Hyperloop Wettbewerb Deutsche Studenten gewinnen mit 467 km/h-Renner

Zukunftstechnologie Made in Germany. Deutsche Studenten haben beim Hyperloop-Wettbewerb von Milliardär Elon Musk ihr Fahrzeug auf 467 km/h beschleunigt und gewonnen - zum dritten Mal in Folge.

Menschen posieren für ein Gruppenfoto
Bildrechte: WARR Hyperloop

Mit Schallgeschwindigkeit in einer luftleeren Röhre von A nach B reisen. Das ist der Traum hinter Hyperloop. Noch stecken die verschiedenen Projekte weltweit in den Kinderschuhen. Aber eines Tages sollen sie den Verkehr revolutionieren. Und Technik aus Deutschland könnte dann ganz vorn dabei sein. Das WARR Team der TU München entwickelt schon seit Jahren Prototypen der Kapseln, in die wir später einsteigen sollen. Und die Kapseln aus München, sogenannte Pods, sind derzeit das Maß der Dinge – zumindest beim Hyperloop-Wettbewerb in den USA.

Bereits die ersten beiden dieser Wettbewerbe von SpaceX-Gründer Elon Musk hatten die Münchener gewonnen. Zuletzt hängten sie im August 2017 mit 324 km/h alle anderen Pods ab. Die gut 40 Studierenden aus verschiedenen Bereichen – von Betriebswirtschaft über Informatik, Elektrotechnik und Maschinenbau bis Physik – tüftelten sofort weiter. Leichtere Materialien, der Wechsel von einem großen Elektromotor (50 Kilowatt) auf acht kleinere Motoren (zusammen 240 Kilowatt): damit gelang dem WARR-Team die Wiederholung des Erfolgs von 2017. Bis auf 467 km/h beschleunigten sie den Pod jetzt in der Teströhre auf dem SpaceX-Firmengelände in Los Angeles.

Schweben statt rollen

Und damit geben sich die Tüftler des Teams der ZU München noch nicht zufrieden. Siearbeiten nach Informationen des Bayerischen Rundfunks bereits an einer schwebenden Kapsel. Dieser „Magnet-Levitation-Pod“ soll in diesem Jahr bei einem weiteren Wettbewerb eingesetzt werden. Die Aufgabe: der Pod muss schwebend mindestens 25 Meter hin und der gleiten. Dafür sorgen rotierende Platten unter dem Fahrzeug, die mit starken Magneten bestückt sind.

Dieses Thema im Programm: Fernsehen 3sat/nano | 12. Mai 2017 | 18:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Juli 2018, 15:36 Uhr