Internationale Raumstation Expedition 65 erfolgreich angedockt: Es ist voll auf der ISS

Heute morgen ist eine neue Expedition von Baikonur aus zur ISS gestartet. Die Kosmonauten Pyotr Dubrov, Oleg Novitskiy und der NASA-Astronaut Mark Vande Hei sind um 13:05 Uhr an der Station angedockt.

Die Astronauten der ISS Expedition 65: Mark Vande Hei, Oleg Novitskiy und Pyotr Dubrov (v.l.n.r.)
Starten heute ins All: Die Astronauten der ISS Expedition 65 Mark Vande Hei, Oleg Novitskiy und Pyotr Dubrov (v.l.n.r.) Bildrechte: NASA / Roscosmos

Mit zehn Leuten kann man schon eine Party feiern. So viele Kosmo- und Astronauten werden heute und für die nächsten Tage an Bord der Internationalen Raumstation ISS sein, wenn das Sojus-Raumschiff MS-18 am Rasswet-Modul (russisch für Morgendämmerung) andockt hat und die Schleuse öffnet. Ein Rekord, der allerdings nur wenige Tage bestehen wird.

Flug zu Eheren Gagarins

Nach dem erfolgreichen Start ist das Raumschiff um 13:05 Uhr an die Station angedockt. Kurz nach 15 Uhr unserer Zeit begann die Willkommens-Zeremonie der jetzt zehnköpfigen Crew, an der auch die Bodenmannschaft virtuell teilnahm. Der Flug war Juri Gagarin gewidmet, der am 12. April 1961 in den Kosmos gestartet war. Deshalb trug die Trägerrakete Sojus 2.1a den Namen des Weltraumpioniers.

Zusätzliche Schlafstationen

Da normalerweise nur sechs bis sieben Expeditionsteilnehmer an Bord der Station sind, mussten die NASA-Flugingenieure Michael Hopkins, Victor Glover und Shannon Walker in den vergangen Tagen die Station vorbereiten, um die neuen Besatzungsmitglieder vorübergehend unterzubringen. Das Trio richtet zusätzliche Schlafstationen ein. Dank der Schwerelosigkeit sind keine Matratzen nötig, sondern nur Schlafsäcke, die an der Wand festgemacht werden – oder in kleinen Schlafkojen. Durch den Wechsel der Besatzungen werden in den nächsten Tagen sogar zeitweise elf Personen in der Raumstation sein.

Die sieben Teilnehmenden der 64. ISS Expedition.
Das "Begrüßungskomitee" auf der ISS (v. l. n. r.): Kate Rubins, Victor Glover, Sōichi Noguchi, Sergei Ryschikow (Kommandant), Michael Hopkins, Shannon Walker und Sergei Kud-Swertschkow Bildrechte: NASA/Cindy Bush

Forschung geht weiter

Der NASA war es allerdings wichtig, noch einmal darauf hinzuweisen, dass trotz des Getümmels die Forschungsarbeit an Bord der Station weitergeht. Etwa die biomedizinischen Studien, bei denen Blut und Speichel untersucht und Venen per Ultraschall vermessen werden. Daneben wird gerade neue Hardware für biologische Experimente installiert, die der Frachter Cygnus im Februar geliefert hat. Und der japanische Astronaut Soichi Noguchi bereitet neue Materialien für Tests außerhalb der Station vor.  

Mehr über die Expedition 65 erfahren Sie im MDR WISSEN Weltraumkalender, den Sie hier abonnieren können.

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