Eine Frau hält einen Duden in den Händen.
Bildrechte: dpa

Wörterbuch “Icke“ kommt in den Duden

Regelmäßig aktualisiert der Duden den Bestand seiner Wörter. Jetzt wird er um einen Klassiker aus Berlin erweitert: “Icke“. Das hat die Redaktion des deutschen Wörterbuchs heute bestätigt.

Eine Frau hält einen Duden in den Händen.
Bildrechte: dpa

“Icing“ (ein Befreiungsschlag im Eishockey) und “Icon“ (grafisches Symbol) müssen Platz machen im Duden. Denn zwischen die beiden Wörter drängt sich die Berliner Form des Ichs, das “Icke“. Das Personalpronomen wird im nächsten gedruckten Duden genau dort zu finden sein.

Icke im Duden
Hier wird "Icke" seinen Platz im Duden finden. Bildrechte: Gerald Perschke

Auf der Suche nach neuen, unbekannten Wörtern durchkämmt die Duden-Redaktion regelmäßig alle Arten von elektronischen Texten. Treten diese häufiger auf, dann kommen sie auf die Liste der Kandidaten. Bei "Icke" war das der Fall. Wie die leitende Redakteurin der Duden-Redaktion, Melanie Kunkel, erklärte, sei "Icke" zuletzt 173 Mal in 147 Texten vorgekommen, was eine Aufnahme rechtfertige. Der Anstoß kann aber auch von außen kommen. Im Fall von „Icke“ gab es das ebenfalls. Ein Berliner Radiosender und eine Tageszeitung hatten Unterschriften gesammelt, um das Wort in den Duden zu bekommen und damit die Aufnahme des Wortes offenbar beschleunigt. Wann der Duden mit Icke in den Handel komme, sei noch nicht klar, so Kunkel.

Es gibt bereits etliche Dialektwörter, die Eingang in den Duden gefunden haben. Neben “Icke“ ist auch der “Kiez“ oder “jwd" aus der Berliner Mundart vertreten. Hamburgs “Moin, Moin“ ist drin aber auch das sächsische  “Motschekiebchen“ oder die “Bemme“. Und vielleicht findet sich ja im Großraum Halle-Merseburg-Mansfeld demnächst eine Initiative, die das dort bei jeder Begrüßung geläufige “Meiner/Meine“ in den Duden bringt.

Über dieses Thema berichtet MDR AKTUELL im Radio | 07.04.2017 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. September 2017, 15:40 Uhr