Verlosung von Einladungen Tausende wollen zur Bestattung von Stephen Hawking

Der "Popstar der Wissenschaft", Stephen Hawking, hat auch nach seinem Tod zahlreiche Fans in aller Welt. Damit zumindest einige von ihnen sich von ihrem Idol verabschieden können, verlost seine Familie Einladungen zu seiner Beisetzung in London. Schon jetzt gibt es Tausende Teilnehmer.

Stephen Hawking
Das Wissenschaftsgenie Stephen Hawking hat Fans in der ganzen Welt. Bildrechte: dpa

Wegen des großen Interesses an der Beisetzung des Wissenschaftsgenies Stephen Hawking in der Londoner Westminster Abbey verlost seine Familie 1.000 Einladungen an Fans. Die Asche des Astrophysikers wird am 15. Juni zwischen den Gräbern des Universalgelehrten Isaac Newton und des Naturforschers Charles Darwin bestattet. Die Trauerfeier für Hawking fand bereits am Ostersamstag statt.

Tausende wollen zur Beerdigung

Bereits einen Tag nach Beginn der Verlosungsaktion haben nach Berichten der BBC rund 12.000 Menschen aus mehr als 50 Nationen teilgenommen. "Wir sind begeistert", schrieb die Stephen Hawking Foundation bei Facebook mit Verweis auf den BBC-Bericht. Laut BBC können sich Interessierte bis 15. Mai bewerben.

An der Beisetzung nehmen Hawkings Familie, Freunde, Wissenschaftler und Schulkinder teil. Die Idee für die Verlosung von weiteren Plätzen stammt von Hawkings drei Kindern. Hawkings Tochter Lucy sagte laut BBC, sie wolle möglichst vielen Verehrern ihres Vaters die Teilnahme ermöglichen. Die Familie sei Westminster Abbey sehr dankbar, dass man ihren Vater mit einem "solch bedeutenden Ruheplatz" ehre.

Popstar der Wissenschaft

Hawking war am 14. März im Alter von 76 Jahren in seinem Haus in Cambridge gestorben. In der Universitätsstadt fand auch die Trauerfeier mit 500 geladenen Gästen statt. Der Forscher litt an der unheilbaren Muskel- und Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Seit Jahrzehnten war er fast völlig bewegungsunfähig und saß im Rollstuhl.

Er entwickelte Theorien zum Ursprung des Universums und zu Schwarzen Löchern. Hawking, der als Popstar der Wissenschaft galt, beschäftige sich auch mit populären Themen wie Zeitreisen und Außerirdischen. Sein Buch "Eine kurze Geschichte der Zeit" wurde millionenfach verkauft.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. Mai 2018 | 01:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Mai 2019, 15:27 Uhr