Zwei rote Fahrzeuge - eins mit eingeklappten und eins mit ausgeklapptem Rotor - stehen nebeneinander.
Halb Sportwagen, halb Tragschrauber: Für den PAL-V Liberty braucht der Fahrer allerdings einen Pilotenschein. Bildrechte: PAL-V

Nah dran: Der Traum vom fliegenden Auto Abheben in Flugtaxis und Flugautos

Er ist wahrscheinlich so alt wie das Auto selbst: Der Traum, mit einem Auto zu fliegen. Während Entwickler fliegender Autos und Flugtaxis anfangs noch belächelt wurden, arbeiten mittlerweile namhafte Konzerne und aussichtsreiche kleine Unternehmen an verschiedensten Konzepten, das Auto in die Luft zu bekommen - und das teilweise sehr erfolgreich.

Zwei rote Fahrzeuge - eins mit eingeklappten und eins mit ausgeklapptem Rotor - stehen nebeneinander.
Halb Sportwagen, halb Tragschrauber: Für den PAL-V Liberty braucht der Fahrer allerdings einen Pilotenschein. Bildrechte: PAL-V

Es klingt ein bisschen nach der Zukunftsvision aus der 1960-Jahre-Zeichentrickserie "The Jetsons": Vater Jetson steigt nicht in sein Auto, sondern in seine "fliegende Untertasse", wenn er zur Arbeit aufbricht. Und auch Digitalministerin Bär wurde 2018 noch für ihre Ausführungen zu Flugtaxis belächelt. Dabei ist das Szenario fliegender Fahrzeuge, ob in Form von Taxis oder für den Individualverkehr, längst nicht mehr unrealistisch. Das haben unter anderem Präsentationen namhafter Hersteller auf dem Genfer Autosalon bewiesen.

Mobil in der Luft: Drohnen und Tragschrauber

Volocopter
Volocopter, 2018 präsentiert auf der Cebit in Hannover Bildrechte: imago/localpic

Bei vielen der Flugauto-Konzepten verschwimmen die Grenzen zwischen Auto und Fluggeräten wie Drohnen oder Tragschraubern. So heißt es bei Porsche beispielsweise, dass es Überlegungen für eine Fahrzeugdrohne gebe. Autobauer Toyota beteiligt sich an einem Start-up, das ein fliegendes Auto namens Sky Drive entwickelt und das zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio fertig sein soll. Daimler ist beim deutschen Flugtaxi-Pionier Volocopter eingestiegen. Der wird bereits in Dubai getestet, in zwei Jahren könnte es die ersten kommerziellen Teststrecken geben.

eine Taxidrohne
Taxidrohne des chinesischen Herstellers Ehang Bildrechte: imago images / ZUMA Press

Auch Airbus arbeitet in Donauwörth an einem Lufttaxi mit vier Sitzen, getestet wird ab Mitte 2019 in Manching bei Ingolstadt, auf einem Testgelände. Eine Boeing-Tochter arbeitet derzeit an Flugtaxi-Prototypen, die später für den Fahrdienstanbieter Uber durch die Lüfte fliegen sollen. Das chinesische Flugtaxi-Unternehmen Ehang, das mit seiner Transportdrohne in der Stadt Taizhou bereits im Testbetrieb ist, erlebte im April in Europa das, womit die Flugtaxi-Branche generell noch kämpft: Skepsis vor den autonom fliegenden Transportmitteln. Bei einer Vorführung im Wiener Fußballstadium im April 2019 war das Zögern groß, als es darum ging, wer einen Probeflug in den autonomen Drohnen mitmachen würde.

Die Idee ist klar, die Umsetzung noch lange nicht

Ein futuristisches kleines Flugzeug mit sechs beweglichen Propellern fliegt.
Das Flugtaxi von Kitty Hawk Bildrechte: Kitty Hawk

Doch der Traum vom Fliegen hat einen entscheidenden Knackpunkt: Die Flugfahrzeuge sollen im bodennahen Luftraum unterwegs sein - nach welchen Regeln, ist noch unklar. Dem Luftfahrtbundesamt zufolge erarbeiten derzeit mehrere Institutionen Regularien für den unbemannten und bemannten Flugverkehr. Auf EU-Ebene liegen bei der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) erste Entwürfe auf dem Tisch, sagt eine Sprecherin. Auch die internationale Gemeinschaft wird sich noch auf Regeln für diese neue Form der Luftfahrt einigen müssen. Die Entwickler hält das nicht davon ab, schon jetzt in die Luft zu gehen.

Hier ein Blick auf einige der ambitionierten Projekte :

Der Flugauto-Pionier: PAL-V Liberty

Ein Auto, das fliegt - ein Flugzeug, das fährt: So wirbt das niederländische Unternehmen PAL-V für seinen "Liberty". Und tatsächlich wird es wohl das erste Flugauto sein, das es auf die europäischen Straßen schafft. Im März stellte Firmenchef Paul Dingemanse es auf dem Genfer Autosalon erneut der Öffentlichkeit vor, die ersten Flüge hat es in früherer Version aber schon vor fünf Jahren absolviert. Interessenten können den "Liberty" schon vorab für den Preis einer halben Million Euro bestellen. PAL-V zufolge fehlt nur noch der letzte Schritt im Zulassungsverfahren. Ist der gemacht, sollen die Fahrzeuge ausgeliefert werden - und das könnte, wenn alles nach Plan läuft, sogar noch in diesem Jahr der Fall sein.

Halb Sportwagen, halb Tragschrauber: PAL-V Legacy

Ein rotes Fahrzeug mit einem eingeklappten Rotor-Aufbau.
Im Fahrmodus liegt der PAL-V Liberty flach über der Straße. Bildrechte: PAL-V
Ein rotes Fahrzeug mit einem eingeklappten Rotor-Aufbau.
Im Fahrmodus liegt der PAL-V Liberty flach über der Straße. Bildrechte: PAL-V
Ein rotes Fahrzeug mit einem ausgeklappten Rotorblatt.
Beim Wechsel in den Flugmodus richtet das Flugauto hinten auf, um den Winkel zu ändern und klappt einen Propeller auf. Ab Tempo 50 kann der Tragschrauber abheben. Bildrechte: PAL-V
Armaturenbrett eines roten Fahrzeugs, das neben dem Lenkrad auch Systeme eines Flugzeugs hat.
Blick ins Cockpit: Das Armaturenbrett sieht noch eher nach Hubschrauber als nach Auto aus. Um den PAL-V Liberty zu fliegen, braucht man einen Pilotenschein. Bildrechte: PAL-V
Blick in den Fahrerraum eines roten Autos, das auch fliegen kann.
Im Inneren haben zwei Personen Platz. Auf der der Straße soll das Flugauto ein Sportwagen-Fahrgefühl haben. Bildrechte: PAL-V
Ein rotes Fahrzeug mit eingeklapptem Rotor-Blatt und normalem KfZ-Kennzeichen von hinten.
Sieht ungewöhnlich aus, könnte uns trotzdem bald auf Europas Straßen begegnen. Der PAL-V Liberty ist laut Hersteller kurz vor der Zulassung. Bildrechte: PAL-V
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Allerdings hat der Flugauto-Pionier "Liberty" noch einen entscheidenden Haken: Um tatsächlich fliegen zu dürfen, brauchen die Fahrer eine Privatpilotenlizenz. Im Prinzip ist das Fahrzeug mit ausgeklapptem Rotor nämlich ein Tragschrauber. Damit darf nur von der Startbahn eines Flugplatzes oder anderen offiziellen Startbahnen abgehoben werden - normale Straßen oder Äcker sind tabu. Das vermutlich erste Flugauto dürfte zunächst einmal nur etwas für vermögende Hobby-Piloten sein. PAL-V setzt jedenfalls auf eine Kundschaft, die es sich nicht leisten kann, stundenlang im Stau festzustecken.

Fact Sheet PAL-V Liberty Kapazität: 2 Passagiere

Antrieb: 200 PS starker Benzinmotor für den Flug - 100 PS starker Benzinmotor für die Straße

Reichweite: bis zu fünf Stunden Flugzeit - 1.300 Kilometer am Boden

Geschwindigkeit: bis zu 180 km/h in der Luft - bis zu 160 km/h am Boden

Start und Landung: Tragschrauber, 330 Meter lange Startbahn und 30 Meter lange Landebahn benötigt

Steuerung: manuell

Autonomes Flugtaxi: Kitty Hawk Cora

Animation eines futuristischen kleinen Flugzeugs mit sechs beweglichen Propellern.
Kitty Hawk-Chef Sebastian Thrun hat für Google auch das Entwicklungslabor für autonom fahrende Autos geleitet. Bildrechte: Kitty Hawk

Viel wichtiger noch als Autos mit ausklappbaren Rotoren oder Flügeln dürften in Zukunft Flugtaxis werden, denn sie könnten den Verkehr vor allem in Städten verändern, wie es einst die U-Bahnen taten. Aber auch ländliche Regionen könnten mithilfe von Flugtaxis für öffentlichen Verkehr erschlossen werden.

In Neuseeland wird so ein Flugtaxi getestet. Das Unternehmen Kitty Hawk, in das Google-Gründer Larry Page investiert hat, hat sein Modell "Cora" im Sommer 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt. In drei bis sechs Jahren soll das Flugtaxi in den kommerziellen Betrieb gehen. Die neuseeländische Regierung fördert die Tests von Kitty Hawk. Denn "Cora" fliegt vollelektrisch, was wiederum Neuseelands Klimazielen entgegen kommt. Der "New York Times" sagte Premierministerin Jacinda Ardern: "Wir haben in Neuseeland das ehrgeizige Ziel, bis 2050 frei von Kohlenstoff-Emmissionen zu sein." Außerdem wolle ihr Land zeigen, dass seine Türen für Leute offen stünden, die großartige Ideen in die Wirklichkeit umsetzen wollten.

Fact Sheet Cora (prototype) Kapazität: 2 Passagiere

Antrieb: 12 Rotoren, Elektroantrieb

Reichweite: etwa 100 Kilometer

Geschwindigkeit: bis zu 177 km/h

Start und Landung: vertikal, keine Landebahn benötigt

Steuerung: autonom

Der leise Senkrechtstarter: Lilium Jet

Auch eine Ausgründung der Technischen Universität München möchte auf dem Markt der Flugtaxis mitspielen und ist "Kitty Hawk" dicht auf den Fersen. Lilium Aviation hat am 15. Mai 2019 seinen offiziellen Testflug absolviert. Das Modell ist ein echter Senkrechtstarter: 36 elektrisch betriebene Rotoren heben ihn vertikal vom Boden ab - obwohl er äußerlich eher an ein Flugzeug erinnert. Den Münchnern ist neben dem Elektroantrieb vor allem die Lautstärke ihres Flugtaxis wichtig: Es soll leiser unterwegs sein als ein Motorrad und das, ohne Emissionen auszustoßen und die Luft zu verschmutzen. Auch von ihrem Taxi-System haben die Entwickler genaue Vorstellungen: Der Lilium-Jet könnte beispielsweise die Dächer von Hochhäusern als Start- und Landefläche nutzen.

Schnell, leise und ein Senkrechtstarter: Der Lilium Jet

Animation eines futuristischen Fluggeräts mit vier Tragflächen im Flug von oben.
Der Lilium Jet ist ein Flugtaxi-Projekt von Ingenieuren der TU München, in das unter anderem auch Star-Investor Frank Thelen eingestiegen ist. Bildrechte: Lilium Aviation
Animation eines futuristischen Fluggeräts mit vier Tragflächen im Flug von oben.
Der Lilium Jet ist ein Flugtaxi-Projekt von Ingenieuren der TU München, in das unter anderem auch Star-Investor Frank Thelen eingestiegen ist. Bildrechte: Lilium Aviation
Animation eines futuristischen Fluggeräts mit vier Tragflächen von vorn.
Der Jet sieht ungewöhnlich aus: 36 Elektromotoren sollen ihn so schnell machen wie einen Formel 1-Rennwagen. Bildrechte: Lilium Aviation
Animation eines futuristischen Fluggeräts mit vier Tragflächen von der Seite.
Das futuristische, stromlinienförmige Design des Flugkörpers erinnert an Science Fiction-Filme. Bildrechte: Lilium Aviation
Visualisierung einer Flugtaxi-App.
Die Vision ist ein Taxi-Flugservice für Jedermann. So soll man etwa künftig über eine App einen Lilium Jet ordern können. Bildrechte: Lilium Aviation
Visualisierung eines Flugtaxi-Landeplatzes am Fuße der Brooklyn Bridge in New York City.
Und so könnte ein Landeplatz am East River am Fuße der New Yorker Brooklyn Bridge einmal aussehen. Bildrechte: Lilium Aviation
Eine Karte auf der Dauer und Kosten von einem herrkömmlichen Taxi zum Flugtaxi in New York City verglichen werden.
Das Flugtaxi würde nicht nur den Verkehr am Boden entlasten, die Passagiere wären perspektivisch auch schneller und preiswerter unterwegs. Bildrechte: Lilium Aviation
Visualisierung eines Flugtaxi-Landeplatzes auf dem Dach eines Hochhauses.
Und auch bei den Landeplätzen kann in Städten Platz gespart werden: Weil sie senkrecht starten und landen, könnten die Lilium Jets zum Beispiel auch von Dächern abfliegen. Bildrechte: Lilium Aviation
Lilium - Elektroflugzeug
Die Feuerprobe für den Jet aus München: Der Jungfernflug im April 2017 ist geglückt. Bildrechte: Lilium/Christian Reber
Lilium - Elektroflugzeug
Der Prototyp ist tatsächlich vertikal gestartet und hat eine Runde in der Luft gedreht. Bildrechte: Lilium/Christian Reber
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Fact Sheet Lilium Jet Kapazität: 5 Passagiere

Antrieb: 36 Motoren, Elektroantrieb

Reichweite: bis zu 300 Kilometer

Geschwindigkeit: bis zu 300 km/h

Start und Landung: vertikal, 15 x 15 Meter große Fläche benötigt

Steuerung: autonom

Audi trifft Airbus: Pop.Up next

Der Volkswagen-Konzern hatte 2017 mit seinem Konzept "Pop.Up" für Aufsehen auf dem Genfer Autosalon gesorgt. Es ist nämlich gleich ein ganz neues Verkehrssystem, das Taxi- und Individualverkehr miteinander verschmelzen lässt. 2018 wurde die nächste Generation des von den VW-Töchtern Audi und Italdesign entwickelten Auto-Drohnen-Konzepts vorgestellt. Die haben sich dazu die entsprechende Fachkompetenz in Sachen Fliegen ins Boot geholt: An "Pop.Up next" ist auch Airbus beteiligt. Der Flugzeughersteller ist ohnehin sehr umtriebig auf dem Gebiet autonom fliegender (Passagier-)Drohnen: Vahana und Skyways heißen zwei weitere Projekte des Unternehmens in diesem Bereich.

Das durchdachte System: Der Pop.Up next

Animation einer überdimensionalen Drohne mit vier Propellern, an der eine Art Autorumpf hängt.
"Kreativität ist gefragt, wenn es um neue Mobilitätskonzepte für Städte und die vielfältigen Ansprüche der Menschen geht", sagt Audi-Vorstand Bernd Martens zur Vision hinter dem Auto-Drohnen-Konzept "Pop.Up next". Bildrechte: Italdesign
Animation einer überdimensionalen Drohne mit vier Propellern, an der eine Art Autorumpf hängt.
"Kreativität ist gefragt, wenn es um neue Mobilitätskonzepte für Städte und die vielfältigen Ansprüche der Menschen geht", sagt Audi-Vorstand Bernd Martens zur Vision hinter dem Auto-Drohnen-Konzept "Pop.Up next". Bildrechte: Italdesign
Visualisierung eines kleinen Autos, neben dem eine Drohne mit vier Propellern schwebt, von vorn.
Das "Pop.Up next"-Konzept ist ein flexibles On-Demand-Konzept, das den Menschen urbane Mobilität in der dritten Dimension ermöglichen soll, so VW-Tochter Italdesign. Bildrechte: Italdesign
Designskizze vom Innenraum des Pop.Up next von Italdesign.
Eine Designskizze vom Inneren der Passagierkabine, die im Zentrum des modularen Konzepts steht. Bildrechte: Italdesign
Visualisierung eines kleinen Autos, neben dem eine Drohne mit vier Propellern schwebt, von hinten.
Je nach Bedarf kann die superleichte Passagierkabine mit einem Modul gekoppelt werden, das sie entweder zum Auto oder zum Fluggerät werden lässt. Bildrechte: Italdesign
Visualisierung eines Fahrerraums in einem selbstfahrenden Auto, in dem statt eines Armaturenbretts ein großer Bildschirm ist.
In dem sich komplett autonom bewegenden System braucht es nur noch einen Bildschirm mit Touch-Funktion statt eines Armaturenbretts. Bildrechte: Italdesign
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Mit dem Auto-Drohnen-Konzept verfolgen die Partner ein regelrecht revolutionäres Konzept, das den Stadtverkehr verändern soll. "Vor hundert Jahren verschwand der Stadtverkehr unter der Erde, nun haben wir die technischen Möglichkeiten, ihn in die Luft zu bringen", sagt beispielsweise Airbus-Chef Tom Enders. Im Zentrum des modularen Konzepts von "Pop.Up next" steht eine superleichte Passagierkabine, die sich je nach Bedarf mit einem Auto- oder Flugmodul koppeln lässt. Statt eines Armaturenbretts gibt es einen 49-Zoll-Bildschirm. Die Maschine wird per Sprach- und Gesichtserkennung, Eye-Tracking und Touch-Funktion bedient. Wann diese Vision der ultimativen Flexibilität Realität werden könnte, ist noch nicht abzusehen. Bisher ist die Rede von "in ferner Zukunft".

Fact Sheet Pop.Up next Kapazität: 2 Passagiere

Antrieb: elektronisch, Ladezeit 15 Minuten

Reichweite: bis zu 50 Kilometer in der Luft - bis zu 130 Kilometer am Boden

Geschwindigkeit: bis zu 100 km/h auf der Straße

Start und Landung: vertikal, keine Start- und Landebahn benötigt

Steuerung: autonom

Das Futuristische: Aeromobil

Die Entwickler von Aeromobil setzen im Gegensatz zu ihren Kollegen ganz auf den Individualverkehr - wenn schon ein fliegendes Auto, dann eins zum Selber-Fliegen! Schon seit 1989 bastelt das slowakische Unternehmen an seinem Flugauto. Das Ergebnis ist auch aus Designgesichtspunkten durchaus gelungen. Die Version 4.0 sollte noch 2018 in die Produktion gehen und 2020 an die Kunden ausgeliefert werden. Die müssen für das Aeromobil 1,2 bis 1,5 Millionen Euro hinlegen - nicht gerade ein Schnäppchen. Bisher ist allerdings noch völlig unklar, wann und wie das Fahrzeug überhaupt für den Verkehr am Boden und in der Luft zugelassen werden kann, da die entsprechenden Rahmenbedingungen dafür noch fehlen.

Die Schönheit unter den Flugautos: Das Aeromobil 4.0

eine Flugtaxi
Das Aeromobil 4.0 beeindruckt vor allem durch sein futuristisches Design. Es sieht aus wie aus einem Science Fiction-Film. Bildrechte: IMAGO
eine Flugtaxi
Das Aeromobil 4.0 beeindruckt vor allem durch sein futuristisches Design. Es sieht aus wie aus einem Science Fiction-Film. Bildrechte: IMAGO
eine Flugtaxi
Das Unternehmen aus der Slowakei hat den vierten Prototypen unter anderem auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt gezeigt. Bildrechte: IMAGO
Blick in ein Flugtaxi
Im Innenraum des Aeromobils erinnert wenig an ein Flugzeug und seine Geräte - stattdessen ein Lenkrad und gleich mehrere Bildschirme. Bildrechte: IMAGO
eine Flugtaxi
Die Flügel des Aeromobils lassen sich einklappen, trotzdem ist es nicht viel größer als ein großes Auto. Allerdings passen bisher nur zwei Personen in das Modell. Bildrechte: IMAGO
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Fact Sheet Aeromobil 4.0 Kapazität: 2 Passagiere

Antrieb: Hybrid

Reichweite: etwa 700 Kilometer

Geschwindigkeit: bis zu 160 km/h am Boden - bis zu 360 km/h in der Luft

Start und Landung: herkömmlich, Landebahn benötigt

Steuerung: manuell

Terra Fugia - das fliegende Auto

2019 soll das Hybridmodell Transition der Firma Terrafugia serienreif sein: Gestartet und gelandet wird mit dem Elektromotor, geflogen mit dem Heckpropeller. 320 km/h schnell soll das Auto in der Luft sein, bis zu 800 Kilometer weit fliegen. Ein Knopfdruck soll genügen und schon wechselt das Gerät binnen einer Minute vom Flug- zum Fahrmodus. Die US-Firma gibt es schon seit 2009, 2017 wurde sie allerdings von einem chinesischen Autobauer übernommen. Um mit dem Terrafugia abzuheben, braucht man laut Hersteller außer einer Fahrerlaubnis für Autos auch einen Sport-Piloten-Schein. Für die Sicherheit von Passagier und Pilot sorgen unter anderem Fallschirme und Airbags. Platzsparend soll er auch sein, dank hochklappbarer Flügel soll er einfach in der Garage geparkt werden.

Factsheet Terra Fugia Transition Kapazität: 2-Sitzer, 1 Pilot, 1 Passagier

Antrieb: Hybrid

Reichweite: 800 km
Geschwindigkeit: 320 km/h

Terra Fugia

Terrafugia
Bildrechte: imago/UPI Photo
Terrafugia
Bildrechte: imago/UPI Photo
Terrafugia
Bildrechte: imago/UPI Photo
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | LEXI TV | 19. April 2016 | 15:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. März 2018, 16:05 Uhr