Noch bis 12. Dezember 2019 Mit bloßem Auge zu sehen: Die ISS als Abendstern

Besser hätten es NASA und ESA kaum planen können – und vielleicht haben sie es auch genauso gemacht. Die ISS wird bis zum 12. Dezember 2019 immer wieder am Abend mit bloßem Auge über Mitteldeutschland zu sehen sein.

Die Raumstation ISS
Bildrechte: Mark Garcia

Selbst Weihnachtsmarktbesucher haben noch einige Tage die Gelegenheit, die Internationale Raumstation ISS mit bloßem Auge über Mitteldeutschland zu beobachten. Dazu müssen sie allerdings den Blick vom Glühweinbecher erheben und in den Himmel schauen. Denn dort wird die Raumstation zur besten Abendzeit ihre Kreise über den Himmel ziehen.

Auch vom Weihnachtsmarkt aus zu sehen

In 400 Kilometer Höhe bei 27.600 km/h ist das eine Angelegenheit von wenigen Minuten. Aber mit einer Helligkeit von bis über 3 Mag sollte die Station selbst über weihnachtlich erstrahlenden Städten gut zu sehen sein. Hier die Daten für die kommenden Tage:

Die Zeit ist der Sichtungsbeginn an, die Himmelsrichtung gibt an, wo die ISS erscheint:

06. Dezember 16:51 Uhr, Höhe 27 Grad West

07. Dezember 17:40 Uhr, Höhe 31 Grad West

08. Dezember 16:51 Uhr Höhe 27 Grad West

09. Dezember 17:40 Uhr Höhe 27 Grad Südwest

10. Dezember 16:52 Uhr Höhe 36 Grad Südwest

11. Dezember 17:40 Uhr Höhe 14 Grad Südwest

12. Dezember 16:52 Uhr Höhe 20 Grad Südsüdwest

Die Zeiten beziehen sich auf Halle. Auf der Nasa ISS-Spotting-Seite kann jeder die sichtbaren Überflüge für seinen Ort ermitteln.

ISS am Himmel

Raumstation
Die Raumstation ISS. Am Morgenhimmel fast so hell wie die Venus. Bildrechte: NASA/Mark Garcia
Raumstation
Die Raumstation ISS. Am Morgenhimmel fast so hell wie die Venus. Bildrechte: NASA/Mark Garcia
ISS
Sojus MS-12 hatte Mitte März drei neue Besatzungsmitglieder auf die ISS gebracht: Christina Hammock-Koch, Alexej Owtschinin und Nick Hague Bildrechte: NASA/Mark Garcia
ISS
Vor dem Ausstieg: NASA Astronautin Anne McClain (Mitte) inspiziert die Raumanzüge der neuen Crewmitglieder Christina Hammock-Koch (l.) und Nick Hague (r.) Bildrechte: NASA/Mark Garcia
Weltraum
Die Nacht des 19. Januar 2019 über Nordeuropa. Zu sehen sind London (r.), der Ärmelkanal, Amsterdam, Den Haag, Rotterdam, Antwerpen und Brüssel. Bildrechte: NASA/Mark Garcia
Astronaut
Das Fenster zur Welt - die Beobachtungskuppel der ISS. Der kanadische Astronaut David Saint-Jacques fotografiert. Bildrechte: NASA/Mark Garcia
Raumstation
Module der ISS in Nahaufnahme: rechts ein Teil des Destiny-Labormoduls NASA), daran das Harmony-Modul. Vorn links das Kibo-Labormodul (JAXA), oben drauf ein Logistikmodul. In der Mitte das Columbus-Labormodul der ESA. Bildrechte: NASA/Mark Garcia
Raumstation
Das Cygnus-Frachtschiff verlässt die ISS aus den Greifern des Canadarm2-Roboterarms. Unten zu sehen: Der Pazifik. Bildrechte: NASA/Mark Garcia
Astronautin und Astronauten
Expedition 59 ist Mitte März 2019 auf der ISS eingetroffen: Christina Koch (NASA, l.), Alexej Ovchinin (Roscosmos, M.) and Nick Hague (NASA, r.) Bildrechte: NASA/Mark Garcia
Astronautin und Astronauten
Im russsischen Kosmonautenzentrum "Juri Gagarin": Christina Koch (NASA, l.), Alexej Ovchinin (Roscosmos, M.) and Nick Hague (NASA, r.) vor ihrem Flug zur ISS. Bildrechte: NASA/Mark Garcia
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ISS
Bildrechte: NASA/Mark Garcia

SpaceX-Satelliten im Orbit

Nicht nur Hobbyastronomen schauen aber in diesen Tagen auch aus anderen Gründen in den Himmel. Denn dort sind die Mitte November 2019 gestarteten Starlink-Satelliten von SpaceX zu sehen. Derzeit kann man sie morgens beobachten, wenn sie wie an einer Perlenkette über den Himmel ziehen.

Dieses Thema im Programm: MDR JUMP | 27. November 2019 | 17:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. Dezember 2019, 16:39 Uhr

2 Kommentare

Reiner Wahnsinn vor 11 Wochen

Wer seine Frau hat mitgenommen, ist nie zu spät nach Haus gekommen.

MDR Spinner vor 11 Wochen

Nachdem 10 Glas Glühwein bekomme ich die Sterne meiner Frau zu sehen, mit dem Nudelholz.
😱😱😱

Alexander Gerst auf der ISS 6 min
Bildrechte: MDR Fernsehen