Über ein Jahr Rechenzeit Galaktisches Karussell: Forscher simulieren das Universum

Mit Hilfe eines Supercomputers und über einem Jahr Rechenzeit hat ein Forscher-Team simuliert, wie Galaxien entstanden sind.

Simulation der Entstehung einer Galaxie 2 min
Bildrechte: D. Nelson, Illustris TNG team, MPI für Astronomie
Simulation der Entstehung einer Galaxie 2 min
Bildrechte: D. Nelson, Illustris TNG team, MPI für Astronomie

Drehende Spiralen aus lila Nebel, dazwischen helle Fontänen: So schön sah vielleicht die Entstehung unserer Galaxie aus. Wissenschaftler aus Deutschland und den USA haben in einer aufwendigen Simulation berechnet, wie eine große Region des Universum zu ihrem heutigen Aussehen gelangt sein könnte.

Bei der TNG50 Simulation sei es zum ersten Mal gelungen, sowohl eine große Region des Weltraums abzudecken, als auch eine sehr hohe Detailtiefe zu erreichen, teilte das beteiligte Max-Planck-Institut in Heidelberg mit. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher in der Fachzeitschrift "Monthly Notices of the Royal Astronomical Society".

Scheibengalaxien aus der TNG50-Simulation im sichtbaren Licht. Für jede Galaxie gibt es eine Sicht von oben und eine von vorne
Scheibengalaxien aus der TNG50-Simulation im sichtbaren Licht. Für jede Galaxie gibt es eine Sicht von oben und eine von vorne Bildrechte: D. Nelson, Illustris TNG team, Max-Planck-Institut für Astronomie

Die simulierte Region entspricht einem Würfel mit einer Kantenlänge von 230 Millionen Lichtjahren. Berechnet wurden die Effekte von Sternen, dunkler Materie, supermassiven schwarzen Löchern, Staub und Magnetfeldern.

Für die Simulation waren die 16.000 Prozessorkerne des Hazel Hen Supercomuters in Stuttgart etwas über ein Jahr voll ausgelastet. Hätte man die Simulation auf einem einzelnen Prozessor ablaufen lassen wollen, hätte der über 15.000 Jahre für die Berechnung benötigt.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | 19. April 2018 | 07:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. November 2019, 11:35 Uhr

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