Gewusst? Unbeliebt, aber nützlich: Wespen

Sie sehen gefährlich aus, sind gegen Ende des Sommers richtig aufdringlich und ihre Stiche schmerzen. Wie nützlich Wespen aber eigentlich sind, erschließt sich erst auf den zweiten Blick. Und wer hätte das gedacht - Wespen sind gar nicht so schlecht wie ihr Ruf.

Wespen vertilgen zum Beispiel unzählige Schädlinge wie Blattläuse und sorgen so dafür, dass alles im Gleichgewicht bleibt. Ihre Brut versorgen sie mit eiweißhaltigem Aas, beseitigen es und verhindern damit, dass sich ansteckende Krankheiten ausbreiten.

Nicht jede Wespe sticht

Nur die Weibchen besitzen einen Wehrstachel, aus dem sie Gift abgeben. Von den rund 750 Wespenarten, die in Deutschland bekannt sind, bilden nur zwölf Arten ein Gift, das uns Menschen gefährden könnte. Die injizierten Mengen pro Stich sind jedoch so gering, dass mehrere tausend Stiche nötig währen, um einen kritischen Zustand auszulösen - zumindest so lange man nicht allergisch reagiert. Ist das der Fall, muss schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden, genauso wie bei Stichen im Mund- und Rachenraum.

Wunderwaffe Vanille

Besonders in der Nähe ihres Nests sind Wespen leicht reizbar. Darum sollte man also einen großen Bogen machen. Suchen sie Nahrung, auch auf unserem Frühstückstisch, sind sie eher scheu und weichen zurück. Trotzdem wichtig: Ruhe bewahren. Schnelle, hektische Bewegungen und wallende, dunkle Kleidung fordern die Tiere zum Kampf - genauso wie Parfüm, Haarspray und Schweißgeruch. Vanille hingegen beruhigt sie.

Über dieses Thema berichtet MDR AKTUELL auch im ... : Radio | 15.08.2017 | ab 05:00 Uhr