Jupitersonde Juno Erste Nahaufnahmen vom "Großen Roten Fleck"

Aufregung bei der NASA. Die ersten Fotos des “Großen Roten Flecks” sind da. So detailliert haben die Wissenschaftler den 16.350 Kilometer großen Wirbelsturm auf dem Jupiter noch nie gesehen. Bürgerwissenschaftler helfen mit, die Fotos der Jupitersonde Juno zu bearbeiten und zu untersuchen.

Hunderte Jahre haben Wissenschaftler auf den Jupiter geschaut und sich gefragt: Was ist das für ein großer roter Fleck? Jetzt endlich hoffen sie auf Antworten. Denn die Jupitersonde Juno hat Nahaufnahmen aus 9.000 Kilometer Entfernung geliefert.

"Jetzt haben wir die besten Bilder von diesem einzigartigen Sturm“, so Juno-Chefwisschenaftler Scott Bolton vom Southwest Research Institute in San Antonio. "Es wird uns einige Zeit dauern, um alle Daten nicht nur der JunoCam, sondern auch von Junos acht Wissenschaftsinstrumenten zu analysieren, um ein neues Licht auf die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Großen Roten Flecks zu werfen."

Bürger-Wissenschaftler helfen mit

Das macht dei Nasa nicht allein. Die US-Weltraumbehörde hat die Juno-Fotos Bürger-Wissenschaftlern zur Verfügung gestellt, die sie bearbeiten, um die Details des Wirbelsturms so deutlich wie möglich herauszufiltern. Einer von ihnen ist Jason Major, ein Grafik-Designer aus Warwick, Rhode Island. "Ich habe die Juno-Mission seit dem Start verfolgt", sagte er der Nasa. "Es ist immer aufregend, diese neuen Rohbilder von Jupiter zu sehen, wenn sie ankommen. Aber es ist noch spannender, diese Bilder zu nehmen und sie zu etwas zu machen, das die Menschen wertschätzen können. Dafür lebe ich."

Der “Große Rote Fleck“ auf dem Jupiter ist der größte bekannte Wirbelsturm in unserem Sonnensystem. Er hat einen Durchmesser von 16.350 Kilometern. In ihm herrschen Windgeschwindigkeiten von bis zu 600 Kilometern pro Stunde.

Über dieses Thema berichtet MDR AKTUELL: im Radio | 11.07.2017 | 04:50 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Juli 2017, 16:35 Uhr