Klimaforschung So warm war noch kein September wie 2020

Sonnenbad im Park, Baden gehen im See, halbnackt Muskeltraining auf dem Balkon: War das Wetter eigentlich immer so schön im September? Jedenfals noch nie so warm wie dieses Jahr, sagen Klimaforschungsinstitute.

Der September 2020 war der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen, also seit 1880. Das teilte die US-Klimabehörde NOAA mit. Durchschnittlich lag die Durchschnittstemperatur über Land- und Ozeanflächen etwa 0,97 Grad Celsius über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts von 15 Grad. Damit wurden sogar die bisherigen "Rekordhalter", die Septembertage von 2015 und 2016 um 0,02 Grad übertroffen. Eine weitere Erkenntnis: Alle September-Monate, die mit ihren Temperaturen zu den "Top Ten" zählen, wurden in den Jahren seit 2005 registriert. Zum selben Ergebnis war auch der europäische Copernicus-Klimawandeldienst gekommen, der allerdings nur auf Vergleichsdaten ab 1981 zurückgreifen kann.

Der wärmste September seit Beginn der Aufzeichungen

Menschen sind an einem Brunnen
Moskau, 4. September - sonnige Erholung im VDNKh Erholungspark. Bildrechte: imago images / ITAR-TASS
Menschen sind an einem Brunnen
Moskau, 4. September - sonnige Erholung im VDNKh Erholungspark. Bildrechte: imago images / ITAR-TASS
junge Männer im Fitnessstudio im Freien im Hidropark
10. September, Kiew im Hidropark: Warum drinnen schwitzen, wenn draußen die Sonne scheint? Bildrechte: imago images / Ukrinform
Menschen liegen auf einer Wiese im Finsbury Park (London)
13. September 2020: Sonnenbad im Finsbury Park in London. Bildrechte: imago images/ZUMA Wire
Menschen sind an einem Strand
16. September, Badesaison im ehemaligen Bergbaugebiet: Most in Tschechien. Bildrechte: imago images/CTK Photo
Ein Hochzeitspaar von hinten
19. September, Warschau: Hochzeit im sommerlichen Outfit Bildrechte: imago/ZUMA Press
Ausflügler am sonnigen Ostseestrand von Warnemünde
23. September, Warnemünde: Für ein Fußbad reichte die Wärme noch vielen Leuten. Bildrechte: imago images/Fotoagentur Nordlicht
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Beide Institutionen weisen auf außergewöhnliche Beobachtungen für die Arktis hin: Demnach war die durchschnittliche Ausdehnung, die Meereisbedeckung, die zweitkleinste in den Aufzeichnungen. So hatte laut NOOA am 15. September das Meereis nur etwa 2,3 Millionen Quadratkilometer bedeckt, und damit die zweitkleinste Ausdehnung in den Aufzeichnungen seit September 2012. Die 14 kleinsten jährlichen Mindestausdehnungen sind dem Institut zufolge alle in den vergangenen 14 Jahren aufgetreten.

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