ESA-Astronaut Alexander Gerst im Raumanzug
ESA-Astronaut Alexander Gerst im Raumanzug im Kosmonauten-Ausbildungszentrum bei Moskau. Bildrechte: imago/ITAR-TASS

Abschlusstraining beendet Gerst mit Respekt und Freude vor zweiter ISS-Mission

Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst hat drei Wochen vor seiner zweiten ISS-Mission sein Abschlusstraining bei Moskau beendet. Mit Respekt und Vorfreude geht es jetzt zur Quarantäne zum Weltraumbahnhof Baikonur. Am 6. Juni fliegt Astro-Alex mit dem Russen Sergej Prokopjew und der US-Amerikanerin Serena Auñón-Chancellor zur Internationalen Raumstation, deren Kommando der 42-Jährige als erster Deutscher überhaupt übernehmen wird.

ESA-Astronaut Alexander Gerst im Raumanzug
ESA-Astronaut Alexander Gerst im Raumanzug im Kosmonauten-Ausbildungszentrum bei Moskau. Bildrechte: imago/ITAR-TASS

Drei Wochen vor dem Start seiner zweiten Mission auf der Internationalen Raumstation ISS hat der deutsche Astronaut Alexander Gerst von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA das Abschlusstraining im russischen Kosmonauten-Trainingszentrum mit einem positiven Fazit und Ausblick beendet.

"Respekt vor neuer Aufgabe"

Gerst, der bei der am 6. Juni beginnenden Mission erstmals das Kommando auf der ISS übernehmen wird, sagte bei einer Abschlusspressekonferenz im "Sternen-Städtchen" bei Moskau, er sehe seiner neuen Aufgabe mit großem Respekt entgegen: "Wenn ich es hinbekomme, dass wir unser Programm durchführen und dass wir als Freunde zurückkommen, dann ist das für mich eine großartige Mission geworden." Mit seinen Kollegen, dem russischen Kosmonauten Sergej Prokopjew und der US-Amerikanerin Serena Auñón-Chancellor, sei er auf dem besten Weg, dass das gelingt, sagte der 42-jährige Geophysiker aus Künzelsau in Baden-Württemberg.

Abreise zur Quarantäne

NASA-Astronautin Serena Aunon-Chancellor, Roskosmos-Kosmonaut Sergej Prokopjew ESA-Astronaut Alexander Gerst
Gerst mit seinen Kollegen, dem Roskosmos-Kosmonauten Prokopjew und der NASA-Astronautin Auñón-Chancellor (v.r.n.l.). Bildrechte: IMAGO

Die drei Raumfahrer werden in den kommenden Tagen zum russischen Weltraumbahnhof Baikonur fliegen. Am 6. Juni um 13:11 Uhr (MESZ) werden sie dann von dort mit dem Raumschiff Sojus MS-09 zur ISS fliegen.

Vor ihrem Start verbringen die Raumfahrer in Baikonur routinemäßig die letzten Tage in Quarantäne, damit sie keine Infektionen mit auf die Station nehmen. Gerst sagte dazu, nach den harten Prüfungs- und Trainingswochen im Kosmonauten-Ausbildungszentrum freue er sich auf die Zeit in Baikonur: "Wir hatten in den letzten drei Wochen sieben Prüfungen. Da ist einiges liegen geblieben. In Baikonur ist es eine ruhigere Zeit, da kann man noch Dinge wegarbeiten."

Erster deutscher ISS-Kommandant

Gerst soll auf der in etwa 400 Kilometer über der Erde kreisenden Raumstation ISS bis Dezember leben und forschen. Für einige Monate wird der ESA-Astronaut als erster Deutscher überhaupt auch das Kommando über die Raumstation übernehmen. "Es ist eine große Ehre, dass die internationalen Partner uns als ESA die Verantwortung für die Raumstation geben", sagte Gerst.

Internationale Raumstation ISS Die Internationale Raumstation ISS ist eine in internationaler Kooperation betriebene und ausgebaute bemannte Raumstation. Die größten Geldgeber des Projektes sind die USA und Russland, die durch ihre Raumfahrtagenturen NASA und Roskosmos vertreten sind. Darüber hinaus beteiligen sich die europäische ESA sowie die Raumfahrtagenturen Kanadas CSA und Japans JAXA an dem Projekt, mit dessen Aufbau 1998 begonnen wurde. Seit 2000 ist die ISS ständig bemannt.

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 17. April 2018 | 10:55 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Juni 2019, 15:12 Uhr