Getränke-Nebenwirkung Kaffee & Tee können Schlaganfall- und Demenzrisko senken

Mäßiger Kaffee- und Teegenuss sind offenbar gut für die Gesundheit. Eine Studie findet Hinweise darauf, dass bei täglichem Konsum das Risiko für Schlaganfall und Demenz kleiner wird.

Ein junger Mann riecht mit geschlossenen Augen an seiner Kaffeetasse
Kaffee: Genussmittel mit Nebenwirkung Bildrechte: imago/Westend61

"Möchtest du einen Kaffee oder einen Tee?" - "Nein danke, damit habe ich aufgehört." Manchmal bekommt man auch so eine Abfuhr, wenn man schwarzen Tee anbietet. Bei solchen Antworten zuckt man innerlich zusammen: Habe ich was verpasst, ist Kaffee so schädlich? Eine Studie, die jetzt im Fachmagazin PLOS Medicine veröffentlicht wurde, sagt etwas ganz anderes: Kaffee- oder Teetrinken kann der Gesundheit zuträglich sein und zwar ganz konkret, wenn es um das Risiko für Schlaganfall, Demenz oder Demenz nach einem Schlaganfall geht.

Kaffee und Teekonsum: Wer wurde untersucht?

Die Studie basiert auf den Daten von 365.682 Menschen zwischen 50 und 74 Jahren aus der britischen Biobank. Sie waren zwischen 2006 und 2010 für diese Langzeitstudie rekrutiert worden. Die regelmäßigen Befragungen dauerten bis 2020. Zu Beginn der Studie wurden alle Teilnehmenden zu ihrem Kaffee- und Teekonsum befragt und mussten danach regelmäßig Auskunft über ihren Kaffee- und/oder Teekonsum geben.

Kaffee oder Teetrinken kann der Gesundheit nutzen

Was zeigte sich anhand der ausgewerteten Daten aus dem Zeitraum 2006 bis 2020? Bei Menschen, die täglich zwei bis drei Tassen Kaffee konsumierten, oder vier bis sechs Tassen Tee, war das Schlaganfallrisiko oder das für Demenz am niedrigsten. Das Schlaganfallrisiko lag bei Menschen, die zwei bis drei Tassen Tee oder Kaffee (auch grüner oder schwarzer Tee) oder um 32 Prozent niedriger und für Demenz um 28 Prozent, als bei Nicht-Tee oder Kaffeetrinkern. Auch das Risiko für eine Demenz nach einem Schlaganfall war bei Menschen, die Kaffee oder Tee konsumierten der Studie zufolge niedriger.

Aber es gibt Einschränkungen

Lassen sich die Ergebnisse dieser Beobachtungsstudie verallgemeinern? Das Forschungsteam weist auf mehrere Einschränkungen hin. So spiegelt die Biobank eine relativ gesunde Stichprobe der Bevölkerung wider. Außerdem entwickelten relativ wenige Menschen Demenz oder Schlaganfälle, was die Hochrechnungen erschwert. Die Kausalität viel Kaffee/Tee = weniger Schlaganfälle/Demenz kann daher nicht direkt abgeleitet werden. Aber die Ergebnisse, so das Autorenteam, deuten dennoch darauf hin, "dass ein moderater Konsum von Kaffee und Tee getrennt oder in Kombination mit einem geringeren Risiko für Schlaganfälle und Demenz verbunden ist".

Link zur Studie

Die Untersuchung "Zhang Y, Yang H, Li S, Li W-D, Wang Y (2021) Consumption of coffee and tea and risk of developing stroke, dementia, and poststroke dementia: A cohort study in the UK Biobank" ist im Magazin PlOS Medicine erschienen.

(lfw)

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4 Kommentare

part vor 2 Wochen

Ärzte empfehlen aber dahingehend besser den täglichen Genuss von griechischem Bergtee, wobei sich jeder selbst zu Thema kundig machen darf, das ich hier nur als persönliche Empfehlung weiter gebe im Anschluss der Empfehlung einer Ärztin.

part vor 2 Wochen

Die Dosis macht das Gift und sehr oft ist der Konsum von Kaffee verbunden mit dem Konsum von Nikotin -Produkten, die zusätzlich aufgepeppt werden durch die Tabak-Industrie, um noch abhängiger zu machen. Auch der moderate Genuss von Wein kann der Gesundheit zuträglich sein gegenüber Bier oder Branntweinprodukten. Weniger ist immer mehr gegenüber von Völlerei...

Jedimeister Joda vor 2 Wochen

Wenn es so einfach wäre! Alles wirkt irgendwie. Und wenn Menschen noch älter werden hat es Einfluß auf unsere Gesellschaft. Die Frage lautet . Was wollen wir? Oder . Wie kann der Kapitalismus die größten Gewinne machen? Gut Nacht. Joda