NASA-Weltraumteleskop "Kepler" Zehn weitere erdähnliche Planeten entdeckt

Sind wir allein im Weltraum oder gibt es noch anderes Leben? Fest steht, es gibt Planeten, auf denen theoretisch Leben möglich wäre. Zehn neue erdähnliche Exoplaneten hat das NASA-Weltraumteleskop "Kepler" nun entdeckt. Ingesamt fanden die US-Astronomen 219 bisher unbekannte Planeten, die um andere Sterne kreisen.

Wissenschaftler der US-Raumfahrtbehörde NASA haben mit dem Weltraumteleskop "Kepler" zehn neue Planeten entdeckt, die etwa so groß wie unsere Erde sind und auf denen die Voraussetzungen für Leben bestehen könnten.

219 neue Exoplaneten

Wie die NASA mitteilte, fanden ihre Astronomen erneut 219 bisher unbekannte Exoplaneten. Das sind Planeten, die sich außerhalb des Gravitationsfeldes unserer Sonne, aber innerhalb des Gravitationsfeldes von anderen Sternen bewegen. Zehn der neuen Exoplaneten sind laut der US-Raumfahrtbehörde nicht nur fast so groß wie die Erde, sondern bewegen sich auch in der sogenannten habitablen Zone. Die "habitable Zone" beschreibt den Entfernungsbereich im Umfeld von Sternen, in dem Leben möglich sein könnte, weil die Planeten dort weit genug vom Stern entfernt sind, dass nicht alles Wasser sofort verdampft, aber nahe genug, dass es nicht nur Eis gibt.

Insgesamt 49 potentielle Erden

Darstellung des NASA-Weltraum-Teleskop Kepler
Seit 2009 sucht das Nasa-Weltraumteleskop "Kepler" den Orbit nach Exoplaneten ab. Bildrechte: dpa

Mit den neusten Funden steigt die Zahl der von "Kepler" in den vergangenen Jahren entdeckten Exoplanten in der "habitablen Zone" auf 49. Insgesamt wurden mithilfe des Weltraumteleskops bereits mehr als 4.000 Kandidaten entdeckt, die Exoplaneten sein könnten. Mehr als 2.300 von ihnen konnten bereits zweifelsfrei als Exoplaneten, also als Planeten bei anderen Sternen, verifiziert werden.

Der 2009 gestartete Exoplaneten-Jäger "Kepler" späht nach winzigen regelmäßigen Helligkeitsschwankungen von Sternen, die entstehen, wenn ein Planet von der Erde aus gesehen genau vor seinem Stern vorbeizieht - eine Art Mini-Sternfinsternis. Allerdings können auch andere Phänomene derartige Helligkeitsschwankungen erzeugen, etwa zwei sich umkreisende Sterne. Bis 2018 wird "Kepler" noch aktiv sein, dann endet die Mission wegen Treibstoffmangel.

Über dieses Thema berichtete MDR AKTUELL auch: im Radio | 14.02.2017 | 09:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. Juni 2017, 13:19 Uhr