Impfungen - welche gibt es?

Apotheker mit Anti-Diphterie-Serum, historische Illustration/ Stahlstich, 1882
Diphterie - im Volksmund hieß die Krankheit auch "Würgeengel der Kinder": Allein in Deutschland starben im 19. Jahrhundert jährlich ca. 50.000 Kinder an Diphterie. Die Infektionserkrankung wird durch das Gift des Diphterie-Bakteriums ausgelöst. 1913 entwickelte Emil von Behring - der für seine Forschungen 1901 mit dem Nobel-Preis geehrt und geadelt worden war - ein Serum, das den Körper zur Bildung von Immunstoffen anregt. Bildrechte: IMAGO
Apotheker mit Anti-Diphterie-Serum, historische Illustration/ Stahlstich, 1882
Diphterie - im Volksmund hieß die Krankheit auch "Würgeengel der Kinder": Allein in Deutschland starben im 19. Jahrhundert jährlich ca. 50.000 Kinder an Diphterie. Die Infektionserkrankung wird durch das Gift des Diphterie-Bakteriums ausgelöst. 1913 entwickelte Emil von Behring - der für seine Forschungen 1901 mit dem Nobel-Preis geehrt und geadelt worden war - ein Serum, das den Körper zur Bildung von Immunstoffen anregt. Bildrechte: IMAGO
Eine Spritze wird vorbereitet
1885 wurde erstmals ein Mensch erfolgreich mit einem Tetanusserum behandelt. Beteiligt an der Entwicklung war wiederum Emil von Behring. Bildrechte: imago/IP3press
Masern bei einem Kleinkind
Masern: Die hochansteckende Krankheit überträgt ihre Viren per Tröpfcheninfektion. Die Krankheit galt unter Ärzten lange Zeit als "Spielart der Pocken". Seit Mitte des 18. Jahrhunderts gab es Versuche, eine Immunisierung gegen die Masern zu entwickeln, aber erst 1963 wurde in den USA ein erster Impfstoff zugelassen. In Deutschland wird zwar schon in den 60er-Jahren gegen Masern geimpft, aber erst im Mai 1976 empfiehlt die Ständige Impfkomission die Masernlebendimpfung für Kinder ab dem 2. Lebensjahr. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Zeitungskarikatur um 1900 zeigt Chorknaben mit von Mumps geschwollenen Gesichtern
Die Zeichnung aus dem Jahr 1900 zeigt die klassischen Mumps-Symptome: "Hamsterbacken", durch die (schmerzhafte) Schwellung der Ohrspeicheldrüsen. Hinrnhautentzündung und Hodenentzündung bei Jungen können als Komplikationen auftreten. Eine Impfung gegen Mumps wurde 1967 lizenziert. Bildrechte: imago/United Archives International
Röteln-Ausschlag an der Wange eines Jungen.
Die Rötelimpfung ist seit 1971 für alle Mädchen in der Vorpubertät empfohlen. Bildrechte: imago/Niehoff
Grafik, Hepatitis Infektion
Hepatitis A wird fäkal/oral übertragen, beispielsweise über gemeinschaftliche Nutzung von Toiletten oder Handtücher. Symptome sind Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen und Gelbsucht. Ein Impfstoff gegen Hepatitis A wurde 1986 entwickelt. Auch gegen Hepatitis-B, eine Infektionskrankheit der Leber, kann geimpft werden. Bildrechte: IMAGO
Ein an Polio erkrankter Mann steht auf verdrehten Füßen
Deutschland führte die Poliomyelitis-Impfung 1958 ein. Der letzte Erkrankungsfall in Deutschland wurde 1990 registriert. Bildrechte: IMAGO
Illustration Bacterial pneumonia
Pertussis, auch bekannt als Keuchhusten: eine bakterielle Infektionskrankheit der Atemwege. Die starken Hustenanfälle können für Säuglinge lebensbedrohlich sein, Komplikationen wie Lungen- oder Mittelohrentzündung treten manchmal auf. Fälle oder Verdachtsfälle von Keuchhusten sind bei Nutzung von Gemeinschaftseinrichtungen meldepflichtig. Bildrechte: imago/Science Photo Library
Streptococcus pneumoniae auch bekannt als Pneumococcus durch ein Mikroskop betrachtet
Pneumokokken finden sich im Nasenrachenraum des Menschen. Sie können Krankheiten der Atemwege verursachen, wie Nebenhöhlen-, Mittelohr- oder Lungenentzündung. Als gefährdet gelten Säuglinge, Kleinkinder und Senioren. Bildrechte: IMAGO
Die Beinchen von drei Säuglingen
Seit 1990 von der Ständigen Impfkomission empfohlen für Kinder unter 24 Monaten: Der Impfstoff gegen die Haemophilus-influenzae-Typ b. Die Bakterien werden durch Husten und Niesen übertragen; Infektionen können zu Hirnhautentzündung, Entzündung des Kehldeckels, Lungenentzündung oder Blutvergiftung führen. Bildrechte: dpa
Ein Schild mit der Aufschrift 'Zeckenverseuchtes Gebiet' steht  an einer Wiese.
FSME: Die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist eine Gehirn-, Gehirnhaut- oder Rückenmarkentzündung, deren Viren Zecken übertragen. Sie können auch Borreliose übertragen. Die Impfung gegen FSME wird Menschen empfohlen, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten. Bildrechte: dpa
Computerillustration Verdauungstrakt des Menschen - Infektion mit Rotaviren
Rotaviren sind die häufigsten Erreger von Durchfallerkrankungen im Säuglings- ud Kleinkindalter. Seit 2006 gibt es einen Impfstoff. Bildrechte: IMAGO
Windpocken
Der japanische Virologe Michiaki Takahashi entwickelte 1970 einen Varizellen-Impfstoff. Dieser wurde 1975 in den USA zugelassen und 2004 von der STIKO in den deutschen Impfplan aufgenommen. Bildrechte: imago/Schöning
Herpes Zoster Gürtelrose
Seit Ende 2013 ist in Deutschland ein Lebendimpfstoff gegen Herpes Zoster - Gürtelrose - für Personen ab
50 Jahren verfügbar und zugelassen. Eine Empfehlung der STIKO gibt es nicht (stand 2014).
Bildrechte: IMAGO
Influenza
Der saisonalen Grippe soll im Winter 2018/2019 ein Vierfach-Wirkstoff vorbeugen. Empfohlen wird die Grippe-Impfung Menschen über 60 Jahren, Personen mit Grunderkrankungen, medizinischem Personal oder anderen, die mit vielen anderen Menschen zu tun haben. Bei gesunden Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen unter 60 verlaufen Grippeerkrankungen ohne schwere Komplikationen, weshalb die Stiko diesem Personenkreis die Impfung nicht ausdrücklich empfiehlt. Bildrechte: imago/Science Photo Library
Ein junges Mädchen wird geimpft.
Seit 2007 schon für Mädchen empfohlen, jetzt (September 2018) laut Ständiger Impf-Kommission für 9-14 Jahre alte Jungen: Die Impfung gegen Papillomviren soll HPV-assoziierten Tumoren vorbeugen. Bildrechte: Colourbox.de
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