Bildergalerie Trinkwasserversorgung: Vom Aquädukt zum Wasserturm

Altmühlsee bei Muhr am See
Das "Fränkische Seenland" ist ein Gebiet mit künstlichen Seen etwa 50 Kilometer südwestlich von Nürnberg. Es wurde zwischen 1975 und 2000 angelegt. Was steckt hinter dem Wandel von der landwirtschaftlich geprägten zur Wassertourismus-Region? Die sinkende Wasserqualität in den 60- und 70er-Jahren und der enorme Bedarf von Fabriken und Kraftwerken geben den Ausschlag für die Idee, aus dem wasserreichen Süden Wasser gen Norden, also Franken, umzuleiten. Für die Wasserlandschaft wurden 30 Quadratkilometer Wald- und Ackerfläche aufgegeben. Inzwischen sind die Seen eine beliebte Ausflugsregion und ein komplett eigener Wirtschaftssektor. Bildrechte: imago images / imagebroker
Radrennfahrer überqueren bei Tour de France Pont Du Gard
Aquädukte dienten zum Wassertransport. Eines der bekanntesten ist das Pont du Gard in Südfrankreich - ein technisches Wunderbauwerk kurz vor Beginn unserer Zeitrechnung: Die Baumeister mussten einen Höhenunterschied von 17 Höhenmetern überbrücken und einen Fluss in einem 50 Meter tiefen Tal überqueren. Drei Jahre lang wurde gebaut, bis zu 1.000 Menschen arbeiteten an dem Bauwerk mit seinen 52 Halbbögen. Für die Bögen, die sich im untersten Stockwerk zwischen 15 bis 24 Meter weit spannen, wurden Steine in eine exakte Keilform gehauen. Über 500 Jahre leitete dieses Bauwerk Wasser zur Stadt Nîmes. Bildrechte: imago images / Sirotti
Aquädukt Les Ferreres
Nur wenig später entstand das Äquadukt Les Ferreres, auch bekannt als "Pont del Diable": 217 Meter ist die Teufelsbrücke im Nordosten Spaniens lang. Die komplette Leitung führte ursprünglich über zehn Kilometer Wasser aus dem Fluss Francolí nach Lleida. Es wurde im ersten Jahrhundert nach Christus unter Kaiser Augustus errichtet. Noch bis ins Mittelalter diente es der Wasserversorgung Tarragonas. Heutzutage werden Aquädukte meist durch Druckrohrleitungen ersetzt. Bildrechte: imago images / GFC Collection
Zellerfeld, Oberer Teich im Spiegeltal, historische Aufnahme
Das Oberharzer Wasserregal ist ein komplexes und raffiniertes Wasserleitungssystem, mit dem Wasserräder angetrieben wurden, die Grundwasser aus den Bergwerksschächten pumpten. Das komplette System besteht aus mehr als 100 Stauteichen, Gräben, die über 300 km quer zu den Hängen verlaufen sowie 30 km unterirdischen Wasserläufen. Über Wasserräder werden die Bergwerken des Oberharzer Bergbaus anzutreiben. Heute gilt es als das weltweit bedeutendste vorindustrielle Wasserwirtschaftssystem des Bergbaus – und ist seit 2010 UNESCO-Weltkulturerbe. Bildrechte: imago images / Artokoloro
Altmühlsee bei Muhr am See
Das "Fränkische Seenland" ist ein Gebiet mit künstlichen Seen etwa 50 Kilometer südwestlich von Nürnberg. Es wurde zwischen 1975 und 2000 angelegt. Was steckt hinter dem Wandel von der landwirtschaftlich geprägten zur Wassertourismus-Region? Die sinkende Wasserqualität in den 60- und 70er-Jahren und der enorme Bedarf von Fabriken und Kraftwerken geben den Ausschlag für die Idee, aus dem wasserreichen Süden Wasser gen Norden, also Franken, umzuleiten. Für die Wasserlandschaft wurden 30 Quadratkilometer Wald- und Ackerfläche aufgegeben. Inzwischen sind die Seen eine beliebte Ausflugsregion und ein komplett eigener Wirtschaftssektor. Bildrechte: imago images / imagebroker
Schwäbisches Handwerkermuseum, Großer und Kleiner Wasserturm und Heilig-Geist-Spital
Wassertürme mit ihren Hochbehältern zur Speicherung von Wasser dienten ursprünglich der Wasserversorgung und sorgten für einen gleichmäßigen Druck im Wassernetz. Die meisten Wassertürme in Deutschland entstanden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Bau des Großen Wasserturms in Augsburg liegt noch weiter zurück - er wurde 1416 fertiggestellt und ist der älteste Wasserturm in Deutschland. Bildrechte: imago images / imagebroker
Wasserturm Reichenbach im Vogtland, 2009
Auch in Mitteldeutschland gibt es noch viele Wassertürme. Der Wasserturm in Reichenbach im Vogtland beispielsweise wurde 1926 im Stil des Funktionalismus errichtet – nach nur fünfeinhalb monatiger Bauzeit. Er ist 28 Meter hoch und kann 500 Kubikmeter Wasser speichern. Bildrechte: imago images / Volker Preußer
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