Sonne genießen, aber richtig Sonnenbrandgefahr am Wochenende: UV-Index 6 bis 7

Ein sonniges Wochenende ist im Arbeitsalltag schnell vergessen. Die Haut dagegen vergisst kein einziges. Die Prognose des Bundesamts für Strahlenschutz für das Muttertags-Wochenende sagt einen hohen UV-Index voraus. Also: Hauttyp noch mal checken, die richtige Sonnencreme wählen und großzügig cremen.

Sonnenbrand auf den Füßen
Füße sind besonders sonnenentwöhnt nach dem Winter. Auch sie brauchen Schutz, damit sie keinen Sonnenbrand bekommen. Bildrechte: IMAGO / photothek

Sonne satt am Wochenende, da lässt sich der Vitamin-D-Speicher gründlich auftanken. Allerdings sollten wir keineswegs ungeschützt in der Sonne lümmeln, weder, wenn die Sonne strahlt, noch der Himmel wolkenverhangen ist. Örtlich wird es dem Deutschen Wetterdienst zufolge warm, je nach Region zwischen 25 und 30 Grad Celsius. Auch wenn wir die Sonne nicht direkt sehen, müssen wir die Haut vor ihr schützen.

Die UV-Strahlung wird durch dünne Wolkendecken kaum abgehalten, bestimmte Bewölkungssituationen können die UV-Belastung sogar erhöhen.

Bundesamt für Strahlenschutz

Und ein Sonnenbrand ist dem Strahlenschutzamt zufolge bei ungeschützter Haut und nicht UV-gewöhnter Haut schon nach wenigen Minuten möglich. Fürs Wochenende und den Montag sagt die Behörde für die Mittelgebirgsregion Ost einen UVI-Index von 6 bis 7 voraus, für die norddeutsche Tiefebene Ost, in die Sachsen-Anhalt mitzählt, den UV-Index 5 bis 6 – hier finden Sie die aktuelle Prognose.

Die niedrige Zahl steht für den UV-Index bei vorhergesagter Bewölkung, die höhere für den bei strahlendem Sonnenschein. Ab Index sechs gilt: Achtung, an den Sonnenschutz denken! Also die Mittagssonne nur im Schatten genießen, entsprechende Kleidung tragen, Hut und Sonnenbrille, und Sonnenschutzmittel mit entsprechendem Schutzfaktor auftragen, wo die Haut ungeschützt ist. Die Prognose fußt auf einer statistischen Auswertung bisheriger UV-Messungen des bundesweiten UV-Messnetzes und den dazugehörigen vom Deutschen Wetterdienst erfassten Wetterparametern.

UV-Index - die Stufen
Bildrechte: Bundesamt für Strahlenschutz

Sonnencreme-Check: Wann welche Creme?

Zwei Faktoren sind für die Wahl des Sonnenschutzmittels wichtig: zum einen die individuelle Empfindlichkeit des Menschen. Die lässt sich über den Hauttyp bestimmen, der in sechs Gruppen unterschieden wird, wobei die Grenzen dabei fließend sind. Die Gruppierung stammt von einem US-Hautarzt Thomas Fitzpatrick aus dem Jahr 1975. Hier können Sie in einem Test Ihren eigenen Hauttyp bestimmen. Zum anderen die UVB-Intensität vor Ort und der jeweilige Sonnenstand. Hier spielen geografische Lage, Tages- und Jahreszeit eine Rolle, genau wie die Höhenlage, der Ozongehalt der Atmosphäre und die Reflexion durch Sand, Schnee oder helle Flächen. Die Faustregel der deutschen Krebsgesellschaft lautet:

Je heller der Hauttyp, desto geringer die Eigenschutzzeit der Haut und desto höher sollte der Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzmittels sein.

Deutsche Krebsgesellschaft

Was gibt der Lichtschutzfaktor an? Der LSF sagt, wie viel länger man sich, einmal eingecremt, theoretisch der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen als ohne Sonnenschutzmittel. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt für Kinder generell Lichtschutzfaktor 30, für Erwachsene mindestens 20. In großen Höhen, am Wasser, im Schnee oder sonnenreichen Gegenden sogar LSF 50+.

Lichtschutzfaktor und Dosierung

Die Rechnung ist aber tückisch, wenn man sich das genauer anschaut: Wird die Sonnencreme tatsächlich wissenschaftlich korrekt, also zwei Milligramm pro Quadratzentimeter, aufgetragen? Werden alle kritischen Stellen, zum Beispiel Kniekehlen, Stellen hinter den Schultern, genau so exakt eingecremt wie im Testlabor? Reibt der T-Shirt-Ärmel, das Hosenbein bestimmte Stellen wieder frei von Creme? Reiben wir beim Abtrocknen nach dem Baden die wasserfeste Creme ab?

Was die richtige Dosierung angeht, ist zum Beispiel Dr. Rüdiger Greinert von der Deutschen Krebsgesellschaft skeptisch: "Die Leute machen sich einen Klacks Creme auf die Nase, ein Klacks auf die Ohren und denken dann, sie sind geschützt für den ganzen Tag." Damit Sonnencreme schützen kann, müsste sich zum Beispiel ein Mann in Badehose mittags am Strand ungefähr eine Dreiviertelflasche Creme auftragen, "und das macht keiner," ist sich Greinert sicher. Der Dermatologe rät: Mittagssonne meiden, im Haus bleiben; wenn draußen, dann bekleidet, mit Sonnenbrille und Sonnenhut und den Rest des Körpers, der nicht bedeckt werden kann, eincremen.

Ein Kind wird mit Sonnencreme eingerieben
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lfw

1 Kommentar

Uborner vor 5 Wochen

Und was sagen die Osteologen und die Endokrinologen dazu? Wir sind Millionen Jahre nackig durch die Steppe gelaufen und auch heute gibt es noch einige Berufe im Freien - Dachdecker, Tiefbauer, Gärtner und Landwirte, u.s.w. - was ist mit denen ( ich bezweifle das die sich alle vor der Schicht gewissenhaft einschmieren ). Ist diese panische Warnung vor der bösen Sonne nicht etwas übertrieben? Gibt es nicht schon Kinder mit Osteoporose und ist das nicht furchtbar? Ich jedenfalls verwende keinerlei cremige Chemikalien um mich vor der Sonne zu schützen, ich bewege mich und setze einen Hut auf - damit entgehe ich dem Sonnenbrand und habe einen guten Vitamin ( oder Hormon - Spiegel ) D - Spiegel der mir unteranderem auch gegen Corona hilft.

Möhrensaft 3 min
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