keine Angaben.

Im kommenden Jahr wird dann Astrobotic elf Frachtgüter zum Lacus Mortis transportieren, einem großen Krater auf der Mondvorderseite. Intuitive Machines wiederum bringt mehrere Sendungen zum Mare Crisium sowie PRIME-1, ein spezielles Untersuchungsgerät mit dem nach Wasser am Südpol gesucht werden soll. 2025 liefert Astrobotic dann VIPER zum gleichen Ort, wobei es sich hierbei um einen speziellen Rover handelt, der die Mondoberfläche analysieren soll. Für 2025 schließlich ist der Transport von wissenschaftlichen Geräten zum Schrödinger-Krater durch die Firma Draper geplant.

cdi

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