Faltenbildung auf dem Handymarkt Erstes faltbares Smartphone

Displays, die sich an unsere Lebensumstände anpassen, gelten als die Zukunft. Und die ist jetzt da: Ein chinesischer Hersteller verkauft das erste Smartphone mit Faltdisplay.

Produktfoto des faltbaren Smartphones von Royole in den Zuständen geklappt und ausgeklappt.
Bildrechte: Royole

Das Display um den Arm wickeln und bei Bedarf ausfahren lassen. Oder die Anzeige von Tablet- auf Daumengröße schrumpfen lassen, damit sie ins Münztäschchen der Jeans passt. Visionen zu den Bildschirmen von morgen gibt's genug. Und dieses Morgen ist jetzt da.

Erstes kommerzielles Falt-Smartphone

Gute zehn Jahre nach dem Durchbruch der Smartphones ist das erste Handy mit faltbarem Display auf den Markt gekommen. Der chinesische Hersteller Royole – der auch T-Shirts und Hüte mit Bildschirm anbietet – hat mit dem FlexiPai ein Gerät entwickelt, das wahlweise aus einem großen oder zwei kleineren Displays besteht. Das Besondere: Die kleinen Bildschirme verschmelzen nahtlos zu einem.

OLED macht den Unterschied

Möglich macht das ein AMOLED-Display, also ein Bildschirm aus organischen Leuchtdioden statt der klassischen LCDs mit Flüssigkristallen. Solche Displays zeichnen sich zum einen durch besonders gute Farbwiedergaben aus, bei denen zum Beispiel ein Schwarz wie echtes Schwarz aussieht und nicht grau schimmert. Zum anderen können diese Bildschirme geformt, gebogen und in der Herstellung einfach aufgedruckt werden. Dadurch ist auch die Produktion von Kleidung mit OLEDs möglich.

Andere Hersteller scharren mit den Hufen

Noch dürfte das Falt-Smartphone von Royole ein Spielzeug für Technikbegeisterte sein. Und auch nur solche mit großer Brieftasche: Mit einem Einstiegspreis von 1388 Euro spielt das Gerät in der gleichen Preisklasse wie Apples neustes Flagschiff-iPhone XS Max. Doch schon bald wird das FlexiPai Gesellschaft bekommen: Berichten – und Gerüchten – zufolge soll Samsung im kommenden Jahr ein faltbares Smartphone auf den Markt bringen, jedoch mit anderen Abmessungen als das FlexiPai. Hier wird vermutet, dass das Gerät im ausgeklappten Zustand eher eine längliche Form habe.

Auch die Hersteller Huawei, Microsoft und Apple arbeiten an Faltdisplays. Letzterer hat erst diesen Sommer ein Patent eingereicht, in dem ein Display zu sehen ist, das sich sogar mehrfach falten lässt. Dann sind wir dem Wickeln also schon einen ganzen Schritt näher.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Einfach Genial | 13. Februar 2018 | 19:50 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. November 2018, 08:00 Uhr